Systematische Theologie
Prof. Dr. Markus Buntfuß
- Werdegang |
- Lehrkonzept |
- Forschungsschwerpunkte |
- Veröffentlichungen |
- Assistentur Dr. Regina und
Dr. Martin Fritz | - PD Dr. Wolfgang Schürger |
- Dr. Daniel Dietzfelbinger |
- persönlichkeit ðik |

- Prof. Dr. Markus Buntfuß
Werdegang
- 1964 geboren in Garmisch-Partenkirchen
- 1985–1992 Studium der Evangelischen Theologie in Tübingen und München
- 1994–1996 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Systematische Theologie an der LMU München bei Prof. Dr. Dr. Hermann Timm, 1996 Promotion zum Dr. theol.
- 1996–1999 Vikariat in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, 1999 Ordination
- SS 1999 Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Evangelische Theologie I an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg bei Prof. Dr. Dr. Klaas Huizing
- SS 2003 Habilitation im Fach Systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der LMU München
- WS 2004/05 Privatdozent für Systematische Theologie an der LMU München
- SS 2005 Oberassistent am Lehrstuhl für Evangelische Theologie I JMU Würzburg
- Seit WS 2006/07 Professor für Systematische Theologie an der Augustana-Hochschule
- 2010–2012 Rektor der Augustana-Hochschule
Lehrkonzept
Wissenschaftliche Theologie ist Wissenschaft vom Christentum als einem geschichtlich gewachsenen, theoretisch reflektierten und gegenwärtig gelebten Selbst-, Welt- und Gottesverständnis. Daraus resultiert die Aufteilung der wissenschaftlichen Theologie in historische, systematische und praktische Fächer.
Seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts hat sich die Systematische Theologie in die Teildisziplinen Dogmatik und Ethik (daneben z.T. noch Religionsphilosophie, Fundamentaltheologie, Enzyklopädie, Apologetik, Polemik, Ökumenik) sowie die Geschichte der neueren protestantischen Theologie aufgeteilt.
Die Dogmatik wendet sich der Reflexion des christlichen Glaubens und seiner Gültigkeit zu. Sie reflektiert in kritisch-konstruktiver Weise, was im Christentum geglaubt wurde und zielt auf den Erweis der gegenwärtigen Erschließungskraft der christlichen Glaubensinhalte. Dabei spielen auch die weltanschaulichen und denkgeschichtlichen Voraussetzungen eine entscheidende Rolle.
Die Ethik dient der Reflexion christlicher Handlungsorientierung sowie ihrer Verbindlichkeit. Sie reflektiert in kritisch-konstruktiver Weise, wie das Christentum die individuelle Lebensführung und die soziale Weltgestaltung geprägt hat und zielt auf den Erweis ihrer gegenwärtigen Orientierungskraft. Dabei spielen auch die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen und ökonomischen Voraussetzungen eine entscheidende Rolle.
Die Geschichte der neueren protestantischen Theologie schließt an die christliche Dogmengeschichte an und vermittelt ein Bewusstsein für die Probleme protestantischer Theologie in der Neuzeit bis zum aktuellen Diskussionsstand.
Über diese Teildisziplinen hinaus ist die Systematische Theologie ein bevorzugter Ort für theoretische Grundlagenreflexionen über die Theologie als Ganze unter den Bedingungen der Moderne, insbesondere des modernen wissenschaftlichen Weltbildes. Dabei steht immer auch die Möglichkeit einer gegenwärtig vertretbaren und argumentativ begründbaren Gestalt des christlichen Glaubens als eines adäquaten Selbst-, Welt- und Gottesverständnisses im Mittelpunkt des Interesses.
Veranstaltungsformen
- Regelmäßig stattfindende Proseminare dienen dazu, an einem exemplarischen Text oder Thema die Methoden und Arbeitsformen im Fach Systematische Theologie kennen zu lernen und einzuüben. Neben der eigenverantwortlichen Lektüre stehen dabei vor allem die Rekonstruktion der jeweiligen Aussagenintention eines Textes sowie die gemeinsame Diskussion mit allen Teilnehmenden im Vordergrund.
- Grundkenntnisse und Grundfähigkeiten systematisch-theologischen Arbeitens werden in den Hauptseminaren vorausgesetzt und wesentlich vertieft. Dabei wird das systematisch-theologische Urteilsvermögen ausgebildet und mit den in den historischen und praktischen Fächern erlangten Fähigkeiten zu einem verantworteten theologischen Gesamtverständnis verbunden.
- Die Vorlesungen vermitteln einen fundierten Überblick in den unterschiedlichen Bereichen der systematischen Theologie (Dogmatik, Ethik, Geschichte der neueren protestantischen Theologie). In Spezialvorlesungen werden darüber hinaus Schwerpunktthemen behandelt, die für das Studium der Systematischen Theologie aufschluss- und ertragreich sind.
- In Übungen werden fächerübergreifende und interdisziplinäre Themen behandelt sowie unkonventionelle Fragestellungen verfolgt, die sowohl den intellektuellen Lustgewinn als auch den theologischen Erkenntnisgewinn erheblich steigern.
- Regelmäßig stattfindende Repetitorien dienen der gemeinsamen Wiederholung und prüfungsgerechten Aufbereitung des examensrelevanten dogmatischen Stoffes. Das Repetitorium ersetzt jedoch kein reguläres Studium der Systematischen Theologie.
- Oberseminare geben Studierenden im Hauptstudium und in der Examensvorbereitung die Möglichkeit, das Studium der Systematischen Theologie in besonderer Weise zu vertiefen und an der Diskussion des aktuellen Forschungsstandes mitzuwirken.
- Das Doktoranden- und Habilitandenkolloquium dient der Begleitung wissenschaftlicher Qualifikationsschriften im Fach Systematische Theologie. Der Besuch setzt eine persönliche Anmeldung voraus.
Forschungsschwerpunkte
- Christologie und theologische Anthropologie
- Metapherntheorie, Hermeneutik und Sprachphilosophie
- Die ästhetische Transformation des neuzeitlichen Christentums
- Das theologisch-philosophische Werk J. G. Herders, F. D. E. Schleiermachers und W. M. L. De Wettes.
Publikationen (in Auswahl)
- Tradition und Innovation. Die Funktion der Metapher in der theologischen Theoriesprache, Berlin/New York 1997 (TBT 84).
- Die Erscheinungsform des Christentums. Zur ästhetischen Neugestaltung der Religionstheologie bei Herder, Wackenroder und De Wette, Berlin/New York 2004 (AKG 89).
- Verlust der Mitte oder Neuzentrierung? Neuere Wege in der Christologie, in: Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophie, Bd. 46 (2004), 348–363.
- Christentum und Vernunft. Zur neueren Diskussion über die Rationalität von Glauben und Theologie, in: M. Laube / G. Pfleiderer (Hg.): Die Vernunft der Religion. Protestantische Aspekte einer aktuellen Kontroverse (Loccumer Protokolle 62/07), Rehburg-Loccum 2008, 35–53.
- Erlösung. Zur Renaissance eines christlich-religiösen Grundbegriffs, in: K. Tanner (Hg.): Christentumstheorie. Geschichtsschreibung und Kulturdeutung, Leipzig 2008, 153–163.
- „Gott selbst ist nicht fromm.“ Georg Simmels nach-theistischer Gottesbegriff, in: J. Lauster / B. Oberdorfer (Hg.): Der Gott der Vernunft. Protestantismus und vernünftiger Gottesgedanke, Tübingen 2009, 269–281.
- „Ungeheure Zusammensetzung“. Christologie und Metaphorologie, in: Ch. Danz / M. Murrmann-Kahl (Hg.): Zwischen historischem Jesus und dogmatischem Christus, Tübingen 2010 (2. Aufl. 2011), 259–273.
Zur vollständigen Bibliographie (Stand: Februar 2012) ![]()
Mitgliedschaften
- Funktionen:
- Erster Vorsitzender des Institutes persönlichkeit+ethik
http://www.persoenlichkeitundethik.de/institutsvorstand - Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Institutes Technik-Theologie-Naturwissenschaften
http://www.ttn-institut.de/ - Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Institutes Bildung evangelisch in Europa
http://www.bee.leuenberg.eu/ - Sonstige Mitgliedschaften:
- Arbeitskreis Christentumstheorie
- Ernst-Troeltsch-Gesellschaft e.V.
- International Herder Society / Internationale Herder-Gesellschaft (IHS/IHG)
- Schleiermacher-Gesellschaft e.V.
- Wissenschaftliche Gesellschaft für Theologie (WGTh)
Assistentur
Pfarrer Dr. Martin Fritz
- Pfarrer Dr. Martin Fritz
Werdegang
- geb. 1973 in Nürnberg, verheiratet mit Pfrin. Regina Fritz, ein Sohn
- 1993–2000 Studium der Evangelischen Theologie in Erlangen, Heidelberg und München
- 2001–2003 Vikariat in Erlangen, 2004 Ordination
- 2003–2007 Pfarrer z.A., beurlaubt zur Promotion
- seit SS 2007 Assistent im Fach Systematische Theologie an der Augustana-Hochschule
- 2009 Promotion zum Dr. theol. (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
Forschungsschwerpunkte
- Theologie und Ästhetik
- Theologische Anthropologie
- Aufklärung und Frömmigkeit
Publikationen
- Vom Erhabenen. Der Traktat ‚Peri Hypsous‘ und seine ästhetisch-religiöse Renaissance im 18. Jahrhundert, Tübingen 2011 (BHTh 160).
- (Hg.) Sprachen des Glaubens. Philosophische und theologische Perspektiven, Stuttgart (TA 7; zus. mit Regina Fritz; in Vorbereitung).
- Von der heiligen Poesie der Hebräer. Eine Relektüre des schrifthermeneutischen Klassikers von Robert Lowth (1710–1787), in: KuD 57 (2011), 90–111.
- Erbauung durch Poesie. Die Anfänge einer Ästhetik der religiösen Sprache in Pietismus und Aufklärung, in: Ders./R. Fritz (Hg.): Sprachen des Glaubens (in Vorbereitung).
- Ausdruck des Erhabenen. Konturen einer musikästhetischen Leitidee des 18. Jahrhunderts, in: J. Stolzenberg (Hg.): Ausdruck in der Musik (in Vorbereitung).
- Zu kurz gegriffen. Eine ekklesiologische Metakritik am „Forum Aufbruch Gemeinde“, in: Korrespondenzblatt (hg. v. Pfarrer- und Pfarrerinnenverein in der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern) 126 (2011), 86ff.
Mitgliedschaften
- Schleiermacher-Gesellschaft e.V.
- Deutsche Paul-Tillich-Gesellschaft e.V.
- Konvent der Pfarrerinnen und Pfarrer in der Wissenschaft (Leitungsteam)
Privatdozent Dr. Wolfgang Schürger
Werdegang
- geb. 1964 in Nürnberg
- 1984–1991 Studium der Evangelischen Theologie in Erlangen, São Leopoldo (Brasilien) und Marburg
- 1991–1994 Promotion, dazu Studienaufenthalte in Brasilien und Chicago (USA)
- 1994–1997 Vikariat in Pegnitz/Ofr.
- 1997–2000 Habilitation, dazu erneuter Studienaufenthalt in Chicago
- seit 2001 Privatdozent an der Augustana-Hochschule
- 2000/01 Pfarrer mit allgemeinkirchlichen Aufgaben im Dekanat Nürnberg (Hochschulgemeinde, Initiative “Treten Sie ein!”)
- 2001–2009 Referatsleiter Diakonie und gesellschaftsbezogene Aufgaben im Landeskirchenamt der ELKB
- seit 2009 Beauftragter für Umwelt- und Klimaverantwortung der ELKB
Forschungsschwerpunkte
- Theologie der Befreiung
- Hermeneutik
- Theologie und Postmoderne
- Kirche und Gesellschaft
- Theologie der Lebensformen
- Umwelt- und Schöpfungsethik
- Theologie und Film
Publikationen (in Auswahl)
- Theologie auf dem Weg der Befreiung. Geschichte und Methode des Zentrums für Bibelstudien in Brasilien, Erlangen 1995 (EM 24).
- Wirklichkeit Gottes und Wirklichkeit der Welt. Theologie im Konflikt der Interpretationen, Stuttgart 2002 (Forum Systematik 12).
- (Hg.) Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Bausteine und Erfahrungen, Gütersloh 2002.
- (Hg.) Schwule Theologie. Identität – Spiritualität – Kontexte, Stuttgart 2007 (Forum Systematik 23)
- Altes Buch mit neuem Leben. Der Umgang mit biblischen Texten in den Basisgemeinden in Lateinamerika als Herausforderung für Europa, Una Sancta 1/2003, 62–69.
- Pluralität als Chance. Von der protestantischen Tradition für das 21. Jahrhundert lernen, in: Nachrichten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern 5/2003, 141–146.
- Genötigt zur Interpretation – zur gemeinsamen Verantwortung von systematischer und religionspädagogischer Theologie, in: M. Rothgangel / E. Thaidigsmann (Hg.): Religionspädagogik als Mitte der Theologie?, Stuttgart 2005, 149–162.
Mitgliedschaften
- Gesellschaft für Evangelische Theologie
- American Acedemy of Religion
- Arbeitsgemeinschaft Schwule Theologie e.V.
- Vorstandsmitglied im Evangelischen Studienwerk Villigst e.V.
Dr. Daniel Dietzfelbinger

- Dr. Daniel Dietzfelbinger
Werdegang
- geboren 1968, verheiratet
- 1988–1994: Studium der Evangelischen Theologie in München und Rom
- 1995–1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Institut Technik, Theologie, Naturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München (TTN)
- 1997 Promotion zum Dr. theol. (LMU München)
- 1997–2005 MAN AG, Stabsabteilungen Technik, Unternehmenskommunikation
- seit 2000 Lehrbeauftragter für Praktische Wirtschaftsethik, Internationales Hochschul-Institut (IHI), Zittau
- seit 2007 Lehrbeauftragter für Ethik an der Augustana-Hochschule
- seit 2009 Lehrbeauftragter für Wirtschafts- und Unternehmensethik beim communicate-Programm der Technischen Universität München
- seit 2010 Referent für Medien und Erwachsenenbildung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
- seit 2011 Lehrbeauftragter an der Fernuniversität Riedlingen
Zur
Website von Dr. Daniel Dietzfelbinger
Publikationen (in Auswahl)
- Soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsstil. Alfred Müller-Armacks Lebenswerk, Gütersloh 1998.
- (Hg.) Heils-Ökonomie? Zum Zusammenwirken von Theologie und Ökonomie (zus. mit J. Teuffel), Gütersloh 2002.
- (Hg.) Globalisierung und Sozialstandards (zus. mit K. Detzer, A. Gruber, W. Uhl, U. Wittmann), München 2002.
- 1+1+1=3: Warum Management der Kirche gut tut, in: T. Röhr (Hg.): Organisationshandbuch Kirche und Gemeinde, Aachen 2003.
- Nachhaltigkeit als Grundlage einer neuen Wirtschaftsethik (zus. mit R. Thurm), München 2004.
- Praxisleitfaden Unternehmensethik. Kennzahlen, Instrumente, Handlungsempfehlungen, Wiesbaden 2007.
- Evangelische Sozialethik, in: M. Aßländer (Hg.): Handbuch der Wirtschaftsethik, Stuttgart u.a. 2011, 91–100.
Zur Bibliographie ![]()
Mitgliedschaften
Team des Instituts
persönlichkeit + ethik
persönlichkeit + ethik
Dem Lehrstuhl für Systematische Theologie und Philosophie an
der Augustana-Hochschule Neuendettelsau und dem Lehrstuhl für
Systematische Philosophie/Ethik (Prof. em. Dr. Hans G. Ulrich) an der
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg angeschlossen
ist das Institut
persönlichkeit + ethik, ein
kooperatives Institut für ethische Orientierung im beruflichen
Kontext. Das Institut persönlichkeit
+ ethik eröffnet Diskurs- und Bildungsräume in
Gestalt verschiedener berufsgruppenspezifischer Seminare und wissenschaftlicher
Kolloquien.
Prof. Dr. Markus Buntfuß: markus.buntfuss@augustana.de
Dr. Regina Fritz: regina.fritz@augustana.de
Dr. Martin Fritz: martin.fritz@augustana.de
Sekretariat, Lydia Rauscher: lydia.rauscher@augustana.de ; Tel. 09874/509-270
PD Dr. Wolfgang Schürger: wolfgang.schuerger@elkb.de
Dr. Daniel Dietzfelbinger: dd@daniel-dietzfelbinger.de