Aktuelles
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Gottesdienste im Wintersemester 2011/12
Folgende Gottesdienste und Andachten finden im Wintersemester 2011/12 an der Augustana-Hochschule statt:
- Hochschulgottesdienste sonntags um 11.00 Uhr in der Laurentius-Kirche Neuendettelsau
- Wochenspruchauslegungen (montags, 12.35 Uhr) und Abendmahlsfeiern (donnerstags, 21.30 Uhr) in der Kapelle der Augustana-Hochschule
Dieses Semester wird an den vier Sonntagen zwischen 21. Januar und 12. Februar 2012 die Predigtreihe der Hochschulgottesdienste zum Thema "Singt dem Herrn ein neues Lied" stattfinden.
22.01.-12.02.2012: "Singt dem Herrn ein neues Lied" - Predigtreihe im Wintersemester 2011/12
Biblisch-musikalische Akzente möchte in diesem Jahr die Predigtreihe der Augustana-Hochschule mit ihrem Thema „Singt dem Herrn ein neues Lied“ setzen. An vier Sonntagen wird jeweils eine der musikalischen Gruppen der theologischen Hochschule in den Gottesdiensten mitwirken und diese ganz unterschiedlich prägen.
- Mit Band und modernen Liedern wird am Sonntag, 22. Januar, Pfarrerin Munzert mit dem Team der studentischen Lobpreis-Andachten die Reihe beginnen: „Dann wird unser Mund voll Lachens sein“.

- Den Lobgesang der Maria „Meine Seele preist den Herrn“ wird Professorin Dr. Schneider-Ludorff gemeinsam mit dem studentischen Chor „Augustana-Spatzen“ am folgenden Sonntag (29. Januar) musikalisch und theologisch zum Klingen bringen.
- Professor Dr. Utzschneider wird im Gottesdienst am 5. Februar mit Hilfe des Posaunenchors der Hochschule den Ruf aus Psalm 150 aufnehmen: „Lobet Gott mit Posaunen, lobet ihn mit Psalter und Harfen“.
- Die Situation der Bedrängnis wird am Ende der Reihe (12. Februar) Professor Dr. Raschzok zusammen mit Chor und Orchester der Augustana-Hochschule anhand des Klageliedes Psalm 130 anklingen lassen : „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“.
Die Gottesdienste beginnen jeweils um 11.00 Uhr in der St.-Laurentius-Kirche. Parallel dazu wird eine Kinderbetreuung angeboten.
"zusammen denken" - die theologischen Fächerkulturen und das Ganze der Theologie
Tagung der Augustana-Hochschule am 17./18. Februar 2012
Was haben sich ein Experte für neuere Pentateuchtheorien und eine Spezialistin für zeitgenössische Trinitätskonzeptionen zu sagen? Erst einmal nicht viel. Die moderne Ausdifferenzierung der Theologie in heterogene Fächer hat die Kommunikation unter Kolleginnen und Kollegen schwierig werden lassen.
Das Auseinanderdriften der Einzeldisziplinen wurde bereits im 18. Jahrhundert als Problem empfunden. Unter der Bezeichnung theologische Enzyklopädie werden seitdem immer wieder Versuche unternommen, einen bleibenden Einheitshorizont der verschiedenen Fächer zu beschreiben. Den prominentesten Entwurf dazu hat Friedrich Schleiermacher vor 200 Jahren in seiner ‚Kurzen Darstellung des theologischen Studiums‘ vorgelegt.
Auf der Tagung soll die enzyklopädische Tradition weitergeführt werden. Renommierte Theologinnen und Theologen werden ihr jeweiliges Fach in seinem Verhältnis zum Ganzen der theologischen Wissenschaft profilieren und im gemeinsamen Gespräch Modelle innertheologischer Zusammenarbeit entwickeln. Schließlich wird der Regionalbischof im Kirchenkreis Nürnberg, Prof. Dr. Stefan Ark Nitsche, in einem Abendvortrag den Zusammenhang von Theologie und Kirchenleitung darstellen.
Nähere Informationen zu Programm und Anmeldung entnehmen Sie bitte dem Flyer ![]()
15.01.2012: Einführungsgottesdienst von Pfarrerin Dr. Zeiß-Horbach und Pfarrer Dr. Töllner
Die Geschichte der bayerischen Theologinnen und der unterfränkischen Synagogen lässt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern seit Herbst 2011 am Lehrstuhl für Kirchen- und Dogmengeschichte der Augustana Hochschule erforschen.
Am Sonntag, 15. Januar führte Rektor Professor Dr. Markus Buntfuß die beiden wissenschaftlichen Mitarbeitenden Pfarrerin Dr. Auguste Zeiß-Horbach und Pfarrer Dr. Axel Töllner im Rahmen eines Hochschulgottesdienstes in ihre neue Arbeit ein. Die promovierte Theologin Auguste Zeiß-Horbach, die vorher zwölf Jahre in Buch am Forst und in der Krankenhausseelsorge tätig war, predigte zu 1. Kor 2,1-10f. Axel Töllner, bis dahin sechs Jahre Gäste- und Touristenseelsorger an der Nürnberger Sebalduskirche, hielt die Abendmahlsliturgie.
10.01.2012: Bücherbasar
Am Abend des 10.01.2012 fand der fünfte und bislang angebotsreichste Bücherbasar an der Augustana-Hochschule statt. Nach gewaltigen Vorarbeiten konnte das Organisationsteam unter Leitung von Thomas Kelting und Tobias Wölfel eine große Vielfalt an gebrauchten Büchern präsentieren. Die Vorbereitung dieser Initiative der Augustana-Hochschulstiftung wurde wie immer von der Bibliothek unterstützt, der der Erlös der Veranstaltung zugute kommt.
Der Gehalt der Redewendung von der Qual der Wahl war an diesem Abend im Großen Hörsaal unmittelbar spürbar. Standardliteratur aus allen theologischen Teildisziplinen stand auf den Verkaufstischen bereit, selbst komplette Werkausgaben von Luther und anderen sowie vollständige Lexika, wie z.B. das Theologische Wörterbuch zum Neuen Testament oder komplette Kommentarreihen konnten zu äußerst günstigen Preisen erworben werden.
17.01.2012: Vortrag von Professorin Dr. Heldt
„Christenverfolgung im Nahen Osten und den angrenzenden Staaten“ lautete der Gastvortrag von Prof. Dr. Petra Heldt, Hebräische Universität Jerusalem, am 17. Januar 2012 im großen Hörsaal des Wilhelm-von-Pechmann-Hauses. Die renommierte und vielfach geehrte Patristikerin referierte über die „genozidalen Ausmaße“ weltweiter Christenverfolgung: „Alle fünf Minuten gibt es einen getöteten Christen. Das Christentum ist die weltweit am stärksten verfolgte Religion.“
Heldt berief sich auf wissenschaftliche Studien und Dokumentationen internationaler Institute. Sie benannte zahlreiche Gräueltaten von den Attentaten am Weihnachtsfest 2011 in Nigeria über Kirchenattacken und -zerstörungen zu zahllosen Morden, Hassausbrüchen und Unterdrückungen gegenüber Christinnen und Christen in muslimisch geprägten Ländern. Christenverfolgung sei ein Phänomen quer durch alle Ethnien, chronisch und systematisch. Von hoher Bedeutung sei, dass die Menschen in den westlichen Industriestaaten den „Schleier des Schweigens“ aus ideologischen Metaphern wie dem sog. „arabischen Frühling“ und Beschwichtigungen, dass Gräueltaten gegen Christen „nur“ als sinnlose Einzeltaten zu werten seien, durchbrechen. Heldt plädierte dafür, Christenverfolgung offen zu thematisieren, ihre Ursache im prinzipiell andersartigen Ethikverständnis des Islam zu benennen, unabhängige wissenschaftliche Institute, humanitäre Aktionen und Flüchtlingshilfe für verfolgte Christen zu unterstützen.
In der Aussprache zum Vortrag markierte Heldt: Trotz erfreulicher positiver Beziehungen zwischen Christentum und Islam, sei wichtig deutlich zu machen, in welch größerem Ausmaß die Zahlen islamischer Gewalt gegen Christen eine andere Sprache sprächen.
Prof. Dr. Heldt ist assoziiertes Mitglied des Instituts für Evangelische Aszetik an der Augustana-Hochschule. Dessen Vorsitzender Prof. Raschzok schloss den Abend, indem er ein Votum junger verfolgter Christen aus Heldts Vortrag wiederholte: „Wenn die Christen im Westen wenigstens für uns beten würden!“
Dr. Konstanze Kemnitzer
22.12.2011: Abschluss der Adventszeit auf dem Campus
Auch in diesem Jahr traf sich die Hochschulgemeinde als gemeinsamen Abschluss der Adventszeit auf dem Campus zu einem Weihnachts-Abendmahl am 22. Dezember in der Hochschulkapelle. Angelehnt an den englischen " Carol Service" führten die prophetischen Lesungen und Lieder hin zur Ankündigung der Geburt des Messias, die der Engel Maria überbringt. Studierendenpfarrerin Susanne Munzert warb in ihrer Ansprache dafür, sich wie Maria offen für das Unerwartete im Leben zu zeigen und Vertrauen zu haben, dass "
das, was anders kommt in meinem Leben als ich dachte, auch ein Weg für mich sein könnte".
Musikalisch wurde der Gottesdienst von den "Augustana-Spatzen" und dem Posaunenchor festlich gestaltet.
Anschließend traf man sich noch bei Plätzchen und Glühwein im Wilhelm-von-Pechmann-Haus. Auch hier erfreute der Posaunenchor seine Zuhörer und Zuhörerinnen noch einmal mit einem weihnachtlichen Standkonzert.
20.12.2012: Herrnhuter Adventssingen
Am 20.12.2011 wurde traditionell eine Herrnhuter Adventsstunde um 19:00 Uhr zusammen mit dem Posaunenchor der Hochschule unter der Leitung Herrn Dr. Neumanns, Stud. theol. Raphael Häfeles als Organisten und einigen Chormitgliedern unter der Leitung Herrn Reys gestaltet. Gerne nahmen die Studierenden die Einladung in die Hochschulkapelle an.
Der Herrnhuter Advent ist eine Andacht, bei der das gemeinsame Musizieren besonders hoch geschätzt wird. Dabei sangen die Studierenden unter Orgel- und Blasmusik eifrig Weihnachtslieder des Gesangbuches. Diese „singende“ Art der Meditation ist bei den Herrnhuter seit jeher wichtiger Bestandteil ihrer Spiritualität - dabei durfte der berühmte Herrnhuter Papierstern als Altardekoration natürlich auch nicht fehlen!
Nachdem eine ganze Reihe von Liedern gesungen worden waren, wurden die Losungen des Tages zum Nachdenken verlesen. Weitere kleine Lieder folgten, dann wurde der Herrnhuter Advent mit einem Vaterunser und verabschiedenden und dankenden Worten des Herrn Rey abgeschlossen. Insgesamt wurde die Teilnahmemöglichkeit am gemeinsamen Singen positiv aufgenommen und wir dürfen hoffen, dass auch nächstes Jahr sich wieder viele Studierende und Interessenten zum Herrnhuter Advent versammeln werden.
Gregor Badeda
15.12.2011: Weihnachtsfeier der Mitarbeitenden
Mit einer Adventsandacht mit Pfarrerin Munzert in der Hochschul-Kapelle begannen auch in diesem Jahr die Mitarbeitenden ihre Weihnachtsfeier, die dann in einem Lokal bei gutem Essen und angeregten Gesprächen fortgesetzt wurde. Daneben boten der Posaunen-Chor der Hochschule, Dr. Fischer und Rektor Professor Dr. Buntfuß einige kulturell-humorvolle und musikalische Beiträge dar. Letzterer nutze auch die Gelegenheit, einigen Mitarbeitenden für ihre langjährige und treue Tätigkeit an der Augustana-Hochschule zu danken:
- Frau Eva-Susanne Graffmann (Bibliothek) und Frau Brigitte Gaimann (Küche): 10 Jahre
- Frau Karin Probst (Küche): 20 Jahre
- Frau Andrea Siebert (Lehrstuhlsekretariat) und Frau Lydia Rauscher (Lehrstuhlsekretariat): 25 Jahre
- Frau Erika Scherzer (Hauswirtschaft): 30 Jahre
13.12.2011: Aszetik-Institut: Kontakte zur Südböhmischen Universität Budweis
Dozent Mag. Dr. Jaroslav Vokoun, der Direktor des Zentrums für Ökumenische Studien (Edmund-Schlink-Institut) der Südböhmischen Universität Böhmisch-Budweis, war am 13. Dezember 2011 als Referent zu Gast im Seminar „Das Gebet: Theologie – Formen – Praxis“ des Instituts für evangelische Aszetik an der Augustana-Hochschule. Der tschechische Theologe gestaltete eine Seminararbeit über das Thema des „Heilsgeschichtlichen Betens“ und analysierte mit den Studierenden die Kollektengebete der vier Adventssonntage aus der Lutherischen Agende Band I von 1957. Zugleich führte er anhand der Gestaltung der klassischen Kollektengebete in die grundlegenden Theorieannahmen des Heidelberger Systematikers Edmund Schlink (1903-1984) zum Gebet in dessen „Ökumenischer Dogmatik“ von 1983 ein. In den anschließenden Gesprächen mit Pfarrer Dr. Gerhard Knodt, dem wissenschaftlichen Geschäftsführer und Professor Dr. Klaus Raschzok, dem Direktor des Neuendettelsauer Instituts für evangelische Aszetik, wurde eine weitere enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Forschungseinrichtungen vereinbart. Schwerpunkt der Forschungstätigkeit von Jaroslav Vokoun, der zur Zeit in Erlangen ein Forschungssemester absolviert, sind Fragen der Transformation christlicher Traditionen in modernen Gesellschaften, insbesondere in Nordamerika.
13.11.2011: Advent im Mutterhaus der Diakonie
Gerne ließen sich die Studierenden auch in diesem Jahr wieder von Schwester Oberin Erna Biewald und ihren Diakonissen zu einem gemütlichen Beisammensein bei Plätzchen und Glühwein ins Mutterhaus einladen. Nach der Komplet traf sich Jung und Alt im adventlich geschmückten Speisesaal und genoss die Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre näher kennenzulernen. Dabei erfuhren die Studierenden so manches aus dem reichen Schatz eines langen Diakonissenlebens - oft genug Anlass zu fröhlichem Gelächter an den Tischen. Studierendenpfarrerin Munzert bedankte sich bei der Diakonissengemeinschaft für die große Gastfreundschaft: "Wir kommen immer gerne - auch im nächsten Jahr wieder".
Der Abend schloss besinnlich mit einem "Wunschkonzert der Adventslieder" des Posaunenchors der Augustana-Hochschule , in das die Diakonissen und
Studierenden gerne mit einstimmten.
07.12.2011: "Drauß´ vom Walde, da komm ich her..."
Auch in diesem Jahr ließ es sich der Nikolaus nicht nehmen und stattete der Augustana-Hochschule einen Besuch ab. Erwartungsfroh trafen sich die Studierenden und Dozierenden in der adventlich geschmückten Mensa zum traditionellen Abendessen mit Bratwürstchen und Kartoffelsalat. Gerne sang man mit Unterstützung des Posaunenchors auch schon das ein oder andere Adventslied, um sich die Wartezeit zu verkürzen, bis der vielbeschäftigte Gast eintraf. Dieser freute sich dann ganz besonders, dass ihm einige Kinder Gedichte aufsagten oder Nikolauslieder auf dem Klavier vorspielten. Leider musste der Heilige Mann in seiner Ansprache dann doch über das ein oder andere Vorkommnis auf dem Campus im vergangenen Jahr den Kopf schütteln. Dennoch ließ er die Rute im Sack und beschenkte die anwesenden Kinder. Zum Schluss versprach er zur Freude aller, im nächsten Jahr wieder zu kommen.
02.-04.12.2011: Augustana-Tag 2011
Das zweite Adventswochenende ist traditionell für die Augustana-Hochschule ein besonderes Datum.
Sie feiert dann ihren Gründungstag am 10 Dezember 1947.
Das Festprogramm begann am Freitag, 2. Dezember, um
14.00 Uhr mit der Mitgliederversammlung des "Förderkreises der Freundinnen und Freunde der Augustana-Hochschule". Auch diesmal konnte der Förderkreis wieder Aktivitäten der Studierendenschaft der Augustana-Hochschule, speziell im Bereich des Hochschulsports und einer Studienreise nach Israel, finanziell unterstützen. Herzlichen Dank!
Weitere Informationen zum Förderkreis finden Sie hier.
Anschließend hatte die Augustana-Stiftung zu einem gemütlichen Kaffeetrinken in die Mensa eingeladen. Besonders freute sich die Stiftungsvorsitzende Frau Professorin Dr. Schneider-Ludorff, dass auch etliche der "Goldenen Immatrikulierten" der Einladung gefolgt waren. Diese hatten vor 50 Jahren ihr Studium an der Augustana-Hochschule begonnen und frischten nun gerne mit ehemaligen Studienkollegen und heutigen Studierenden ihre Erinnerungen an ihre alma mater auf.
Akademischer Höhepunkt des diesjährigen „Augustana-Tages“ war dann am Freitagabend der Festvortrag und gleichzeitige Antrittsvorlesung von Professor Dr. Christian Strecker: „Ritual oder Übung? Ereignis oder Wiederholung? Gedanken zur frühchristlichen Lebenskunst im Corpus Paulinum“.
Seit einigen Jahren boomt auch im christlichen Bereich der Buchmarkt mit Ratgebern zu einer „christlichen Lebenskunst“. Gibt uns, so die Frage des Neutestamentlers Strecker, der Apostel Paulus mit seiner Theologie eine Anleitung und Einübung in ein „gelingendes Leben“ an die Hand?
Paulus gehe davon aus, dass Christen und Christinnen keine Übungen mehr brauchen, um ihre falschen Leidenschaften und Begierden zu beherrschen: „Nicht: Du musst dein Leben ändern. Sondern: Du bist schon verändert. Du bist getauft!“ Durch Christus habe sich schon alles verändert, sei ein neues Zeitalter eingeläutet. Dabei stehe nicht das „Glück“ des Einzelnen, sondern die „Rettung“ im Zentrum des Neuen Testamentes: „Wohlergehen zu erlangen, ist das Ansinnen von Oberschichtsmenschen. Menschen, die leiden, die unterdrückt sind, die in den unteren Schichten des gesellschaftlichen Gebäudes täglich um das Durchkommen kämpfen, sehnen sich nach >Rettung<, nach Erlösung.“
Professor Dr. Christian Strecker hat seit dem Wintersemester 2010/11 den Lehrstuhl für Neues Testament in Neuendettelsau inne. Er studierte evangelische Theologie in Neuendettelsau, Hamburg, Heidelberg und Tübingen und war von 1992 bis 2004 als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Neues Testament an der Augustana-Hochschule tätig. Anschließend nahm er Lehrstuhlvertretungen an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wahr.
Viel Beifall bekamen ebenfalls Chor und Orchester unter Leitung von Hansjörg Rey, Raphael Häfele (Klavier), Andrea Mewes (Klarinette) und Oleg Galperin (Cello), die mit ihren musikalischen Beiträgen das Publikum begeisterten.
"Spieglein, Spielglein an der Wand..." - Märchenhaft festlich wurde es am
Samstagabend , als die Studierendenschaft der Augustana-Hochschule zum
"Augustana-Ball" einlud. Der große Hörsaal im Wilhelm-von-Pechmann-Haus
verwandelte sich in einen märchenhaften Ballsaal mit Schlossgarten, im
Schlaraffenland wurde ein reichhaltiges Buffet vorgezaubert, im
Getränkeausschank "Zum Froschbrunnen" wurden Erfrischungen gereicht und
zu späterer Stunde gab es Zaubertränke aus der Cocktailbar im
Märchenwald. Auf dem Programm standen abwechslungsreiche musikalische
Darbietungen, es wurden Tänze angeleitet und es gab viele Möglichkeiten,
das Tanzbein zu schwingen. Gut gelaunt und in festlicher Atmosphäre
tanzten und amüsierten sich die zahlreichen Gäste bis in die frühen
Morgenstunden .
Am Sonntag traf sich die Hochschulgemeinde und ihre Gäste um 11.00 Uhr zu einem Festgottesdienst in der St.-Laurentius-Kirche.
Chor und Orchester (Leitung: Hansjörg Rey), Posaunenchor (Leitung: Dr. Klaus Neumann) und Orgel (Matthias Querbach) trugen in dem Abendmahlsgottesdienst musikalisch zum Gotteslob bei.
"Gerechtfertigt zu sein, das war einmal das Wichtigste" - Unter dieses Diktum von Martin Walser stellte Rektor Professor Dr. Buntfuß seine Predigt. Bezeichnenderweise suche und fände jener weder in der Arbeit, noch in der Kultur, noch in der Moral eine Möglichkeit zur Rechtfertigung, sondern in der Sprache des großen Theologen Karl Barth. Er öffne uns die Augen, "dass wir letztlich immer mit leeren Händen dastehen". Nichts habe der moderne Mensch, dessen Angst vor dem drohenden Gericht vom Himmel auf die Erde in Form der nächsten Benotung, Beurteilung und Evaluation gewandert ist, mehr nötig, als die Erfahrung bei Gott machen zu können, "dass ich anerkannt und angenommen bin - ohne mich rechtfertigen zu müssen, was ich nicht kann und ohne mir etwas vormachen zu müssen, was mir nichts hilft". Rechtfertigung werde damit von der Walser´schen Frage zur Lebensfrage.
Mit einem festlichen Mittagessen in der Mensa endete dann der Augustana-Tag 2011.
Ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeitenden, Studierenden und Dozierenden und an alle Gäste, die zu diesem gelungenen Festwochenende beigetragen haben!
29.11.2011: Fachvortrag zur Aktion "Brot für die Welt"
Dr. Konstanze Kemnitzer, wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Praktische Theologie, wird am 29. November in einem Fachvortrag ihre Forschungsergebnisse zur Aktion "Brot für die Welt" vorstellen. Professor Dr. Klaus Reder, Honorarprofessor im Fach Volkskunde / Europäische Ethnologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, wird zu diesem Anlass mit den Teilnehmenden seines Hauptseminars die Augustana-Hochschule besuchen. Professor Dr. Reder ist im Zuge seiner Forschung über sachvolkskundliche Zeugnisse des Spendensammelns auf die praktisch-theologische Arbeit von Dr. Kemnitzer aufmerksam geworden.
Fachvortrag und Gespräch finden am Dienstag,
29. November, von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr im Dorothee-Sölle-Haus statt. Studierende und Interessierte sind herzlich willkommen.
29.12.2011: Informationsabend der AG-Zirndorf
Am 29. November luden die Gleichstellungsreferentin des AStA, Andrea Mewes, und das Team der AG Zirndorf zu einem Informationsabend mit Erwin Bartsch ein.
Ervin Bartsch ist Gemeindepädagoge der St. Rochus-Gemeinde in Zirndorf und arbeitet intensiv mit den Flüchtlingen des Erstauffanglagers und koordiniert die Arbeit von Ehrenamtlichen. So unterstützt er auch die "AG Zirndorf", eine Gruppe von Studierenden der Augustana-Hochschule, die seit mehreren Semestern regelmäßig nach Zirndorf fährt und dort Nachmittage mit Spiel und Sport für die Kinder und Jugendlichen des Flüchtlingslagers organisiert.
„Was kommt auf einen Flüchtling zu, der nach seiner langen Reise Bayern erreicht hat?“
Sehr anschaulich und aus der Sicht der Flüchtlinge vermittelte Herr Bartsch den langen und oft mühseligen Prozess eines Asylverfahrens. Dublin II, Familientrennungen, Essensmarken, Taschengeld unter Hartz IV, zu wenig Betten, Arztbesuche, Deutschkurse, Erklärungen zu Asylanträgen, sowie Statistiken führten die Zuhörerinnen und Zuhörer weiter in die Welt der Flüchtlinge ein und regten zu Fragen und Diskussion an.
Für die etwa 20 Teilnehmenden ein informativer und gesprächsreicher Abend in ungezwungener Atmosphäre.
28.11.2011: Lesartbar - die etwas andere Vorlesung
Am 28. November 2011 fand „Lesartbar- die etwas andere Vorlesung“ statt. Auf dem gemütlichen Sesseln in der Bar nahmen verschiedene Starleser und -leserinnen mit sehr unterschiedlichen literarischen Werken Platz, um einer gespannten Zuhörerschaft vorzulesen. Professor Österreich versetzte das Publikum mit einer phantasievollen Geschichte aus einem gefundenen Manuskript in seinen Bann. Die Kurzgeschichte „Rosalie geht sterben“ aus Daniel Kehlmanns Roman „Ruhm. Ein Roman aus neuen Geschichten“, die einen interessanten Umgang mit dem Thema Sterben darstellte, wurde von Jérôme Andre vorgetragen. Dr. Fischer zeigte die Bedeutung des Fahrrads für den Menschen und seine Entwicklung durch den Vortrag mehrerer Passagen aus der „Kleinen Königin“ auf. Poetisch wurde es durch die Gedichte, die Thomas Kelting vortrug und die auf das Leben und Zusammenleben an der Augustana Hochschule bezogen wurden. Zur Einstimmung auf den Märchenball am folgenden Wochenende las Martina Bachmeier ein fabelhaftes irisches Märchen vor.
Für das leibliche Wohl wurde durch die bunten Kulturteller gesorgt. Der Abend wurde von Helmut Dietzfelbinger am Klavier musikalisch begleitet und es saßen auch noch lange nach den Lesebeiträgen viele Studierende gemütlich zusammen, um den künstlerischen Darbietungen am Klavier zu lauschen und sich zu unterhalten.
14.-17.11.2011: "Gier, Macht, Krieg"
Am Montag, 14. November, eröffnete die Gemeindereferentin des AStA, Anna Neuhäuser, in der Morgenandacht um 7.30 Uhr die Gebetstage im Wintersemester 2011/12. Sie hatte gemeinsam mit einem Team von Studierenden in der Hochschul-Kapelle für die kommenden Tage Impulse für Gebet und Meditation vorbereitet. Inspiriert vom Jahresthema der Friedensdekade ging es dabei um das Thema „Gier, Macht, Krieg“. Im Mittelpunkt stand das Nagelkreuz von Coventry mit seiner Versöhnungsbotschaft: "Vater, vergib". Am späten Dienstagabend trafen sich die Studierenden, um mit Lobpreis und Stundengebeten die Nacht zum Mittwoch gemeinsam zu verbringen. Am Buß- und Bettag feierte die Hochschulgemeinde am Mittag das Friedensgebet von Coventry. Am Abend lud Studierendenpfarrerin Susanne Munzert zu einem Beicht- und Abendmahlsgottesdienst ein.
Ihren Abschluss fanden die Gebetstage am Donnerstagabend mit einer meditativen Wanderung im Licht von Fackeln um die "Muna", die mit einer Abendmahlsfeier in der Kapelle endete.
14.11.2011: Info-Abend des Kultur- und Sozialreferats des AStA
Am 14. November 2011 fand in der Bar eine Infoveranstaltung zum Thema "Sucht" mit Frau Ingrid Straußberger von der Suchtberatungsstelle der Diakonie in Ansbach statt. In gemütlicher Runde erhielten die Studierenden zunächst eine allgemeine Einführung in das Thema und es wurde viel Raum für Fragen gelassen: Was ist Sucht? Wie erkenne ich eine Suchterkrankung? Welche Arten von Suchtverhalten gibt es? Wie geraten Menschen in Suchtverhalten? Welche Ursachen haben Süchte? Wie verhalte ich mich Suchtkranken gegenüber? Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
Vorausgehend wurde erklärt, dass es sich bei einer Sucht um eine Krankheit handelt, bei der Genussmittel, Drogen, Medikamente missbraucht werden oder ein zwanghaftes Verhalten oder unumgängliches Verlangen auftritt, um bestimmte Gefühle oder ein bestimmte Verhalten hervorzurufen. Suchtverhalten hat meistens mehrere Ursachen, wobei bestimmte Bedürfnisse der Menschen durch das Suchtverhalten befriedigt werden. Es wurden Möglichkeiten vermittelt, an Menschen mit Suchtverhalten heranzutreten und damit umzugehen. Wichtig war dabei, dass Suchtkranken nur geholfen werden kann, wenn sie ihre Probleme selbst erkannt haben und bereit sind, Hilfe anzunehmen. Es wurde auch klargestellt, dass die Verantwortung für das eigene Verhalten bei den Menschen selbst liegt, bei einer Gefährdung aber gehandelt werden muss. Ein Thema war auch die Frage nach der Co-Abhängigkeit. Das Suchtverhalten der Mitmenschen sollte nicht gefördert, gestützt oder gedeckt werden, sondern. auf die Menschen, ihre Probleme und Bedürfnisse eingegangen werden.
Als zukünftige Pfarrer/innen wird auch der Umgang mit Suchtkrankheiten eine Rolle spielen. Als Ansprechpartner*innen für Hilfesuchende sollte daher eine Auseinandersetzung mit dem Thema stattgefunden haben, so dass hilfesuchende Suchtkranke oder ihre Angehörigen an die entsprechenden Stellen wie Diakonie und andere Einrichtungen verwiesen und weitergeleitet werden können.
Patricia Sorgenfrei und Lisa Gerhäußer
08.11.2011: Beginn des Wintersemesters 2011/12
"Gemeinsam widmen wir uns dem schönsten Studium der Welt und freuen uns auf ein Semester voller Gespräche und Diskussionen, mit stillen Stunden der Lektüre und der gedanklichen Vertiefung in den reichhaltigen Schatz der christlichen Überlieferung und ihrer lebendigen Kraft bis heute." Mit diesen Worten eröffnete Rektor Prof. Dr. Buntfuß das Wintersemester 2011/12 an der Augustana-Hochschule. Sein besonderer Willkommensgruß galt neben Dr. Zeiß-Horbach und Dr. Töllner (s.u.) und Prof. Choi, Seoul, auch den 27 Studierenden, die an der Augustana-Hochschule in diesem Semester ihr Theologiestudium beginnen.
Der Gemeinschaft als Grundidee der Augustana-Hochschule ist das Semestermotto des AStA geschuldet: "Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist" (1 Kor 12,4). Thomas Kelting, Vorsitzender des AStA,
hob in seiner Rede die einzigartigen Möglichkeiten für die Studierenden hervor, eigene Gaben in das Leben auf dem Campus einzubringen und den Campus so mitzugestalten.
Pfarrer Ulrich Bauer-Marks, Beauftragter für Hochschulförderung an der Augustana-Hochschule, stellte
einige Projekte vor, die die Hochschul-Stiftung für 2012 plant. Dazu gehört u.a. die Gründung eines Stiftungsfonds zur Förderung der musikalischen Aktivitäten an der Augustana-Hochschule.
Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von dem Klarinetten-Duo Prof. Dr. Markus Buntfuß und stud. theol. Andrea Mewes, die ihre Zuhörerinnen und Zuhörer mit Werken von
Bâton und Mozart begeisterten.
Studierendenpfarrerin Susanne Munzert stellte die Semestereröffnungsandacht unter die Worte aus Psalm 31: "Du, Gott, bist mein Fels und meine Burg ... du stellst meine Füße auf weiten Raum". Sie ermutigte die Hochschulgemeinde, die eigenen Grundbedürfnisse nach Verbindlichkeit und Freiheit, Nähe und Distanz, Konzentration und Weite nicht als Gegensätze zu stilisieren, sondern sie als lebendige Pole unseres Lebens wahrzunehmen.
07.11.2011: Bekannte Gesichter im AStA des Wintersemesters 2011/12
Trotz hoher zeitlicher Belastung ließen sich fünf der acht Mitglieder des letzten AStA so sehr von der AStA-Arbeit begeistern, dass sie sich einer Wiederwahl stellten.
Und so sieht der AStA des Wintersemesters 2011/12 aus:
vorne v.l.n.r.: Patricia Sorgenfrei (Kulturreferat), Matthias Kunsch (Hochschulreferat), Lisa Gerhäußer (Sozialreferat), Andrea Mewes (Gleichstellungsreferat),
hinten v.l.n.r.:
Anna Neuhäuser (Gemeindereferat), Tobias Wölfel (Politreferat), Andreas Gatz (Finanzreferat), Thomas Kelting (Seniorat).
31.10.2011: Auszeichnung für Habilitationsschrift von Dr. habil. Moritz Fischer
Mit
dem Henning-Schröer-Förderpreis für
verständliche Theologie wird Dr. habil.
Moritz Fischer ausgezeichnet. Der
bayerische Pfarrer und Mitarbeiter
von Mission EineWelt hat sich in seiner
Habilitationsschrift mit dem Phänomen
der Pfingstkirchen in Afrika,
Europa und Nordamerika beschäftigt.
Fischer arbeitet bei Mission EineWelt
als Studienleiter im Bereich Gemeinden
anderer Sprache und Herkunft
(GaSH) und hat einen im süddeutschen
Raum einzigartigen Fortbildungskurs
für Leiter von Migrationsgemeinden
ins Leben gerufen. Außerdem
ist der Missionstheologe als wissenschaftlicher
Assistent am Lehrstuhl
für interkulturelle Theologie an
der Augustana-Hochschule in Neuendettelsau
tätig. Die Habilitationsschrift
ist unter dem Titel „Pfingstbewegung
zwischen Fragilität und Empowerment“
erschienen. Die Preisverleihung