Nachrichten des Wintersemesters 2010/2011

24.02.2011:Semesterschluss Wintersemester 2010/11

Am Donnerstag, 24. Februar, endeten an der Augustana-Hochschule die Lehrveranstaltungen des Wintersemesters 2010/11.

In seiner Rede zum Semesterschluss rief Rektor Professor Dr. Buntfuß Dozierende und Studierende dazu aufPfarrerin Schenk, Profin. Dr. Schneider-Ludorff, Prof. Dr. Buntfuß, Augustana-Hochschule Neuendettelsau, das große Privileg der akademischen Freiheit mit einem hohen Maß an Selbstverpflichtung zu würdigen. Angesichts des gerade öffentlich vor Augen gestellten Missbrauchs der akademischen Freiheit zeige sich, wie wichtig es sei, akademische Freiheit mit wissenschaftlichen Ethos zu verbinden: "Es sind Menschen, die sich gerne mit akademischen Würden schmücken, ohne ein wissenschaftliches Ethos ausgebildet zu haben, die den Stand der Akademikerschaft in der öffentlichen Meinung diskreditieren und der Verachtung für die Gebildeten immer wieder neue Nahrung schaffen", unterstrich der Lehrstuhlinhaber für Systematische Theologie seinen Appell.

Mit Ende dieses Wintersemesters verlässt Pfarrerin Susanne Schenk die Augustana-Hochschule. Sie war Pfarrerin Susanne Schenk, Augustana-Hochschule Neuendettelsauseit 2006 wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Kirchen- und Dogmengeschichte und führte in Proseminaren, Übungen und Repetitorien zahlreiche Studierende in Methoden und Inhalte der Kirchen- und Dogmengeschichte ein. Pfarrerin Schenk machte dabei nie ein Geheimnis um ihre Begeisterung für den großen Theologen Anselm von Canterbury, der auch Thema ihrer demnächst abgeschlossenen Promotion sein wird. Die geborene Tübingerin wird ihre Lehr- und Forschungstätigkeit an der Universität in Tübingen am Lehrstuhl von Professor Dr. Leppin fortsetzen.
Professorin Dr. Schneider-Ludorff, Doktermutter von Pfarrerin Schenk und Lehrstuhlinhaberin für Kirchen- und Dogmengeschichte an der Augustana-Hochschule, würdigte denn auch die Klarheit und wissenschaftliche und pädagogische Kompetenz der zweifachen Mutter: "Die klare, strukturierte Art, die kirchengeschichtliche Kompetenz, die hervorragende Vorbereitung und dazu immer ansprechbar bei Sorgen und Nöten, immer zugewandt."

Niklas Schleicher, scheidender Senior des AStA des Wintersemesters 2010/11, stellte seine stud. theol. Niklas Schleicher, Augustana-Hochschule NeuendettelsauAbschiedsrede unter das Zitat der Hamburger Band "Tocotronic: "Wir haben gehalten in der langweiligsten Landschaft der Welt, wir haben uns unterhalten und festgestellt, dass es uns hier gefällt".
Kritisch ging der Vertrauensstudent mit einer leidigen Haltung unter Studierenden ins Gericht, wo "Sozialkontrolle" zum Urteilen aus scheinbar überlegener Position heraus über Kommilitonen und Kommilitoninnen werde. Dies lähme das Zusammenleben auf dem Campus und demotiviere alle, die sich für die Gemeinschaft engagieren wollten. Lernen ohne persönliches Engagement widerspreche jedoch fundamental dem Prinzip "Augustana". Dennoch: "Solange wir eine Idee davon haben, was es bedeutet, eine Lebens-Gemeinschaft zu bilden, ist die Augustana auch mit ihren nicht zu leugnenden Schwächen eine wirkliche Alternative zu den übrigen Theologischen Fakultäten in Deutschland."
Niklas Schleicher hat sich ohne Unterbrechung drei Semester als Finanzreferent (SS 09 bis SS 10 ) und zum Schluss im WS 10/11 als Senior im AStA der Augustana-Hochschule engagiert . Das dürfte in seiner Länge und persönlichem Einsatz einmalig in der Geschichte der Studierendenschaft der Augustana-Hochschule. So auch an an dieser Stelle ein herzliches "Dankeschön!".

Ein "Dankeschön!" gebührt auch Andrea Mewes (Klarinette), Christine Schabdach (Gitarre) und Johannes Krug (Klavier) für die musikalische Umrahmung des Festaktes.

Im anschließendem Abendmahlsgottesdienst in der St.-Laurentius-Kirche hielt Pfarrerin Schenk die Predigt.
Der Posaunenchor, die "Augustana-Spatzen" sowie Chor und Orchester der Hochschule sorgten wie immer für einen musikalisch reichen und bunten Gottesdienst zur Ehre Gottes. So brachten Chor und Orchester unter der Leitung von Hansjörg Rey Werke von Volker Wangenheim, Alfred Koerppen, Tomaso Albinoni sowie das hebräische Volkslied "Hava Nagila" und das "Abendlied" des romantischen Komponisten Josef Gabriel Rheinberger zu Gehör..

Wir wünschen allen eine gute und ertragreiche vorlesungsfreie Zeit!

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08.02.2011: Brasilianischer Abend

Am 8. Februar fand in der Augustana-Bar der "Brasilianische Abend" statt. Dieser wird traditionell von den brasilianischen Austauschstudierenden gemeinsam mit dem Partnerschaftsbeauftragen der Brasilianischer Abend Augustana-Hochschule NeuendettelsauStudierendenschaft einmal im Jahr organisiert. Katlin Dickel, Denise Süss und Michael Rummel freuten sich, neben vielen Studierenden der Augustana auch viele internationale Freunde von dem örtlichen Centrum Mission EineWelt begrüßen zu können. Nach einer sehr lebendigen Präsentation ihres Heimatlandes servierten die brasilianischen Studentinnen ihren Gästen brasilianische Speisen und Getränke. Angeregt wurde mit den brasilianischen Gästen über ihr Heimatland - und wen wundert´s - über Fußball diskutiert. Unter dem Klang brasilianischer Musik wurde bis spät in die Nacht getanzt und gefeiert.
Abende wie dieser bereichern durch ihre Internationalität die Augustana Hochschule ungemein. Ein besonderer Dank für diesen wunderschönen Abend gilt der Unterstützung durch die Augustana-Hochschule und das Centrum Mission EineWelt. Im Rahmen dieser Kooperation mit Mission EineWelt kann die Augustana-Hochschule jedes Jahr zwei brasilianische Kommiliton/innen begrüßen.

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05.02.2011: Die Faszination buddhistischer Spiritualität - Studientag an der Augustana-Hochschule

Der Buddhismus erfreut sich heute großer Popularität in Europa. Darin unterscheidet sich sein ImageBuddha beispielsweise gravierend von demjenigen des Islam. Wie aber ist es zu diesem positiven Bild des Buddhismus gekommen? Wo liegen die historischen Ursachen? Was macht die Faszination des Buddhismus für Europäer aus und warum ist der Buddhismus mit seiner Spiritualität gerade auch für Christen so populär? Ist der Buddhismus eine Alternative für das Christentum? Wie ist es um den »christlichen Zen« bestellt, den Willigis Jäger und andere lehren und praktizieren? Worin besteht der Unterschied zwischen dem europäischen Ideal des Buddhismus und dem real existierenden Buddhismus in Asien?
Diesen und ähnlichen Fragen ging der Studientag in Vorträgen und Diskussionen nach.
Der Studientag wurde vom Institut für evangelische Aszetik an der Augustana-Hochschule veranstaltet .

Der Referent, Privatdozent Dr. Martin Repp, ist ein ausgewiesener Kenner der Religionen Japans und insbesondere des japanischen Buddhismus sowie Pfarrer der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Nach seinem Studium der Theologie und der Religionsphilosophie in Marburg, Münster und Jerusalem sowie der Promotion im Fach Systematische Theologie habilitierte er sich an der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg im Fach Religionsgeschichte und Missionswissenschaft und lehrt seitdem dort als Privatdozent. Von 1988 bis 2009 war er in Kyoto/Japan zunächst als Stellvertretender Direktor des National Christian Council Center for the Study of Japanese Religion ökumenischer Mitarbeiter des Evangelischen Missionswerks in Südwestdeutschland und lehrte an verschiedenen privaten und staatlichen Universitäten in Japan. Von 2004 bis 2009 war er Professor für Vergleichende Religionswissenschaft (insbesondere Buddhismus und Christentum) an der buddhistischen Ryukoku Universität in Kyoto. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahr 2009 ist er Beauftragter der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau für den Dialog mit den asiatischen Religionen mit Sitz am Zentrum Ökumene der EKHN in Frankfurt/Main.

 

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01.02.2011: Ministerpräsident a.D. Dr. Beckstein zu Besuch an der Augustana-Hochschule

Ministerpräsident a.D. Beckstein und stud. theol. Simon Meyer

Am 01.Februar lud der Politikreferent des AStA, Simon Meyer, die Hochschule zu einem Politabend ein. Als Referent konnte Ministerpräsident a.D. Dr. Beckstein begrüßt werden, der zum Thema "Christ und Politiker" sprach. Dabei berichtete er u.a. von den Problemen,die die politische Entscheidungsfindung für einen christlichen Politiker mit sich bringen kann. Dem Vortrag schloss sich eine angeregte Diskussion mit den Studierenden an.
Ministerpräsident a.D. Dr. Beckstein ist als Vertreter des öffentlichen Lebens Mitglied des Kuratoriums der Augustana-Hochschule.

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25.01.2011: Altkatholisch - Was ist das?

Dieser Frage ging der Abend des AStA-Gemeindereferats am Dienstag, 25. Januar, nach.
stud. theol. Markus Müsebeck und Pfr. Niki Schönberg, NürnbergAls kompetenter Gesprächspartner konnte der Pfarrer der altkatholischen Gemeinde in Nürnberg, Niki Schönherr, gewonnen werden. In einem kurzweiligen, informativen Vortrag nahm er die Studierenden hinein in Grundansichten altkatholischer Theologie, erklärte die historischen Anfänge und gab einen Einblick in Spiritualität und Gemeindearbeit in den Gemeinden des altkatholischen Bistums in Deutschland.
Pfarrer Schönherr engagiert sich seit Jahren in ökumenischen Arbeitskreisen, u.a. in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) und erwies sich an diesem Abend auch als Kenner der lutherischen Theologie. So hatten die Studierenden Gelegenheit, einmal über den eigenen Tellerrand zu schauen und eine Konfession kennen zu lernen, mit denen die evangelische Kirche seit 1985 Abendmahlsgastfreundschaft hat. So sucht seit 2010 eine gemeinsame Kommission der Altkatholischen Kirche in Deutschland (AKD) und der VELKD Wege zu einer sichtbaren Kirchengemeinschaft  ein hoffnungsvolles Zeichen für die Ökumene.
Der Abend endete mit einer gemeinsam gefeierten Komplet in der Kapelle.

 

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23.01.2011: Predigtreihe im Wintersemester 2010/11

Taufstein"Tau(f)frisch zur Freiheit berufen!" lautet das Thema der Predigtreihe, die die Augustana-Hochschule im Rahmen ihrer Hochschul- Gottesdienste auch in diesem Wintersemester wieder veranstaltet. Die Reihe bezieht sich damit thematisch auf das aktuelle Jahresthema 2011 der Lutherdekade.

  • 23. Januar 2011: "Taufe: Neues Leben?!" (Pfr. Dr. Stefan Seiler) Predigt PDF-Dokument
  • 30. Janaur 2011: "Taufe: Geistesgegenwärtig?!" (Prof. Dr. Dieter Becker) Predigt PDF-Dokument
  • 06. Fabruar 2011: "Taufe: Bedingungslos?!" (Pfrin. Susanne Schenk) Predigt PDF-Dokument
  • 13. Februar 2011: "Taufe: Erinnert!" (Pfrin. Susanne Munzert) Predigt PDF-Dokument

Die Gottesdienste beginnen jeweils um 11.00 Uhr in der St.-Laurentius-Kirche.
Parallel dazu wird eine Kinderbetreuung angeboten.

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15.01.2011: Keine Gefahr für das evangelische Pfarrhaus

Prof. Dr. Helmut Utzschneider, Lehrstuhlinhaber für Altes Testament und Mitglied der bayerischen Landessynode, äußert sich in einem Interview mit der Fränkischen Landeszeitung über den Beschluss der Landessynode, homosexuelle Paare im evangelischen Pfarrhaus zuzulassen.

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12.01.2011: Dr. Klaus Wild wird Leiter des Praktikumsamtes des Campus Nürnberg der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Dr. Klaus WildDr. phil. Klaus Wild, langjähriger Lehrbeauftragter der Augustana-Hochschule für Religionspädagogik, übernahm zum 1. Januar 2011 die Leitung des Praktikumsamtes und des Amtes für Auslandsbeziehungen am Campus Nürnberg der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Die Aufgaben des Geschäftsführers des Instituts für Schulentwicklung und Evaluation wird er weiterhin ehrenamtlich wahrnehmen.
Seinen Lehrauftrag an der Augustana-Hochschule nimmt im Wintersemester 2010/2011 Studiendirektorin Vera Utzschneider, die stellvertretende Leiterin der Gymnasialpädagogischen Materialstelle der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern in Erlangen und Gymnasiallehrerin für die Fächer Evangelische Religionslehre und Sport am Theresien-Gymnasium Ansbach, wahr.

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12.01.2011: Vortrag Diakoniewissenschaftliche Sozietät

Am Mittwoch, 12. Januar setzte die Diakoniewissenschaftliche Sozietät ihre Vortragsreihe "Spiritualität im Sozial- und Gesundheitswesen" fort. Oberkirchenrätin Cornelia Coenen-Marx und Prof. Dr. h. c. Hermann Schoenauer sprachen zum Thema "Spiritualität als Aufgabe diakonischer Bildung".

Oberkirchenrätin Cornelia Coenen-Marx war über mehrere Jahre Theologischer Vorstand der Kaiserswerther Diakonie und Vorsteherin der dortigen Schwesternschaft. Seit Januar 2007 ist sie Referentin für Sozial- und Gesellschaftspolitik sowie für "Verbindung Kirche und Diakonie" im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Prof. Hermann Schoenauer ist Theologe und seit 1990 Vorstandsvorsitzender der Diakonie Neuendettelsau.

Coenen-Marx stellte in ihrem Vortrag fest, dass Spiritualität momentan in vielen diakonischen Einrichtungen ein herausragendes Thema sei. Spiritualität werde als Ressource für die Mitarbeitenden entdeckt. Tatsächlich würden Studien darauf hinweisen, dass zwischen Glaube und Gesundheit ein Zusammenhang bestehe. Auch könnten zum Beispiel gläubige Mitarbeitende in der Pflege leichter mit kritischen und belastenden Situationen umgehen. Coenen-Marx plädierte deshalb dafür, "religiöse Kraftquellen" auch in der Ausbildung neu zu entdecken. Dies könne aber nur freiwillig und "in Freiheit" geschehen. Spiritualität könne nicht verordnet werden.
OKR Coenen-Marx und Prof. Dr. h.c. Schoenauer an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau Leider schaue die religiöse Ausbildung in vielen Bereichen der Diakonie immer noch im Wesentlichen auf die "kognitiven Fähigkeiten"; es sei aber wichtig, den ganzen Menschen mit all seinen Erfahrungen, mit den ganzen "Bereichen des persönlich Gelebten" ins Blickfeld zu nehmen. "Geistliches Leben betrifft nicht nur eine Dimension unseres Lebens, sondern es sind alle Sinne beteiligt", sagte die Oberkirchenrätin der EKD. Für Spiritualität müsse auch Zeit sein. Aufgrund des häufigen Kostendrucks gerade in Pflegeeinrichtungen sei das aber häufig ein Problem. "Der Kern des diakonischen Dienstes ist Aufmerksamkeit, einfühlsame Präsenz, Anteilnahme und Wertschätzung", so Coenen-Marx. Diakonie müsse als "Geschenk von Zeit und Einfühlungsvermögen für andere" erlebbar bleiben. Auch in der Ausbildung von Mitarbeitenden müsse dies Berücksichtigung finden.

Ein praktisches Beispiel für diakonische Bildung und Spiritualität stellte Prof. Hermann Schoenauer vor. In der Diakonie Neuendettelsau werden seit 1999 Mitarbeitende mit dem Amt der Diakonie, dem Diakonat beauftragt. In zwölf Ausbildungsgängen seien mittlerweile rund 200 Mitarbeitende "für ihren diakonischen Dienst in besonderer Weise" qualifiziert worden. "Spiritualität ist eine wichtige Dimension unserer diakonischen Arbeit. Sie lässt sich nicht verordnen, sondern nur leben. Dafür Freiräume und Unterstützungsmöglichkeiten zu schaffen, ist allerdings Aufgabe des Dienstgebers. Die Beauftragung mit dem kirchlichen Amt der Diakonie ist eine Möglichkeit, sich dieser Aufgabe zu stellen", sagte Schoenauer. Das anfangs von der Evangelischen Kirche in Bayern skeptisch betrachtete "Neuendettelsauer Diakonats-Modell" sei mittlerweile vielfach anerkannt und werde auch von anderen diakonischen Trägern übernommen. An Oberkirchenrätin Coenen-Marx  appellierte der Leiter der Diakonie Neuendettelsau, sich im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland für eine einheitliche Form des Diakonats einzusetzen.

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06.01.2011: Die Augustana-Hochschule trauert um ihre ehemalige Hauswirtschaftsleiterin

Gerda GeißelbrechtAm Donnerstag, 6. Januar 2011 verstarb Frau Gerda Geißelbrecht im Alter von 57 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit.

Frau Geißelbrecht kam 1983 als Hauswirtschafterin an die Augustana-Hochschule und übernahm 1987 die Leitung der Hauswirtschaft auf dem Campus, die sie bis zu ihrem Ruhestand 2007 inne hatte.

Frau Geißelbrecht sorgte in all den Jahren mit großem Engagement und viel Einsatz für die hauswirtschaftlichen Belange des Campus und war so vor allem den Studierenden eine echte "Hausmutter", die ihnen neben den geistigen Anforderungen des Studiums auch die hauswirtschaftlichen Anforderungen des Alltags nahe zu bringen versuchte. Dafür bleibt sie vielen Generationen von Studierenden in guter und dankbarer Erinnerung.

Die Augustana-Hochschule ist in Gedanken bei der Familie und den Freunden von Frau Geißelbrecht. Möge Gottes Liebe ein Licht in ihrer Trauer sein.

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16.12.2010: Die Augustana-Hochschule trauert um ihren ehemaligen Bibliotheksleiter

Dr. Krämer

Am Donnerstag, 16. Dezember, verstarb unerwartet Oberbibliotheksrat Dr. theol. Wolfgang-Friedrich Krämer im Alter von 75 Jahren.


Dr. Kr ämer war von 1969 bis 1998 Leiter der Bibliothek unserer Hochschule und darüber hinaus bis zu seinem Tod als Lehrbeauftragter für Aramäisch und Rabbinica tätig.

Seine herausragenden Kenntnisse in alten Sprachen (Aramäisch, Syrisch, Sanskrit), rabbinischen Texten, monastischer Spiritualität und orthodoxem Christentum hat er im Laufe der Jahre an eine große Zahl von Studierenden weiter gegeben und dadurch dem Lehrangebot außergewöhnliche und unersetzliche Facetten verliehen.

Die Augustana-Hochschule verliert in Dr. Krämer einen engagagierten, der Hochschule und insbesondere ihren Studierenden bis heute sehr verbundenen Mitarbeiter, der mit seiner Persönlichkeit den Campus über viele Jahre hin mit prägte.

Unser ganzes Mitgefühl gilt der Familie und den Freunden von Dr. Krämer. Gott stehe ihnen in ihrer Trauer bei und schenke ihnen seinen Trost.

Lesen Sie hier einen Nachruf ...

 

 

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16.12.2010: Weihnachtsabendmahl

In weihnachtlicher Kulisse, tief verschneit und bei Frosttemperaturen traf sich am Donnerstag, 16.Weihnachtsabendmahl Augustana-Hochschule Neuendettelsau Dezember, die Hochschulgemeinde zur letzten Abendmahlsfeier auf dem Campus in diesem Jahr. Das "Weihnachtsabendmahl" wird an der Augustana traditionell mit einem adventlich-besinnlichen Gottesdienst und einem anschließendem gemütlichen Beisammensein bei Plätzchen und Glühwein gefeiert.
So sind auch in diesem Jahr wieder viele Studierende, Dozierende und Mitarbeitende der Einladung von Studierendenpfarrerin Susanne Munzert gefolgt und wurden schon vor dem Gottesdienst vor der Kapelle von den Kl ängen des Posaunenchors begrüßt.
Nach dem Gottesdienst waren alle f ür die wärmenden Getränke und das Lagerfeuer dankbar und nahmen die Schneeflocken als ein Geschenk des Himmels.
"I´m dreaming of a white Christmas ..."

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15.12.2010: Beginn der Vortragsreihe der Diakonie-wissenschaftlichen Sozietät

Die Diakoniewissenschaftliche Sozietät veranstaltet in diesem Semester eine öffentliche Vortragsreihe zum Thema "Spiritualität im Sozial- und Gesundheitswesen"
Es geht dabei um M öglichkeiten und Gestaltungen geistlicher Begleitung und geistlichen Lebens in verschiedenen Erfahrungsräumen des Sozial- und Gesundheitswesens. Die Erwartungen spiritueller Begleitung zum Beispiel in Krankenhäusern richten sich nicht nur an Pfarrer und Pfarrerinnen. Deshalb muss der Spiritualität auch in der Ausbildung zu pflegerischen Berufen hohe Bedeutung zukommen. In diesem Zusammenhang wird auch das Modell des Diakonats der Diakonie Neuendettelsau thematisiert werden. Ebenso werden die besonderen Anforderungen an eine spirituelle Begleitung im Grenzbereich menschlichen Lebens (in der Pflege und Begleitung unheilbar Kranker und Sterbender) zur Sprache kommen.

  • 15. Dezember 2010: Dr. Michael Utsch (Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Berlin): "Spiritualität im Gesundheitswesen"
  • 12. Januar 2011: Oberkirchenrätin Cornelia Coenen-Marx (EKD Hannover) und Rektor Prof. Dr. h. c. Hermann Schoenauer (Diakonie Neuendettelsau) : "Spiritualität als Aufgabe Diakonischer Bildung"
  • 9. Februar 2011: Prof. Dr. Klaus Raschzok und Prof. Dr. Wolfgang Stegemann (Augustana-Hochschule Neuendettelsau): "Spiritualität aus biblisch-exegetischer und praktisch-theologischer Sicht"

Die Vorträge beginnen jeweils um 19.30 Uhr im Hörsaal IV des Wilhelm-von-Pechmann-Hauses der Augustana-Hochschule in Neuendettelsau.

Die Diakoniewissenschaftliche Sozietät ist eine Kooperation zwischen den Lehrstühlen Altes Testament, Neues Testament und Praktische Theologie der Augustana-Hochschule Neuendettelsau und der Diakonie Neuendettelsau.

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09.12.2010: Weihnachtsfeier der Mitarbeitenden

Nach einer Adventsandacht in der Augustana-Kapelle, die Studierendenpfarrerin Munzert hielt, trafen sich die Mitarbeitenden wieder beim "Keim" zu einer Weihnachtsfeier.
Mitarbeitendenweihnachtsfeier Augustana-Hochschule NeuendettelsauDie Vorsitzende der MAV, Frau Andrea Siebert, und Rektor Professor Buntfuß begrüßten die Anwesenden und dankten ihnen für ihren großen Einsatz für die Augustana-Hochschule im vergangenen Jahr. Rektor Buntfuß ehrte und dankte außerdem einer Reihe von langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: Frau Brigitte Mader (Sekretariat) für 10 Jahre, Frau Anita Bogenreuther-Roth, Frau Waltraud Dommel (beide Hauswirtschaft) und Frau Martha Weglöhner (Küche) für 15 Jahre, Herrn Hans Maurer für 20 Jahre und Herrn Armin Stephan und Herrn Thomas Riesch für 25 Jahre treue und engagierte Dienste an der Augustana-Hochschule.
Zum einem heiter-besinnlichen Abschluss brachte den Abend Professor Buntfu ß mit humorvollen Weihnachtsgeschichten aus seiner oberbayrischen Heimat, sowie der Posaunenchor mit einem adventlichen Strauß von Advents- und Weihnachtsliedern.

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08.12.2010: "Lasst uns froh und munter sein..."

Auch in diesem Jahr ließ es sich der Nikolaus nicht nehmen, der Augustana-Hochschule einen Besuch N ikolaus Augustana-Hochschule Neuendettelsauabzustatten.
K üche und Hauswirtschaft unternahmen schon im voraus große Anstrengungen, um Bischof Nikolaus mit gutem und reichhaltigem Essen, leckeren Plätzchentellern und einer adventlich geschmückten Mensa gnädig zu stimmen. Der Mann aus Myra war dann auch tief beeindruckt und sprach den Damen ein großes Lob und ein herzliches Dankeschön aus.
Aber auch ansonsten zeigte sich Nikolaus zufrieden: Kinder sagten Gedichte auf und sangen ihm Lieder. Auch die Erwachsenen stellten ihre Sangeslust und -kunst geb ührend unter Beweis. Begleitet wurden sie dabei vom Posaunenchor der Hochschule sowie Raphael Häfele, Johannes Krug und Christine Schabdach am Klavier.
Nikolaus zog in seinem mitgebrachten Gedicht Bilanz über das vergangene Jahr und wies extra darauf hin, dass die Rute diesmal zu Hause geblieben sei - aber das könne sich "bei Bedarf" im nächsten Jahr jederzeit ändern!
Und dann musste Nikolaus auch schon wieder
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07.12.2010: Adventslieder, Plätzchen und gute Gespräche

Am Dienstagabend, 7. Dezember, genossen die Studierenden der Augustana-Hochschule wieder die adventliche Gastfreundschaft der Diakonissen. Bei Plätzchen und Punsch traf sich Jung und Alt nach der Adventsbesuch der Studierenden der Augustana-Hochschule bei den Diakonissen NeuendettelsauKomplet im Mutterhaus. Vor allem die Studierenden nutzten die Gelegenheit, mehr aus der Lebenswelt von Diakonissen zu erfahren und auch deren persönliche Lebenswege kennen zu lernen. Oberin Schwester Erna Biewald sprach offen die Nachwuchsprobleme der Diakonissengemeinschaft an. Dennoch habe sie eine Vision für die Diakonissengemeinschaft: "Exemplarisch Gemeinschaft leben in einer versingelten Welt und in Gemeinschaft Spiritualität leben".
Der Posaunenchor der Augustana-Hochschule stellte sein K önnen und seine Begeisterung für die Musik wieder einmal eindrücklich unter Beweis und lud zum Abschluss des Abends zu einem gemeinsamen adventlichen Adventsliedersingen ein.

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05.12.2010: Lehrstuhl für Neues Testament wieder besetzt

Seit 1. Dezember 2010 hat die Augustana-Hochschule einen neuen Lehrstuhlinhaber für Neues Testament: Professor Dr. Christian Strecker wurde als Nachfolger von Professor Dr. Wolfgang Stegemann berufen und am Sonntag, 5. Dezember 2010, von Oberkirchenrat Helmut Völkel in einem Festgottesdienst in sein Amt eingeführt.
Nach seinem Studium der Theologie in Neuendettelsau, Hamburg, Heidelberg und T übingen legtePtofessor Dr. Christian Strecker, Neuendettelsau Christian Strecker 1987 sein Erstes theologisches Examen ab. Nach seinem Vikariat in Feldkirchen bei München und dem Pfarrdienst in Schwandorf und Schwarzenfeld/Oberpfalz kam Professor Strecker 1992 als Assistent am Lehrstuhl für Neues Testament an die Augustana-Hochschule. 1996 promovierte er zum Dr. theol. mit einer Arbeit über die paulinische Theologie: "Die liminale Theologie des Paulus. Zugänge zur paulinischen Theologie aus kulturanthropologischer Perspektive". 2002/03 folgte die Habilitation mit der Arbeit "Performative Welten. Theoretische und analytische Erwägungen zur Bedeutung von Performanzen am Beispiel der Jesusforschung und der Exorzismen Jesu". Nach der Beendigung seiner Assistentur 2004 hatte er Lehrstuhlvertretungen an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Augustana-Hochschule Neuendettelsau inne.
Prof. Strecker hat seinen Forschungsschwerpunkt in der kulturwissenschaftlichen Erforschung des Neuen Testaments, die - ebenso wie die sozialgeschichtliche Exegese - neue und aufschlussreiche Perspektiven auf die biblischen Schriften und das darin zum Ausdruck kommende Wirklichkeitsverst ändnis eröffnet.

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04.12.2010: Professor Dr. Wolfgang Stegemann in den Ruhestand verabschiedet

"Ich war gerne ein Lehrer" war das Resümée, das Professor Dr. Wolfgang Stegemann nach 26 Jahren Lehr- und Forschungsarbeit an der Augustana-Hochschule. Die Hochschule hatte am vergangenen Samstag zu einem Festakt anlässlich seiner Emeritierung geladen. Professor Stegemann wurde 1984 als Lehrstuhlinhaber für Neues Testament an die Kirchliche Hochschule in Neuendettelsau berufen. Er hatte seitdem zweimal das Amt des Rektors inne, das an der Hochschule im zweijährigen Turnus innerhalb der Prof. dr. Wolfgang Stegemann, NeuendettelsauProfessorenschaft wechselt. Außerdem vertrat er etliche Jahre als gewählter Vertreter die Augustana-Hochschule in der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Professor Stegemann sei es maßgeblich zu verdanken, so Rektor Professor Buntfuß in seiner Begrüßung, "dass die Augustana-Hochschule ihren ehemals rückständigen Ruf verloren und eine theologisch unabhängige Stellung innerhalb der Landeskirche und im Kreis der bayerischen Fakultäten errungen hat." Nicht zuletzt durch seine Anstöße und seinen kritischen Geist wurde auf dem Campus ein internationaler und interdisziplinärer Arbeitsstil selbstverständlich. Dem bekennenden FC-Bayern-Fan war es zudem nicht nur während seiner Zeit in der Synode ein überaus wichtiges Anliegen, die kritische Auseinandersetzung der bayerischen Landeskirche mit ihrem Denken und Tun während des Nationalsozialismus voranzutreiben.
Der geb ürtige Barkhausener zählt zu den Mitbegründern der Ende der 1970er Jahre neu etablierten sozialgeschichtlichen Bibelauslegung. In seiner Würdigung hob sein Nachfolger im Amt, Professor Dr. Christian Strecker, noch einmal die Bedeutung Professor Stegemanns für einen neuen kultur- und sozialwissenschaftlichen und philosophischen Zugang in der Jesusforschung hervor. In diesem Sinne sei das zuletzt erschiene Buch Stegemanns "Jesus und seine Zeit" "die reife Frucht vieler vorausgegangener Reflexionen", dessen innovative und bleibende Bedeutung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden könne. Lesen Sie hier die Laudatio PDF-Fokument
Die Studierenden, so der Senior der Studierendenschaft der Hochschule Niklas Schleicher, sch ätzen den Neutestamentler als "einen, der sein Fach ganz offensichtlich liebt und diese Liebe und Begeisterung an andere weitergeben will". Dabei beeindruckte die Studierenden die Glaubwürdigkeit, die sie der Person ihres Professors abspürten und die viele Generationen von Studierenden beeindruckte und prägte.
Den Festvortrag hielt der Zwillingsbruder des Jubilars, Professor Dr. Ekkehard Stegemann, selbst Ordinarius f ür Neues Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Basel zum Thema "Christus und Dionysos - Die Suche nach der >Figur im Teppich< im Johannesevangelium".

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03.-05.12.2010: Augustana-Tag

Auch in diesem Jahr feierte die Augustana-Hochschule ihren Gründungstag 10. Dezember 1947 mit dem "Augustana-Tag", traditionell das 2. Adventswochenende.
Wie immer erwartete die Besucherinnen und Besucher ein buntes Festprogramm:

Den Auftakt machte um 16.00 Uhr der Willkommenskaffee in der Mensa, zu dem die Stiftung der Augustana-Hochschule eingeladen hatte. Zahlreiche Gäste, ehemalige oder aktuelle Studierende der Goldenen Immatrikulierten 2010 der Augustana-Hochschule NeuendettelsauAugustana-Hochschule, nutzen die Gelegenheit, sich bei einer Tasse Kaffee und weihnachtlicher Bäckerei aufzuwärmen, alte Bekanntschaften aufzufrischen oder neue zu schließen. Besonders begrüßt wurden bei dieser Gelegenheit von der Vorsitzenden der Hochschul-Stiftung, Professorin Dr. Gury Schneider-Ludorff, ein "Diamanten Immatrikulierter" und 17 "Golden Immatrikulierten". Für diese Jahrgänge, die 1949/50 bzw.1959/60 ihr Studium an der Augustana-Hochschule aufgenommen hatten, erinnerte sich Dekan i.R. Stark in seiner Rede an die damaligen Zeiten auf dem Campus: "Es war sicher damals eine andere, aber für mich eine wichtige Zeit, die mich theologisch, aber auch in meiner Spiritualität prägte."


PRof. Jüngel und Prof. Buntfuß, Augustana-Tag 2010 NeuendettelsauGroßes Interesse fand am selben Abend der Festvortrag des international bekannten Theologen Eberhard Jüngel. "Dass ich die Einladung an die Augustana-Hochschule angenommen habe, ist eine Referenz meinerseits an die Institution Kirchliche Hochschule". Der gebürtige Magdeburger wurde einen Tag vor seinem Abitur als "Feind der Republik" vom Gymnasium entfernt, so dass er seinen Berufswunsch Pfarrer nur durch ein Studium an den Kirchlichen Hochschulen der damaligen DDR erfüllen konnte. Auch seine Lehrtätigkeit begann er an der Kirchlichen Hochschule Berlin-Ost. So sieht Jüngel die Existenz Kirchlicher Hochschulen "noch heute als unabdingbare Erinnerung an die lebendige Verbindung kirchlicher Interessen und wissenschaftlichem Geist".
In seinem Vortrag "Gewissen - Was ist das? Eine theologische Besinnung" entfaltete Jüngel dann den Plenum Vortrag Eberhard Jüngel an der Augustana-Hochschule NeuendettelsauBegriff des Gewissens ausführlich in seiner Entstehung von der Antike, des späteren Christentums und unterschiedlicher philosophischer Richtungen. "Ein Gewissen kann sich im menschlichen Ich nur bilden, wenn das Ich die Erfahrung gemacht hat, bejaht zu sein". Elternhaus und Schule komme deshalb eine immense Bedeutung zu, dass Jugendlichen die Erfahrung machen können, angenommen zu sein. Das zeige sich daran, dass Menschen ohne diese Erfahrung auch keine Gewissensbisse entwickelten, wenn sie anderen Menschen Schaden zufügten. Grundlegend für das protestantische Verständnis von Gewissen ist, so Jüngel, die Verantwortung für das eigene Handeln. Gewissen sei nach Luther immer eine Kraft des Urteilens über mein Handeln. Durch das Gewissen weiß ich, dass und wann ich falsch gehandelt habe. Es spricht über mein Handeln ein Urteil, niemals über das anderer. Andernfalls werde es zum "Terror der Tugend". Und das Gewissen gebe niemals ein Urteil über die Person eines Menschen ab. Darüber stehe Gott allein das Urteil zu. In diesem Sinne ist die Person des Menschen ein "gewissenloser" Ort, der allein von dem liebenden Zuspruch Gottes getragen sei.

Professor Dr. Stegemann Professor Dr. Buntfuß Augustana-Hochschule NeuendettelsauAm Samstagvormittag verabschiedete die Augustana-Hochschule nach 26jähriger Tätigkeit als Lehrstuhlinhaber im Fach Neues Testament Professor Dr. Wolfgang Stegemann mit einem Festakt in den Ruhestand.
Einen ausf ührlichen Bericht finden Sie weiter oben.

Am Samstagabend trafen sich die Hochschulangehörigen und zahlreiche Gäste zum traditionellen "Augustana-Ball" der Studierendenschaft, der für einige bis in die Morgenstunden dauerte. ...

Im Festgottesdienst am Sonntag entpflichtete Oberkirchenrat Helmut Völkel Professor Stegemann von seinem Amt als Lehrstuhlinhaber und dankte ihm für sein Engagement für die Kirche. Anschließend führte der ehemalige Regionalbischof von Würzburg und Ansbach Professor Dr. Christian Strecker als neuen Lehrstuhlinhaber im Neuen Testament und Professor Dr. Markus Buntfuß als neuen Rektor der Hochschule in ihre Ämter ein. In seiner Predigt rief Oberkirchenrat Völkel die Festgemeinde zu Vertrauen und Freiheit auf. "In der Bindung an Gott und sein Wort entsteht eine große Freiheit." Diese Freiheit macheFestgottesdienst 5.12.10 Augustana-Hochschule Neeundettelsau uns wachsam, geistesgegenwärtig und gelassen inmitten unseres Lebens und der Geschichte: "Der Gang der Geschichte liegt allein in Gottes Hand." Im Advent warten wir auf den Besuch Gottes bei uns als Kind in Bethlehem. Das helfe uns, gegen das Unrecht in unserer Welt aufzustehen: "Wir widersprechen, wenn Asylbewerbern pauschal vorgeworfen wird, sie missbrauchten mehrheitlich unsere Gastfreundschaft." Und die Kirche dürfe sich nicht von den Nachrichten über die demographischen Entwicklungen und Kirchenaustritte entmutigen lassen, sondern darauf vertrauen, dass mit Gottes Hilfe immer Umkehr und neuer Aufbruch möglich sei. "In diesem Sinne setzen wir in unserer Landeskirche nach wie vor auf gut ausgebildete Theologinnen und Theologen, die in der Lage sind, mit den Menschen von heute über den Sinn des Lebens zu sprechen und dabei die frohe Botschaft von Jesus Christus ins Gespräch zu bringen - sie soll im ganzen Land klingen." Lesen Sie hier PDF-Dokument die Predigt.

Wir danken für die musikalische Gestaltung des Festwochenendes:
Chor und Orchester unter der Leitung von Hansj örg Rey
Posaunenchor unter der Leitung von Dr. Klaus Neumann
Als Solistinnen und Solisten traten auf: Peter Hohlweg, Johannes Krug, Astrid Mathyshek , Selina Moll, Claudia M üller-Brunnmeier und Friedrich Spieser.

Ausklang fand der Augustana-Tag mit einem festlichen Mittagessen in der Mensa. Professorin Dr. Städtler-Mach, Nürnberg, Bürgermeister Korn, Neuendettelsau und Niklas Schleicher, Senior des AStA, sprachen Grußworte, mit denen sie noch einmal die besten Wünsche ihrer Institutionen überbrachten.

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23.11.2010: Buchbasar

Viele BücherViele Bücher und viele Menschen tummelten sich am 23.11.2010 abends im Großen Hörsaal. Zum dritten Mal hatte stud. theol. Oliver G. Hartmann mit einem starken Team von KommilitonInnen einen umfangreichen Buchbasar organisiert. Ein noch größeres Buchangebot als bei den vergangenen Malen machte einen Umzug in den größeren Raum unumgänglich. Das Angebot speiste sich dieses Mal nicht nur aus Dublettenbeständen der Bibliothek, es waren von der Hochschulstiftung zudem die Dekanate angeschrieben worden, um gezielt um Beiträge zu dieser Veranstaltung zu bitten. In mehreren Fahrten Viele Menschenwurden so von Herrn Hartmann und Herrn Pfr. Bauer-Marcks, dem Augustana-Beauftragten für Hochschulförderung, Bücherschenkungen nach Neuendettelsau geholt. Ein reiches Angebot an theologischen Standardwerken erwartete somit die Bücher-Stöbernden. U.v.a. konnten gleich mehrere Exemplare von RGG und ThWNT angeboten werden. Erstmals gab es sogar eine kleine Abteilung historischer Bücher.

Der Erlös der Veranstaltung kommt wie immer dem Erwerbungsetat der Bibliothek zugute.

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23.11.2010: Präsentation der Augustana-Stiftung auf der Synode

StiftungsvertreterInnen auf der SynodeDie Stiftung der Augustana-Hochschule präsentierte sich, vertreten durch die Vorsitzende Professorin Dr. Schneider Ludorff, Fundraiser Pfarrer Bauer-Marks und den beiden Stiftungsfamuli Alexander Proksch und Katrin Jaskulski mit einem Stand bei der Synode. Unterstützt wurde die Stiftung dabei vom AStA durch Finanzreferentin Mona Böhm, Politreferent Simon Meyer und Senior Niklas Schleicher. Erfolgreich konnten die Augustana-Vertreter die Ziele und Aufgaben der Stiftung und ihre absolute Notwendigkeit für eine gelingende Forschung und Lehre der AHS verschiedenen Synodalen näher zu bringen. Angeregte Gespräche wurden auch mit verschiedenen Kirchen- und Oberkirchenräten geführt. So lobte zum Beispiel Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner besonders die Zusammenarbeit der Stiftung mit den Studierenden der Augustana. Auch Landesbischof Dr. Johannes Friedrich zeigte sich erfreut über den Auftritt und nutzte die Möglichkeit den Film über den 2. Ökumenischen Stiftungstag zu sehen, den die Augustana-Stiftung neben eigenen Fotos präsentieren konnte. Insgesamt war der Auftritt der AHS auf der Synode sehr gelungen und das Ziel, die Stiftung der Öffentlichkeit zu präsentieren konnte erreicht werden.

Niklas Schleicher

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Artikel von Jonas Leipziger im Deutschen Pfarrerblatt erschienen

Im Deutschen Pfarrerblatt (11/2010) ist ein Beitrag von Jonas Leipziger erschienen, der bis zum Sommersemester 2010 an unserer Hochschule studierte und inzwischen sein Studium in Heidelberg fortsetzt. Der Artikel trägt den Titel "Die Vielfalt Feministischer Theologie(n). Wie feministisch-theologische
Entw ürfe den Horizont erweitern" PDF-Dokument
und stellt Inhalte sowie Ziele Feministischer Theologien dar, die er selbst für wichtig und grundlegend hält.

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17.11.2010: "Innehalten!" Abendmahlsgottesdienst zum Buß- und Bettag in der Hochschul-Kapelle

Studierende der Augustana-Hochschule engagieren sich seit mehreren Semestern in einem "Arbeitskreis Migration" und organisieren u.a. regelmäßig Begegnungsnachmittage mit Kindern und Jugendlichen, die unter schwierigen Bedingungen im Auffanglager für Flüchtlinge in Zirndorf leben müssen.
Zum Thema "Innehalten!" lud der Arbeitskreis deshalb zusammen mit Studierendenpfarrerin Susanne Munzert zu einem Abendmahlsgottesdienst an Buß- und Bettag ein "im Gedenken an die Flüchtlinge, die an unseren Grenzen sterben".

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16.11.2010: Evangelischer Ökumeniker feiert 70. Geburtstag

Am 16. November beging die Augustana-Hochschule mit einem Festakt den 70.Geburtstag ihres langjährigen Lehrstuhlinhabers für Systematische Theologie Prof. Dr. Joachim Track.
Prof. Buntfuß Prof. Track und Prof. Brosseder an der Augustana-Hochschule NeuendettelsauDer Laudator, Professor Dr. Johannes Brosseder, Köln, charakterisierte den Jubilar als einen "begnadeten, begeisternden, humorvollen sowie einen menschlich gebliebenen und seelsorgerlich engagierten theologischen Lehrer". In seinem Festvortrag "Ökumene in der Sackgasse?" analysierte Professor Brosseder die ökumenischen Entwicklungen der römisch-katholischen Kirche seit dem II. Vatikanischen Konzil (1962-65) und konstatierte dabei nicht unerhebliche Rückschritte unter Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI, die teilweise weit hinter die Einsichten des Konzils zurückführten und das ökumensiche Gespräch massiv erschweren. Als einen Weg aus der "ökumenischen Sackgasse" forderte der katholische Theologe die Klärung der Frage: "Vermögen das Dogma und die kirchliche Lehre nach rückwärts Geschichte sich so zurechtzulegen, wie sie es sich wünschen, oder hat sich das Dogma an der realen Geschichte zu orientieren?" Dafür kann es nur eine Antwort geben: "Dogmatische Behauptungen über historische Fakten sind zu korrigieren, wenn sichOKR Dr. Nitsche OKRin Dr. Greiner Prof. Dr. Buntfuß Augustana-Hochschule Neuendettelsau herausstellt, dass die historischen Tatsachenbehauptungen des Dogmas oder der kirchlichen Lehre nicht zutreffend sind." Professor Brosseder deklinierte diese Forderung u.a. an mehreren Beispielen des Abendmahls- und Ämterverständnisses durch um abschließend zu dem Fazit zu gelangen: Viele Steine auf dem ökumenischen Weg zur Wiederherstellung der geschwisterlichen Gemeinschaft der Kirchen könnten schon längst weggeschafft sein. Ein Weg aus der "Sackgasse", den nicht zuletzt Joachim Track und Johannes Brosseder für ihre Kirchen in ihrem ökumenischen Denken und Handeln aufgewiesen haben.
Im Namen ihrer Universit äten gratulierten Professor Dr. Dabrock, Erlangen, und Professorin Dr. Hausmann, Budapest. Den musikalischen Rahmen des Festaktes gestalteten Astrid Mathyshek (Sopran) und Johannes Krug (Klavier) und begeisterten das Publikum mit ihrem Können.

Fast 30 Jahre (1976-2005) war Prof. Dr. Joachim Track Lehrstuhlinhaber für Systematische Theologie an der Augustana-Hochschule und bekleidete zahlreiche ehrenvolle und einflussreiche Ämter in Theologie Festakt 70. Geburtstag Prof. Track an der Augustana-Hochschule Neuendettelsauund Kirche. So war Prof. Track u. a. Vorsitzender der Sektion Systematische Theologie der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie, Mitglied der Landessynode der Evang.-Luth. Kirche in Bayern und Mitglied der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands.
Vor allem in seiner Funktion als Berater im Rat des Lutherischen Weltbundes (LWB), sowie als Mitglied des Rates und des Exekutivkomitees des LWB pr ägte Track jahrzehntelang das ökumenische Gespräch zwischen den christlichen Kirchen. Mit seiner Unvoreingenommenheit und Dialogfähigkeit brachte Track immer wieder Menschen unterschiedlichster Prägungen und Überzeugungen zusammen.
Prof. Dr. Johannes Brosseder ist Gründungsmitglied und ehemaliger Präsident der Gesellschaft für ökumenische Forschung "Societas Oecumenica" und lehrte Ökumenische Theologie in München, Saarbrücken und Bonn.

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09.11.2010: Beginn des Wintersemesters 2010/11

PRof. Dr. Buntfuß und stud. theol. Niklas Schleicher, NeuendettelsauAm Dienstag, 9. November, eröffnete die Augustana-Hochschule mit einer Andacht und einem Festakt das Wintersemester 2010/11.
In der Er öffnungsandacht machte Studierendenpfarrerin Susanne Munzert in ihrer Ansprache der Hochschulgemeinde Mut, in das neue Semester zuversichtlich aufzubrechen: "Es gibt keine Garantie, ohne Irrwege am Ziel anzukommen - nur die wunderbare Verheißung: >Ich bin von Christus ergriffen< - er wird mich ans Ziel führen" (Phil 3,12-14).
Prof. Dr. Markus Buntfu ß brach in seiner Eröffnungsrede als neuer Rektor der Augustana-Hochschule eine Lanze für ein Bildungsverständnis, das die persönliche Frömmigkeit und ihre theologische Reflexion in einem lebenslangen Prozess eng verbindet. Daraus entstehe, ganz im Sinne Melanchthons, die Suche nach der "Wahrheit in einem letzten, umfassenden und existentiellen Sinn; ... Dass uns dieses Semester dieser Wahrheit ein Stückchen näher bringt, das wünsche ich uns allen."
Auch Niklas Schleicher, neuer Senior des AStA, forderte in seiner Begr üßung ein Umdenken in der Bildungspolitik und berief sich dabei auf Worte des Hochschulgründers Georg Merz: "Jede Bildung verkümmert, die mit Bewusstsein eng ist. Bildung muss immer weit sein. Bildung darf nie schablonisieren. Bildung muss immer individualisieren. Gerade der Kirche ist die Freiheit anvertraut, jene echte Freiheit, dieSemestereröffnung WS 10/11 Augustana-Hochschule Neuendettelsau in der Bindung an das Wort besteht, das uns die Freiheit verheißt." Der Vertrauensstudent der Studierendenschaft mahnte in der Folge an, wieder mehr auf einen Dialog miteinander zu achten, der außerdem deutlicher kirchen- und hochschulpolitische Fragestellungen in den Blick nehmen muss. Wünschenswert wäre es deshalb, stärker die Möglichkeiten des Hauptstudiums an der Augustana-Hochschule auszubauen: "Studierende mit Interessen in bestimmten Fachrichtungen Möglichkeiten der Vertiefung zu bieten und ihr Studium zu fördern - Das Potential haben wir!"
Musikalisch gestaltet wurden der Gottesdienst und der Festakt von Patrick Seber (Orgel), Raphael H äfele (Klavier), Christine Schabdach (Klavier und Sopran), Astrid Mathyshek (Sopran) sowie dem Posauenenchor der Augustana-Hochschule.

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08.11.2010: Neuendettelsauer Habilitand neuer Leiter des Forschungs- und Informationszentrums Neue Religiosität

PD Dr. Haringke Fugmann, NeuendettelsauPfarrer Dr. theol. habil. Haringke Gregor Fugmann, der sich 2009 mit einer Arbeit zur Kasualtheorie an der Augustana-Hochschule im Fach Praktische Theologie habilitiert hat, wird neuer Leiter des Forschungs- und Informationszentrums Neue Religiosität an der Universität Bayreuth. Die Stelle ist mit der Funktion des Landeskirchlichen Beauftragten für religiöse und geistige Strömungen unserer Zeit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern verbunden. Der 38 Jahre alte Fachwissenschaftler ist gegenwärtig noch als Gemeindepfarrer an der Nürnberger Christuskirche tätig und nimmt im Wintersemester 2010/2011 einen Lehrauftrag im Fach Praktische Theologie an der Augustana-Hochschule wahr. Er wird seine neue Stelle in Bayreuth zum 1. Februar 2011 antreten.

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27.10.2010: Beginn der energetischen Sanierungsmaßnahmen auf dem Campus

Sanierung Dorothee-Sölle-HausSeit ein paar Tagen ist nun das Dorothee-Sölle-Haus von einem Baugerüst umgeben. Damit ist der Startschuss gegeben zu den dringend notwendigen energetischen Sanierungsmaßnahmen der Gebäude auf dem Campus. Geplant sind in diesem ersten Bauabschnitt, der bis Mitte 2011 beendet sein soll, vor allem der Einbau von neuen Fenstern und die Dämmung sämtlicher Gebäudefassaden.
Die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern hat dankenswerterweise f ür dieses Projekt ein Budget von zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

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24.10.2010: Exkursion nach Mainz zu den "Persern" des Aischylos

Exkursionsteilnehmer/innen nach Mainz zu den Das mit fast 2500 Jahren älteste Stück des Theaters überhaupt und die einzige erhaltene griechische Tragödie mit einem historischen Inhalt in einer modernen Inszenierung zu sehen - das war Anreiz und Grund genug für eine größere Gruppe von Studierenden, das intensive Sprachenlernen der Feriensprachkurszeit durch einen Ausflug in die Rezeptionsgeschichte des griechischen Dramas zu bereichern.
Die "Perser" schildern aus der Sicht des Atheners Aischylos, der in der Seeschlacht bei Salamis 480 v. Chr. mit eigener Hand gekämpft hatte, für ein Athener Publikum den Sieg der Griechen über die Perser, aber erstaunlicherweise aus der durch unsägliches Leid bestimmten Perspektive der unterlegenen Perser. Dadurch wird der Blick für allgemein-menschliche Erfahrungen und Einsichten geweitet, zeigt sich das potentielle Bedrohtsein durch eigene Hybris auch für die Athener selbst - und damit für uns alle. Das ist weit entfernt von jenem triumphalistischen Siegesgeheul, das heute so gerne in gewissen Medien angestimmt wird.
Nach einem gr ündlichen Einführungsseminar am Samstag in Genese und Geschichte der griechischen Tragödie und in die Theologie ihrer drei wichtigsten Vertreter Aischylos, Sophokles und Euripides führte die Reise am frühen Sonntag zunächst durch strömenden Regen in das von klarem Herbstlich durchflutete Rheintal nach Mainz. Dort besuchte die Gruppe unter Leitung von Jörg Dittmer zuerst die Messe in der St. Stephanskirche und bekam anschließend eine Einführung in die herrlichen Chagallfenster der Kirche; auch der inzwischen rekonstruierte Kreuzgang lohnt den Besuch dieser Kirche. Die Predigt ging aus von Lukas 14,11 ("Denn wer sich selbst erhöht, der soll erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöht werden.") und handelte von Mutter Theresa und ihrem Wirken.
War es ein Zufall, dass das Lukaswort fast w örtlich dann auch später bei der Aufführung der "Perser" wieder zu hören war? Schon die Athener sollten und konnten hier offenbar eine Lektion lernen, die im Grunde wohl allen Menschen aufgegeben ist.
Nach einem gem ütlichen Kaffee in den letzten wärmenden Sonnenstrahlen des Tages und mit Gesprächen über die erlebte Inszenierung der "Perser" ging es nach einem an Eindrücken reichen Tag dann wieder zurück zum Campus der Augustana-Hochschule.

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22.10.2010: Argula-von-Grumbach-Preis

Eine Promovendin und ein Student der Augustana-Hochschule werden am 22.10.2010 in Bad Windsheim mit dem Argula-Von-Grumbach-Preis ausgezeichnet, dem Gleichstellungsförderpreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Asnath Niwa Natar stammt aus Indonesien und promovierte an unserer Hochschule2009 mit einer Arbeit zum Thema "Feministische Seelsorgeberatung für die Frauen auf Sumba". Den Argula-von-Grumbach-Preis erhält sie für ihre Studie "Ima-Ama, mütterliches - väterliches Gottesbild".

Jonas Leipziger studiert seit 2008 an unserer Hochschule. Er wird ausgezeichnet für seine Arbeit "Der Reichtum der JHWH-Metaphorik".

Den Bericht der Fränkischen Landeszeitung vom 09.09.2010 lesen Sie PDF-Dokument hier ...
Den Bericht auf bayern-evangelisch.de lesen Sie externer Link hier ...

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18.10.2010: Theologischer Studientag für das Pfarrkapitel Schwabach

Prof. Dr. Buntfuß, Augustana-Hochschule Neuendettelsau und Dekan Stiegler, SchwabachZu einem theologischen Studientag kam das Pfarrkapitel Schwabach am Montag, 18. Oktober, an die Augustana-Hochschule. Dort erwartete die ca. 30 Pfarrer und Pfarrerinnen ein breites und intensives Programm über die neuesten Entwicklungen und Fragestellungen in Theologie und Philosophie. Die Lehrstuhlinhaber/innen der Hochschule führten jeweils in den aktuellen Forschungsstand ihres Faches ein und gaben Gelegenheit zum theologischen Gespräch. Am Ende des Tages hatten einige Teilnehmer/innen Lust auf mehr bekommen: "Jetzt noch einmal für eine Zeit an die Uni zurück und Zeit für theologisches Arbeiten zu haben - das wäre schön!".

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12.10.2010: Rumänischer Priesterchor aus Constanta zu Besuch

Am Dienstag, 12. Oktober, war der rumänische Priesterchor "Cuvant bun" aus dem Erzbistum Priesterchor Tomis, Constanta, zu Besuch auf dem Campus der Augustana-Hochschule. Der Chor, dessen Mitglieder Studenten der Theologie und Kirchenmusik an der Hochschule Constanta sind, macht seinem Namen "Schöne Lieder" alle Ehre. Von der Akustik der Hochschul-Kapelle begeistert, sang der Chor spontan zwei Lieder aus seinem großen Repertoire an kirchlicher und weltlicher Musik und bezauberte mit seinem Können sein Publikum.

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29.09.2010: Vorraum der Hochschul-Kapelle neu gestaltet

neugestalteter Kapellenvorraum Augustana-hochschule NeuendettelsauDie Stiftung der Augustana-Hochschule und die Unterrottmansdorfer machten es möglich: Dank der großzügigen Spendenbereitschaft zahlreicher ehemaliger und aktueller Studierender der Augustana-Hochschule, sowie der Erntedankspende der Kirchengemeinde Unterrottmannsdorf konnten nun endlich die Pläne zur Neugestaltung des Vorraums der Augustana-Kapelle umgesetzt werden. Seit Ende September wirkt der Raum wie verwandelt: Aus einem dunklen Vorraum mit altem Mobiliar wurde ein attraktiver, gut beleuchteter Eingangsraum, der die Besucher und Besucherinnen der Kapelle in freundlicher Atmosphäre begrüßt. Daneben bietet der Raum mit seinen neuen Regalen und einem großen Wandschrank viel Stauraum.
Schauen Sie doch einmal rein, wenn Sie das n ächste Mal auf dem Campus sind.

Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Spenderinnen und Spender!

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21.09.2010: Sprachkurswanderung nach Heilsbronn

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich am Dienstagnachmittag, 21.9., gut 60 (!) Studierende mit Sprachkurswanderung Augustana-Hochschule Neuendettelsauden Sprachdozenten und der Studierendenpfarrerin auf zur diesjährigen Sprachkurswanderung. An der Muna vorbei über Felder und durch Wald ging es nach Heilsbronn, wo die Gruppe eine Führung durch das Münster erwartete. Ein herzliches Dankeschön an Pfarrer Klose, der uns wieder informativ und sehr persönlich die Geschichte, Architektur und das spirituelle Leben im ehemaligen Klosters erschloss.
Der Abend klang anschlie ßend bei Pizza und Pasta in einem Heilsbronner Restaurant aus - bis uns entweder der Bus oder die eigenen Füße wieder nach Hause brachten.

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19.09.2010: "Tag der offenen Tür" an der Augustana-Hochschule

Tag der offenen Tür Augustana-Hochschule NeuendettelsauAm Sonntag, 19. September, fand in Neuendettelsau das diesjährige Dorffest statt, an dem sich alle Vereine und Einrichtungen der mittelfränkischen Gemeinde mit Aktionen und Darbietungen beteiligten.
Dabei sollte und wollte die Augustana-Hochschule nat ürlich nicht fehlen!Tag der offenen Tür Augustana-Hochschule Neuendettelsau


So öffnete der Campus der Augustana-Hochschule an diesem Tag seine Tore für alle Interessierten. Unter dem Thema Theologie zum Anfassen erwarteten die Besucher und Besucherinnen in der Bibliothek der Hochschule u.a. Informationen zum Theologiestudium, zur Hochschule und den 150.000 Büchern der Bibliothek. Letztere stehen im Übrigen auch einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung.
Tag der offenen Tür Augustana-Hochschule NeuendettelsauWer wollte, konnte einen Talar anprobieren und ein Photo davon mit nach Hause nehmen oder seinen Namen in Griechisch oder Hebräisch auf einen Rucksackanhänger schreiben. Außerdem wurden Führungen über den Campus angeboten, die einen Einblick in die Geschichte der Hochschule und das aktuelle Leben der Studierenden auf dem Campus gaben.

Wir danken allen Besucherinnen und Besuchern für Ihr Interesse!

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Bericht über das azetisch-theologische Seminar in Jerusalem/Israel

Lesen Sie hier PDF-Dokumentden Bericht über das aszetisch-theologische Seminar in Jerusalem zu Jom Kippur, das vom Institut für Evangelische Aszetik veranstaltet wurde.

Gruppenbild des aszetisch-theologischen Seminars

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14.09.2010: Vortrag Prof. Dr. Andrew F. Walls, Liverpool

Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Weltkonferenz für Mission von Edinburgh 1910 findet im September im Centrum Mission EineWelt in Neuendettelsau eine Internationale Akademische Autumn School statt. Sie steht unter dem Thema: "Dein Reich komme. Visionen des Reiches Gottes im Kontext der weltweiten Christenheit".
Prof. Becker, Prof. Walls, Dr. Jahnel, Augustana-Hochschule NeuendettelsauEingeladen sind ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten, die an der Augustana-Hochschule und an anderen universitären Einrichtungen in Bayern promoviert wurden und weiterhin akademisch tätig sind, bzw. in ihren Kirchen entscheidend theologisch mitwirken. Leitidee ist, den theologisch-interkulturellen Diskurs zu fördern sowie ein akademisches Alumni-Netzwerk aufzubauen.

Eröffnet wurde die Konferenz am Dienstag, 14. September, mit einem öffentlichen Vortrag von Prof. Dr. Andrew F. Walls, Liverpool: "Edinburgh 1910 and the Emergence of World Christianity".Die Zielsetzung von Edinburgh -"Carrying the Gospel to all the Non-Christian World" - ist, so Prof. Walls, bis heute virulent. Jedoch haben sich die Realitäten innerhalb der Christenheit massiv verschoben: Lebten 1910 die meisten Christen und Christinnen in Europa und brachten den christlichen Glauben durch Emigration und Mission in andere, nichtchristliche Länder, so hat sich heute das Bild heute gänzlich verändert: "Christianity is in the process of becoming a non-Western religion again". Inzwischen bringen Immigranten und Immigrantinnen ihren Glauben und ihre Kirchen mit nach Europa "and the religious dimension of this Great Reverse Migration brings World Christianity in its fullness to the West, and all the other religions of the world too." Eine Entwicklung, die die westliche Theologie in den Augen des Theologen Walls bisher nicht wahrgenommen hat. Zu sehr sei sie mit ihren eigenen Themen beschäftigt, um die Herausforderung annehmen zu können, den "process of cultural translation" aufzunehmen: "It is often hugely ignorant of the world in which the majority oh Christians live, their social and religious contexts, and the history and life of their churches".

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07.09.2010: Beginn des Feriensprachkurses 2010

Feriensprachkurs Augustana-Hochschule NeuendettelsauViele altbekannte und neue Gesichter bevölkern seit Montag, 6. September, wieder den Campus der Augustana-Hochschule. Morgen wird der Feriensprachkurs 2010 beginnen. Über 80 Studierende nutzen die Möglichkeit, bis zum 28. Oktober in Intensivkursen Latein, Griechisch oder Hebräisch zu büffeln und so ein Semester Sprachkurs zu "sparen".
Allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen viel Erfolg und gutes Durchhaltevermögen!

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01.09.2010: Stabwechsel an der Spitze der Augustana-Hochschule

Prof. Dr. Markus BuntfußZum 1. September 2010 übernimmt turnusgemäß Prof. Dr. Markus Buntfuß mit dem Amt des Rektors die Leitung der Augustana-Hochschule. Seit 2006 hat der passionierte Segler den Lehrstuhl für Systematische Theologie an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau inne. Unter seiner Führung will sich die Augustana verstärkt in das Netzwerk der 18 Hochschulen in der Metropolregion Nürnberg einbringen.

Das Amt der stellvertretenden Rektorin übernimmt Prof. Dr. Gury Schneider-Ludorff, Inhaberin des Lehrstuhls für Kirchen- und Dogmengeschichte.

Lesen Sie hier den Bericht in der externer Link Fränkischen Landeszeitung, Extra Campus vom 31.08.2010

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