Lehrangebot SS 2010

Abkürzungen
VL = Vorlesung PS = Proseminar SE = Seminar
UE = Übung RP = Repetitorium SK = Sprachkurs
OS = Oberseminar SO = Sozietät KL = Kolloquium

Für ausländische Studierende können Credit Points berechnet werden (zur Anerkennung von Lehrveranstaltungen im Herkunftsland).

Allgemeine Veranstaltungen
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
1. UE Einführung in das Studium der ev. Theologie (in Teilen geblockt) 2 3 NN
   
  1. Für Studierende in der Studieneingangsphase. Keine Voraussetzungen.
    Die Veranstaltung ist im Sinne von § 7 (1), Nr. 3 der Zwischenprüfungsordnung
    (ZPO) der Augustana-Hochschule obligatorisch.

  2. Ziel der Übung ist es, grundlegende Formen und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens, besonders im Hinblick auf die Anfertigung einer (Pro-)Seminararbeit (Annäherung an ein Thema, Literaturfindung und -beschaffung,
    Erarbeitung von Literatur, Strukturierung eines Themas und Gliederung einer Arbeit, Zitieren und Bibliographieren, Abfassen eines wissenschaftlichen
    Textes) vorzustellen bzw. zu rekapitulieren und exemplarisch einzuüben. Weitere mögliche Themen, auf die nach Absprache eingegangen werden kann, sind selbstverantwortliches Lernen/Zeitmanagement,
    Diskussion/Moderation von Diskussionen.
    Dozentin/Dozent und genauer Termin, wann die Übung stattfindet, wird noch durch Aushang bekannt gegeben.

     
2. UE Internet und bibliographische Recherche.
Grundlagen der Informationskompetenz (geblockt)
1 1 Bibliotheksteam
   

Termin: Wird durch Aushang bekannt gegeben.

  1. Die Übung richtet sich an alle Hochschulangehörigen. Einzige Vorkenntnis, die vorausgesetzt wird, ist der Umgang mit einem Internet-Browser.
    Die Übung ergänzt die Lehrveranstaltung „Einführung in das Studium der ev. Theologie“ (Nr. 1).
  2. Informationskompetenz ist sowohl eine Schlüsselqualifikation für Studium,
    Forschung und Lehre als auch für das spätere Berufsleben. Es ist zur Kernaufgabe von Bibliotheken geworden, Studierende und Wissenschaftler/
    innen beim Erwerb von Informationskompetenz zu unterstützen.
    Informationskompetenz bezeichnet die Fähigkeiten, einen Informationsbedarf zu erkennen und zu benennen, eine Suchstrategie zu entwickeln,
    die geeigneten Informationsquellen zu identifizieren und zu nutzen, die Informationen schließlich zu beschaffen, zu evaluieren und weiter zu verarbeiten.
    Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der erfolgreichen Nutzung bibliographischer Datenbanken.
     
3. UE Bibelkunde des NT   (s. Nr. 17)
(+ 4 LP bei bestandener Prüfung)
2 2 Seiler
   
  1. Für StudienanfängerInnen. Zwischenprüfungsrelevant.

  2. Ziel der Übung ist es, die Strukturen und zentralen Inhalte, aber auch die theologischen Schwerpunkte und Hauptlinien der neutestamentlichen Schriften kennenzulernen. Ihre Erschließung soll mit Hilfe von Übersichten
    und durch die Besprechung exemplarischer Texte geschehen. Die Behandlung der Evangelien und Paulusbriefe wird dabei im Vordergrund stehen.
    Um den gesamtbiblischen Rahmen im Blick zu behalten, soll besonders auf Querverbindungen zwischen den besprochenen Texten, aber auch
    zum Alten Testament hingewiesen werden.Die Bibelkundeprüfung besteht aus zwei Teilprüfungen im Alten und Neuen
    Testament, die voneinander getrennt oder auch an einem Termin abgelegt
    werden können. Sie findet in der Regel als schriftliche Prüfung statt.

  3. Als Arbeitsbuch wird zur Anschaffung empfohlen:
    Bull, Klaus-Michael: Bibelkunde des Neuen Testaments, 6. Aufl., Neukirchen-
    Vluyn 2008.

     

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Altes Testament

Übersicht Veranstaltungen Altes Testament
VL: 4 PS: 8 10 RP: 9 SE: 6 UE: 5 KL: 7
Veranstaltungen Altes Testament
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
4. VL Einführung ins AT: Geschichte Israels in Grundzügen 3 3 Utzschneider
   
  1. Die Vorlesung ist als Überblicksvorlesung konzipiert und für Hörer aller Semester geeignet. Hebräischkenntnisse werden nicht vorausgesetzt, sind aber von Nutzen. Die Lehrveranstaltung dient zum Erwerb von Überblickswissen im Sinne § 7 (1) Ziff 6 der Ordnung der Zwischenprüfung und wird zur Vorbereitung der atl. ZP-Klausur empfohlen.
    Im modularisierten Studiengang kann sie als Pflichtvorlesung im Rahmen des Basismoduls Altes Testament mit 3 LP angerechnet werden, wenn sie
    regelmäßig besucht wird.
  2. Die Vorlesung hat das Ziel, in die Hauptprobleme und Hauptepochen der Geschichte des Alten Israels im Rahmen der Geschichte des Alten Orients einzuführen. Auch die Geographie und Archäologie des Landes der Bibel werden zur Sprache kommen. Die Darstellung soll von der Lektüre atl. und altorientalischer Texte begleitet sein, sowie durch ikonographische und archäologische Zeugnisse illustriert und verdeutlicht werden.
  3. Zur Vorbereitung, begleitenden Lektüre (und Anschaffung) empfohlen wird eines der folgenden Lehrbücher:
    Donner, H.: Geschichte des Volkes Israel und seiner Nachbarn in Grundzügen 1 und 2, ATD Erg.-reihe 4, 2. Aufl. Göttingen 1995f
    Gunneweg, A.H.J.: Geschichte Israels. Von den Anfängen bis Bar Kochba
    und von Theodor Herzl bis zur Gegenwart, 6. Aufl., Stuttgart 1989
  4. Der Besuch der Übung zur Vorlesung (s. u.) wird empfohlen.
     
5. UE Texte und Literatur zur Vorlesung (n.V.) 1 1 Utzschneider
   
  1. a) Die Übung wird allen Teilnehmenden der Vorlesung empfohlen. Im modularisierten Studiengang kann sie als Pflichtveranstaltung im Rahmen des Basismoduls Altes Testament mit 1 LP angerechnet werden, wenn sie
    regelmäßig besucht wird.
  2. Die Übung ergänzt die Vorlesung und dient auch der Vorbereitung auf die Zwischenprüfung. Die Themen der Vorlesung werden nachgearbeitet und vertieft, dazu werden wichtige atl. Texte gemeinsam gelesen und ausgelegt, sowie grundlegende Sekundärliteratur gelesen und besprochen.
  3. Vgl. zur Vorlesung.
     
6. SE In Kooperation mit Prof. Dr. Hanna Liss, Heidelberg
Die Erzvätererzählung in jüdischer,
christlicher und historischer Auslegung
(teilweise geblockt)
2 3 Utzschneider
   
  1. Das Seminar ist für Studierende geeignet, die das Hebraicum und das atl. Proseminar mit Erfolg abgelegt haben. Im Grundstudium des modularisierten
    Studiengangs kann es als Wahlveranstaltung besucht werden (3 LP).
    Das Seminar wird in Kooperation mit der „Hochschule für jüdische Studien“, Heidelberg, veranstaltet. Die erste Phase des Seminars mit fünf regulären Sitzungen findet in der ersten Semesterhälfte getrennt in Heidelberg
    bzw. Neuendettelsau statt, daran schließen sich zwei Seminartage mit je drei Seminarsitzungen in Heidelberg bzw. Neuendettelsau an. Dafür in Aussicht genommen sind die Sonntage am 13.06.2010 und 27.06.2010
    (ca. 10–18 Uhr). Nach dem zweiten Seminartag ist das Seminar beendet.
  2. Das Seminar wird sich vor allem auf die Jakob-Esau-Erzählungen konzentrieren. Diese werden wir in der ersten Phase des Seminars gründlich lesen sowie literarisch und historisch analysieren.
    Der „Bruderzwist“ zwischen Jakob und Esau hat ebenso wie die Erzählungen von Jakobs Reise nach und Aufenthalt in „Aram“ tiefe Spuren in der jüdischen und der christlichen Bibelauslegung und Theologie hinterlassen.
    Auch in die „profane“ Literatur sind die Stoffe eingegangen und stellen ihre kreative, Welt deutende Kraft bis heute unter Beweis. In der jüdischen Bibelauslegung wurde der Bruderzwist als Paradigma für den Konflikt zwischen Israel und den Völkern verstanden. Auch die christliche Seite schöpfte aus dem Text, um damit ihren Anspruch auf das Erbe Israels zu zementieren. Diesen Zusammenhängen werden wir uns in den gemeinsamen Seminartagen an der „Hochschule für jüdische Studien“ bzw. der Augustana-Hochschule zuwenden und damit Gemeinsamkeiten und Konfliktpotentiale jüdischer und christlicher Bibelauslegung wissenschaftlich erschließen und theologisch diskutieren.
  3. Literatur zur Vorbereitung:
    Jacob, Benno: Das Buch Genesis, hrsg. im Auftrag des Leo-Baeck-Instituts von Shlomo Mayer, Stuttgart 2000
    Langer, Gerhard (Hrsg.): Esau – Bruder und Feind, Göttingen 2009
    Seebass, Horst: Genesis II/2: Vätergeschichte II (23,1–36,43), Neukirchen-Vluyn 1999
     
7. KL Doktoranden- und Habilitandenkolloquium 1 1 Utzschneider
   
  1. Für fortgeschrittene Studierende und Graduierte. Die Lehrveranstaltung kann mit 1 LP als Wahlveranstaltung angerechnet werden. Neue InteressentInnen sind willkommen und werden gebeten, sich an den Leiter zu wenden.
  2. Besprochen werden die Arbeitsvorhaben von PromovendInnen bzw. HabilitandInnen sowie wissenschaftliche Projekte und Probleme im Fach AT. Sie werden im Kolloquium vorgestellt, diskutiert und begleitet.
     
8. PS Einführung in die Methoden alttestamentlicher Exegese:
Texte aus den Erzelternerzählungen
2 3 Hopf
   
  1. a) Voraussetzung: Hebraicum. Für Studierende in den Anfangssemestern.
    Zwischenprüfungsrelevant. Das Proseminar ist im Rahmen des modularisierten Studiums Bestandteil des Basismoduls „Altes Testament“. Die aktive Mitarbeit am Seminar erbringt 3 Leistungspunkte, die Anfertigung
    einer schriftlichen Proseminar-Arbeit weitere 5 Leistungspunkte.
  2. Texte sprechen – man muss nur genau hinhören. Das Problem ist allerdings: Sie sprechen in den seltensten Fällen mit einer Stimme. Und das gilt für die Texte des Alten Testaments um so mehr, als in der langen Geschichte ihrer Entstehung viele Stimmen den „Klang“ des Textes zu einer wahren Symphonie angereichert haben. So heißt es ja schon in Ps 62:
    „Eines hat Gott geredet, ein Zweifaches habe ich gehört.“
    Um aber den „Gesamtklang“ in seiner Vielfalt und Elaboriertheit wirklich wertschätzen und verstehen zu können, bedarf es eines Instrumentariums.
    Dieses Instrumentarium steht uns für das Alte Testament in Gestalt der Werkzeuge der alttestamentlichen Exegese zur Verfügung. Entsprechend
    soll das Proseminar durch das Kennenlernen und Einüben von textwissenschaftlichen und historisch-kritischen Methoden an einem konkreten alttestamentlichen Text dazu beitragen, in einen Dialog mit und über diesen Text in seiner Vielgestaltigkeit intensiver einzutreten und ihn somit neu zum Klingen zu bringen.
  3. Als Grundlage des Proseminars dient:
    Utzschneider, H. / Nitsche, S. A.: Arbeitsbuch literaturwissenschaftliche Bibelauslegung. Eine Methodenlehre zur Exegese des Alten Testaments,
    Gütersloh 32008 (zur Anschaffung empfohlen)
  4. Voraussetzung für den Erwerb eines Scheines ist die regelmäßige Teilnahme sowie für
    – den Erwerb eines Teilnahmescheines: Anfertigung einer Kurzarbeit (i.d.R. ein exegetischer Schritt);
    – den Erwerb eines benoteten Scheins: Anfertigung einer schriftlichen Arbeit, die gegebenenfalls bereits im Semester begonnen werden kann;
    – den Erwerb eines benoteten Scheines in der ‚Frist von sechs Wochen‘: Anfertigen einer schriftlichen Arbeit im Anschluss an das Proseminar.
     
9. RP

Alttestamentliches Repetitorium

2 Hopf
   

Zeit: 18.30–20.30 Uhr

  1. Für Studierende, die sich auf das Examen vorbereiten.
  2. Das Repetitorium verfolgt im Wesentlichen zwei Schwerpunkte:
    – Das Grundwissen für das Fach Altes Testament soll wiederholt und vorhandene Lücken geschlossen werden.
    – Die Inhalte sollen durch Strukturierung und thematische Auseinandersetzung auf das Wesentliche konzentriert und so in eine lernbare Form gebracht werden.
    Dies geschieht durch eigenständige Vorbereitung und Erarbeitung von Inhalten für die jeweiligen Sitzungen, die dort besprochen, vertieft und diskutiert werden. Dabei soll es gelingen, die unterschiedlichen Themenbereiche
    miteinander zu verbinden und sich so ein alttestamentliches ‚Grundwissen- Netzwerk‘ anzueignen.
    Die Erarbeitung des notwendigen Stoffs erfolgt anhand der gängigen Lehr- und Arbeitsbücher bzw. Standardwerke. Als Arbeitsgrundlage dient v. a.
    das ‚Arbeitsbuch zum Alten Testament‘ von Hans-Christoph Schmitt.
    Für die Wiederholung der Methodik der Exegese wird ein Exegese-Tag angeboten, an dem die Exegese-Schritte beispielhaft angewandt und wichtige Grundlagen für eine ‚Examens-Exegese‘ besprochen werden. Der Termin
    wird im Kurs vereinbart.
    Das Repetitorium wird zwei ZEITstunden (120 min.) umfassen.
  3. In Vorbereitung auf das Repetitorium wird angesichts der knappen Zeit dringend gebeten, den Abschnitt ‚Grundzüge der Geschichte Israels in alttestamentlicher
    Zeit‘ (S. 13–146) bei H.-C. Schmitt für die erste Sitzung
    erarbeitet zu haben und sich Gedanken zu den ‚Repetitionsthemen zur Geschichte Israels‘ (S. 146) zu machen.
    Folgende Grundlagenwerke werden voraussichtlich im Repetitorium Verwendung finden:
    Schmitt, H.-C.: Arbeitsbuch zum Alten Testament (UTB 2146), Göttingen, 2. Aufl., 2007
    Zenger, E. u. a.: Einleitung in das Alte Testament (Kohlhammer-Studienbücher Theologie 1,1), Stuttgart u.a. 5. Aufl., 2008 (oder neuere Aufl.)
    Donner, H.: Geschichte des Volkes Israel und seiner Nachbarn in Grundzügen. Teil 1 und 2 (Grundrisse zum Alten Testament 4/1 und 4/2),
    Göttingen 3. Aufl., 2000/2001
    Dazu sollte eine Theologie des AT nach Wahl hinzugezogen werden, so z. B.
    Rendtorff, R.: Theologie des Alten Testaments. Ein kanonischer Entwurf. Bd. 2: Thematische Entfaltung, Neukirchen-Vluyn 2001
    Schmidt, W. H.: Alttestamentlicher Glaube, Neukirchen-Vluyn 8. Aufl., 1996
    Zimmerli, W.: Grundriss der alttestamentlichen Theologie (Theol. Wissenschaft 3,1), Stuttgart u. a. 7. Aufl., 1999
     
10. PS Altes Testament für Pfarrverwalterinnen und Pfarrverwalter 2 3 Jost
    s. Nr. 58      

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Neues Testament

Übersicht Veranstaltungen Neues Testament
VL: 11 PS: 15 SE: 13 KL: 14 UE: 12 16 17 18
Veranstaltungen Neues Testament
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
11. VL Johannesvorlesung 3 3 Stegemann
   
  1. Exegetische Vorlesung.
  2. Die Vorlesung ist so konzipiert, dass sie auf die von der Zwischenprüfungsordnung verlangten Anforderungen vorbereitet.
    Das Johannesevangelium wurde von einem Ausleger „The maverick Gospel“ genannt. Es handelt sich also um ein theologisch ungewöhnliches Evangelium. Mit der Exegese dieses Textes verbinden sich besondere
    Probleme. Die Vorlesung wird u. a. eingehen auf den Paradigmenwechsel, den es seit einigen Jahren in der Johannesforschung gibt und der durch die Stichwörter literarkritischer oder literaturwissenschaftlicher Zugang gekennzeichnet werden kann. Darüber hinaus werden einzelne Problemkreise diskutiert, z.B. die Beziehung des Johannesevangeliums zu den synoptischen Evangelien; welche theologische Position vertritt der Verfasser des
    Evangeliums; in welcher Beziehung steht das Evangelium zum gnostischen Christentum usw. Die Vorlesung wird auf die neuesten Diskussionen und Kommentare eingehen.
  3. Zur Vorbereitung empfohlen:
    Lektüre des Johannesevangeliums
    Stegemann, Wolfgang: Jesus und seine Zeit, Stuttgart 2010, 61–72
    Thyen, Hartmut: Art. Johannesevangelium, TRE Bd. 17 (1988), 200–225
     
12. UE Übung zur Vorlesung 1 1 Stegemann
   

Die Übung zur „Johannesvorlesung“ soll insbesondere den Studierenden, die sich auf die Zwischenprüfung vorbereiten, Gelegenheit zur intensiven Einarbeitung in den Stoff der Vorlesung, die Lektüre wichtiger Sekundärliteratur und zur Einübung und Reproduktion des Erarbeiteten geben. Neben Übersetzungsübungen wird auch die Wiedergabe von Themenkomplexen des Vorlesungsstoffes im Stile der Zwischenprüfungsklausuren „trainiert“.

     
13. SE Gleichnisse Jesu 2 3 Stegemann
Neumann
   
  1. Das Seminar setzt das Proseminar im Neuen Testament voraus.
  2. Die Gleichnisse in den synoptischen Evangelien gehören nach dem Verständnis der historisch-kritischen Forschung zum Urgestein der Jesus-Rede. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart hinein wird
    vor allem auch ein theoretischer Diskurs über die Gleichnisse als Text-Sorte geführt. Das Seminar wird markante gleichnistheoretische Ansätze zur Sprache bringen (vor allem auch die neueste etapherntheoretische
    Grundlegung der Gleichnisinterpretation) und sie am Beispiel von Musterexegesen auf ihre Anwendungsfähigkeit hin überprüfen.
  3. Zur Vorbereitung empfohlen:
    Schottroff, Luise: Die Gleichnisse Jesu, 2. Aufl., Gütersloh 2005
  4. Für regelmäßige Teilnahme wird ein Seminarschein ausgestellt, ein benoteter Seminarschein erfordert eine Seminararbeit.
     
14. KL Doktoranden- und Habilitandenkolloquium 1   Stegemann
           
15. PS Einführung in die Methoden der ntl. Exegese 2 3 Neumann
   
  1. Voraussetzung: Graecum. Für Studierende in den Anfangssemestern. Zwischenprüfungsrelevant.
    Die Veranstaltung ist im Rahmen des modularisierten
    Studiums Teil des Basismoduls Neues Testament (3 LP, zusätzlich 5 LP bei Anfertigung einer benoteten Proseminararbeit).
  2. Das Proseminar führt in die Methoden der historisch-kritischen Arbeit am Neuen Testament ein, dabei liegt der Schwerpunkt auf den synoptischen Evangelien.
  3. Erforderliche Arbeitsmittel:
    Unerlässlich ist ein griechisches NT. Die wissenschaftliche Standardausgabe ist:
    Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece (aktuelle Ausgabe: 27. Aufl., 9. korr. u. erw. Druck, Stuttgart 2007)
    Grundsätzlich empfehlenswert (leider nicht ganz billig) ist auch die Anschaffung einer griechischen Evangeliensynopse:
    Aland, Kurt: Synopsis Quattuor Evangeliorum (aktuelle Ausgabe: 15. Aufl., 3. korr. u. erw. Druck, Stuttgart 2001)
    Dem Proseminar wird als begleitende Literatur zu Grunde gelegt: Schnelle, Udo: Einführung in die neutestamentliche Exegese (UTB 1253), 7., durchges. und erg. Aufl., Göttingen 2008 (zur eigenen Anschaffung
    empfohlen)
    Ergänzend werden für einzelne Arbeitsschritte herangezogen:
    Ebner, Martin / Heininger, Bernhard: Exegese des Neuen Testaments (UTB 2677), Paderborn u.a., 2., verb. u. erw. Aufl. 2007
  4. Voraussetzung für den Erwerb einer Teilnahmebescheinigung ist die regelmäßige
    Teilnahme einschließlich vor- und nachbereitender Lektüre sowie die Bearbeitung von Aufgaben in einer Arbeitsgruppe. Ein benoteter Schein setzt darüber hinaus die Anfertigung einer exegetischen Arbeit voraus.
     
16. UE Lektüre: Klassiker der Hermeneutik 2 2 Neumann
   
  1. Alle Semester. Keine Voraussetzungen. Im Rahmen des modularisierten Grundstudiums kann die Veranstaltung im Wahlbereich (Vertiefung des Basismoduls NT) besucht werden. Für Studierende, die im NT nicht die Zwischenprüfung ablegen, kann die Veranstaltung auch (an Stelle der zwischenprüfungsvorbereitenden vorlesungsbegleitenden Übung) als Bestandteil des Basismoduls anerkannt werden.
  2. Die mit der Aufklärung aufkommende sog. „historisch-kritische“ Methode der Exegese bedeutete im Verständnis der biblischen Texte einen Paradigmenwechsel. War es bis dahin eine selbstverständliche Voraussetzung, dass biblische Texte „uns“ (die heutigen Leser/innen) adressieren (vgl. 1Kor 10,11; 2Tim 3,16), so wurde der Text nunmehr als „historisches“ Dokument wahrgenommen, das zunächst einmal von Menschen einer bestimmten
    Zeit und für Menschen einer bestimmten Zeit abgefasst wurde.
    Damit stellt sich die Frage, ob und wie Texte von „damals“ uns „heute“ noch etwas sagen. An Hand von wichtigen Originaltexten der Aufklärungstheologie (Semler, Gabler, Lessing, Kant) und weiteren „klassischen“ hermeneutischen Entwürfen, die auf diese veränderte Problemlage reagieren (inbes. Schleiermacher und Bultmann), soll die zentrale Bedeutung und die bleibende Problematik dieses Paradigmenwechsels erarbeitet werden; weitere Theologen können noch zur Sprache kommen (z.B. Harnack). Daneben soll aber auch die „Vorgeschichte“, nämlich die Grundlagen der „vormodernen“ Exegese (insbes. die Technik der Allegorese, z.B. an Hand von Origenes und Augustinus) und die reformatorische Betonung des „Literalsinns“
    einbezogen und gewürdigt werden, evtl. auch der Beitrag des Pietismus (J. J. Rambach und das Programm der „Applikation“). Des Weiteren bietet sich noch ein Seitenblick auf wichtige Texte der historischen und
    philosophischen Hermeneutik (Droysen, Gadamer) an, die mit der theologischen Hermeneutik in engem Zusammenhang stehen, ggf. auch noch ein Ausblick auf das Spektrum der derzeit auf dem „Markt“ befindlichen hermeneutischen Entwürfe.
    Aus diesem großen Pool relevanter Texte werden pro Sitzung Abschnitte für die Lektüre im Umfang von ca. 2 Std. Vorbereitungszeit pro Woche ausgewählt, wobei in Absprache mit den Teilnehmenden im Einzelnen noch
    Schwerpunkte gesetzt werden können.
  3. Literaturempfehlungen: Mögliche vertiefende Lektüre zur eigenen Weiterarbeit wird im Verlauf der Veranstaltung bekannt gegeben.
  4. Ein Teilnahmeschein wird auf Grund der regelmäßigen („aktiven“) Teilnahme ausgestellt.
     
17. UE Bibelkunde des NT
(+ 4 LP bei bestandener Prüfung)
2 2 Seiler
   

s. Nr. 3

     
18. UE

Flavius Josephus – Priester, Bandenchef, Geschichtsschreiber

2 2 Gußmann
   

Die Werke des Flavius Josephus (36/37–100 n. Chr.) gehören zu den wichtigsten Quellen der neutestamentlichen Zeitgeschichte. Durch Josephus erhalten wir einen besonderen Blick auf Herodes den Großen, Johannes den Täufer oder Jakobus den Herrenbruder. Auch Jesus von Nazareth wird im so genannten „Testimonium Flavianum“ erwähnt. Die Übung vermittelt einen
Überblick über das Leben, das Werk und die Bedeutung des jüdischen Historikers Josephus und gibt einen Einblick in die gegenwärtige Forschung.
Die klassischen Quellentexte werden auf Deutsch gelesen. Griechisch- oder Hebräischkenntnisse sind nützlich, aber nicht Voraussetzung. Zur Vorbereitung für eine Sitzung ist ein Zeitaufwand von etwa einer Stunde notwendig. Willkommen ist auch die Bereitschaft, ein kurzes Referat zu übernehmen.

Literatur:
Siegert, Folker u. a.(Hg.): Flavius Josephus: Aus meinem Leben (Vita). Kritische Ausgabe, Übersetzung und Kommentar, Tübingen 2001 (Quellentext der Autobiographie des Josephus)
Mason, Steve: Flavius Josephus und das Neue Testament, Tübingen 2000 (Einführung)
Schreckenberg, Heinz: Art. „Josephus (Flavius Josephus)“, RAC 18 (1997) 761–801 (Lexikonartikel)
Böttrich, Christfried / Herzer Jens: Josephus und das Neue Testament: Wechselseitige Wahrnehmungen. 2. Internationales Symposion zum Corpus Judaeo-Hellenisticum 25.–28. Mai 2006 Greifswald, WUNT 209, Tübingen 2007 (Forschung)
Die wichtigste Literatur wird am Anfang der Übung bekannt gegeben.

     
  UE

Judentum konkret
Blockseminar in Berlin und Potsdam 13.–16. Oktober 2010

2 2 Eberhardt
   

Einführungsveranstaltung am 11. Juni 2010, 15–18 Uhr
Ort: Hörsaal II des Wilhelm-von-Pechmann-Hauses

  1. Die Veranstaltung richtet sich an Studierende aller Semester.
  2. In den letzten zwanzig Jahren erlebten die jüdischen Gemeinden in Deutschland einen Aufschwung. Ausdruck dieser Entwicklung ist auch die Eröffnung des Abraham Geiger Kollegs in Potsdam, dem ersten Rabbinerseminar
    in Zentraleuropa nach der Schoa. Ein Studientag mit Rabbinatsstudierenden des Kollegs zum Thema „Halacha und Ethik“ wird den Schwerpunkt des Blockseminars bilden. Darüber hinaus stehen der Besuch eines Schabbatabendgottesdienstes sowie weitere Begegnungen auf dem Programm.
    Die Unterbringung erfolgt in Drei- und Vierbettzimmern im Gästehaus „Im Zentrum“ der Berliner Stadtmission in der Nähe des Hauptbahnhofs. Detaillierte Informationen werden in der Einführungsveranstaltung am 11. Juni 2010 bekanntgegeben.
    Das Blockseminar wird vom BCJ.Bayern bezuschusst. Für die TeilnehmerInnen fällt ein Unkostenbeitrag zwischen 50 und 80 Euro an.
    Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine schriftliche Anmeldung bis zum 8. Juni 2010 erforderlich: Pfrin. Barbara Eberhardt, BCJ.Bayern, Marsstraße 19, 80335 München; mail: barbara.eberhardt@elkb.de
  3. Literatur zur Vorbereitung wird in der Einführungsveranstaltung bekannt gegeben.
    Empfehlungen für diejenigen, die sich vorab mit dem Thema beschäftigen wollen:
    http://www.abraham-geiger-kolleg.de
    Friedrich, Volker / Bechtold, Andreas: Jüdische Jugend heute in Deutschland, Konstanz 2006
    Zemer, Moshe: Jüdisches Religionsgesetz heute. Progressive Halacha, Neukirchen-Vluyn 1999.
     

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Kirchen-, Dogmen- und Theologiegeschichte

Übersicht Veranstaltungen Kirchen-, Dogmen- und Theologiegeschichte
VL: 19 PS: 23 UE: 24 26 27 SE: 20 KL: 22 RP: 25 OS: 21
Veranstaltungen Kirchen-, Dogmen- und Theologiegeschichte
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
19. VL KG III: Reformationszeit 3 3 Sommer
   
  1. Die Vorlesung ist im Rahmen des modularisierten Studiums verpflichtender Bestandteil des Basismoduls Kirchen- und Dogmengeschichte oder kann als Veranstaltung im Wahlpflichtbereich belegt werden. Sie ist als Überblicksvorlesung im Sinne der Zwischenprüfungs-ordnung konzipiert und für Hörerinnen und Hörer aller Semester geeignet.
  2. Die kirchengeschichtlichen Überblicksvorlesungen über die Alte Kirche, das Mittelalter und die Neuzeit umspannen einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten. Das ist in der Vorlesung über die Reformationsgeschichte anders. Hier sind es wenige Jahrzehnte am Beginn des 16. Jahrhunderts, die eine besondere Konzentration auf eine Fülle von Einzelereignissen und Problemstellungen in Politik, Kirche, Theologie und Frömmigkeit der Zeit
    ermöglichen. Der Grund für diese Verdichtung liegt in der Bedeutung der Reformation des 16. Jahrhunderts für die gesamte Geschichte des Christentums und für die evangelische Kirche im Besonderen. Im Zentrum der Vorlesung wird die Reformationsgeschichte in Deutschland und in der Schweiz stehen. Besondere Schwerpunkte sind die Theologie des jungen Luther und die Reformationsgeschichte vom Ablassstreit 1517
    bis zum Reichstag 1530.
  3. Literatur:
    Moeller, B.: Deutschland im Zeitalter der Reformation, Göttingen, 4. Aufl. 1999
    Schorn-Schütte, L.: Die Reformation. Vorgeschichte – Verlauf – Wirkung, München, 3. Aufl. 2002
    Lohse, B.: Luthers Theologie in ihrer historischen Entwicklung und in ihrem
    systematischen Zusammenhang. Göttingen 1995
    Schwarz, R.: Luther (UTB 1926), Göttingen 1998
    Die neueste Darstellung der Reformationsgeschichte stammt von Thomas Kaufmann, Geschichte der Reformation, Verlag der Weltreligionen, Frankfurt a. M. und Leipzig 2009. Sie bringt den neuesten Forschungsstand und enthält ein ausführliches Literaturverzeichnis, ist aber mit über 900 Seiten auch recht umfangreich.
     
20. SE Melanchthons „Loci theologici“ (geblockt) 2 3 Nieden
   

Termin: 21./22. Mai, 02./03. und 09./10. Juli 2010
Ort: Seminarraum 3

  1. Das Seminar setzt das Latinum und das kirchengeschichtliche Proseminar voraus.
  2. „[…] das unüberwindliche Buch Philipp Melanchthons, die Loci theologici, welches nach meiner Meinung nicht allein der Unsterblichkeit, sondern auch kirchlichen kanonischen Ansehens würdig ist.“ Wie an manch anderem seiner Werke hat Melanchthon auch an den von Luther (in „De servo arbitrio“) so überschwänglich gelobten „Loci theologici“ nahezu sein Leben lang gearbeitet. Wir werden uns in den drei Blöcken dieses kirchengeschichtlichen
    Seminars mit den drei wichtigsten Ausgaben (1521, 1535,
    1543f.) des berühmten Lehrbuches, der so genannten „ersten evangelischen Dogmatik“, beschäftigen. Indem wir ausgewählte thematische Linien durch die verschiedenen Loci-Ausgaben verfolgen, wollen wir die geistige Entwicklung Melanchthons nachzeichnen und auf ihre Ursachen hin befragen.
    Das Seminar findet als Blockveranstaltung an drei Terminen statt (21./22.05., 02./03.07., 09./10.07.), jeweils von 16.30–20.00 Uhr (Freitag) und 8.30–11.30 Uhr (Samstag). Ein Quellenreader wird erstellt. Aus organisatorischen Gründen ist eine formlose Anmeldung per E-Mail bis zum 30. April 2010 erforderlich (marcel.nieden@augustana.de).
  3. Für regelmäßige Teilnahme wird ein Seminarschein ausgestellt, ein benoteter Seminarschein erfordert eine Seminararbeit.
  4. Zur Anschaffung und vorbereitenden Lektüre empfohlen:
    Scheible, Heinz, Melanchthon. Eine Biographie, München 1997
    Melanchthon, Philipp, Loci communes: 1521, lat.-dt., übers. und mit kommentierenden Anmerkungen versehen von Horst Georg Pöhlmann, hg. vom Lutherischen Kirchenamt der VELKD, 2. durchgesehene und korrigierte Aufl., Gütersloh 1997.
     
21. OS Geistliche Seelenführung in der abendländischen Religiosität von Anselm von Canterbury bis Wilhelm Löhe (11.–19. Jh.) 1 1 Schneider-Ludorff
   

Schneider-Ludorff gemeinsam mit Prof. Dr. Berndt Hamm, Erlangen und Prof. Dr. Volker Leppin, Jena Oberseminar in einer Blockveranstaltung. Termin: 3.–4. Juli 2010 in Erlangen

  1. Für fortgeschrittene Studierende mit Überblicks-kenntnissen zur Kirchengeschichte; für Gasthörer zugelassen. Persönliche Anmeldung bis zum
    23. April 2010 erbeten!
  2. Das jährlich stattfindende fränkisch-thüringische Oberseminar befasst sich diesmal mit einem Thema aus dem Bereich der Seelsorge. Im Blick sind kirchengeschichtliche Konstellationen, in denen Priester oder Pfarrer, aber auch Laien und Laienfrauen nachhaltig beratenden, möglicherweise auch manipulierenden Einfluss auf Spiritualität und religiöse Lebensführung
    eines anderen Menschen oder einer Gruppe von Menschen ausüben wollten und in vielen Fällen auch tatsächlich ausübten. Referate mit Diskussionen sind geplant zu Anselms geistliche Seelenführung durch Briefe, Meister
    Eckharts mystische Seelenführung, die Wechselbeziehung zwischen mystischen Nonnen und ihren geistlichen Begleitern, der Nürnberger Ratsschreiber Lazarus Spengler und seine Trostschriften für den Markgrafen
    Georg den Frommen, evangelische Fürsten der Reformationszeit und ihre theologischen Ratgeber oder „dirigenti religiosi“, die Verquickung von Seelsorge und Politik bei Beichtvätern des Jesuitenordens, Fallbeispiele pietistischer Seelenführung, Katechismen als Instrumente der Seelenführung, diverse Felder der Seelenführung im Wirken Wilhelm Löhes. Das Thema verspricht eine Vielfalt von Zugängen zu unterschiedlichen Typen von Seelenführung und es lenkt den Blick auf Ambivalenzen der religiösen Einflussnahme. In ihm verbinden sich Perspektiven der Theologie, Frömmigkeit,
    Didaktik, Medialität, Politik und Genderforschung.
  3. Arbeitsaufwand: gering, da die Referate nicht von den Studierenden gehalten werden.
     
22. KL Doktorandenkolloquium 2   Schneider-Ludorff
   

 

     
23. PS Kaiser und Papst im Mittelalter 2 3 Schenk
   
  1. Studierende im Grundstudium; Zwischenprüfungsrelevant. Voraussetzung Latinum, Besuch des Grundkurses „Wendepunkte der KG“ und die Bereitschaft zu kontinuierlicher Mitarbeit und zur Übernahme eines Referates.
    Das Proseminar ist im Rahmen des modularisierten Studiums Bestandteil des Basismoduls „Kirchen- und Dogmengeschichte“. Die aktive Mitarbeit am Seminar erbringt 3 Leistungspunkte, die Anfertigung einer schriftlichen Proseminar-Arbeit weitere 5 Leistungspunkte.
  2. Das Verhältnis von Kirche und Staat ist ein wesentliches Element der gesamten Kirchengeschichte. Das Mittelalter ist geprägt von einer grundsätzlichen Synthese von weltlicher und geistlicher Macht, auf deren Basis
    sich vielfältige Konflikte ergeben. Diese werden paradigmatisch deutlich im Verhältnis von Kaisertum und Papsttum, die beide eine universale Geltung in der abendländischen Christenheit beanspruchen.
    Im Proseminar werden wir wichtige Stationen der Entwicklung beider Gewalten und ihres Verhältnisses zueinander in den Blick nehmen. Einen Schwerpunkt werden dabei die als „Investiturstreit“ bekannten Auseinandersetzungen zwischen Kaiser Heinrich IV. und Papst Gregor VII. bilden, die in Heinrichs „Gang nach Canossa“ gipfeln.
    Anhand des Studiums zentraler Quellen werden wir Methoden kirchengeschichtlichen Arbeitens kennen lernen und einüben.
  3. Zur Anschaffung empfohlen:
    Markschies, C.: Arbeitsbuch Kirchengeschichte, Tübingen 1995
    Goez, Elke: Papsttum und Kaisertum im Mittelalter, Darmstadt 2009
  4. Ein Nachweis über erfolgreiche Teilnahme am Proseminar wird gegen Vorlage eines schriftlich ausgearbeiteten Referates, ein benoteter Proseminarschein gegen Vorlage einer schriftlichen Proseminararbeit ausgestellt.
     
24. UE Grundkurs: „Wendepunkte der KG“  1 1 Schenk
   
  1. Der Grundkurs ist Bestandteil des Basismoduls Kirchen- und Dogmengeschichte und richtet sich an Studierende im Grundstudium. Er kann ohne Vorkenntnisse besucht werden.
  2. 2000 Jahre Christentum – das ist: Glaube, Theologie und Kirche unter vielfältigen historischen Bedingungen. Der Grundkurs bietet einen Überblick:
    mit Sieben-Meilen-Stiefeln durchschreitet er die Epochen der Kirchengeschichte, verweilt bei zentralen theologischen Entscheidungen, zeigt kirchenhistorische Wendepunkte auf. Damit schlägt er Schneisen ins Dickicht historischer Daten und Fakten und vermittelt Ihnen für Ihr Studium grundlegendes Wissen über die Geschichte des Christentums.
  3. Zur Anschaffung empfohlen:
    Fitschen, Klaus: Kirchengeschichte (Module der Theologie Bd. 3), Gütersloh 2009
     
25. RP Kirchengeschichtliches Repetitorium 2   Schenk
   
  1. Examenskandidatinnen und -kandidaten
  2. 2000 Jahre Christentum – das ist Glaube, Theologie, Kirche unter vielfältigen historischen Bedingungen. Das Repetitorium schlägt Schneisen, hilft beim Orientieren und will zum Lernen motivieren. Dies geschieht nicht aufgrund
    eines einzigen Lehrbuchs, sondern aufgrund einer bewährten und neuerlich bearbeiteten Literaturzusammenstellung, die die Examensvorbereitung
    im Fach Kirchengeschichte strukturieren hilft.
  3. Literatur
    Wolfgang Sommer / Detlef Klar: Kirchengeschichtliches Repetitorium, Göttingen 2002
    Die weitere Literaturliste wird zu Beginn des Semesters ausgegeben.
     
26. UE Konfessionskunde II: Oekumene (geblockt) 2 2 Fleischmann-Bisten
   

Termine: 18./19. Juni und 25./27. Juni 2010
Ort: Hörsaal I im Wilhelm-von-Pechmann-Haus

  1. Geeignet für Studierende aus allen Semestern. Keine Voraussetzungen!
    Im modularisierten Studiengang kann die Übung im Wahlbereich Kirchengeschichte mit 2 LP angerechnet werden.
  2. Im Jahre 2010 wird die moderne ökumenische Bewegung 100 Jahre alt (Weltmissionskonferenz 1910 in Edinburgh). Der „Internationale Missionsrat“, der „Weltbund für Freundschaftsarbeit der Kirchen“ und die Kommissionen„für Praktisches Christentum“ und für „Glauben und Kirchenverfassung“ gelten als die vier Stränge, die 1948 zur Gründung des Ökumenischen
    Rates der Kirchen (ÖRK) geführt haben. Die Übung vermittelt einen ersten Einblick in die Geschichte der weltweiten, der europäischen und deutschen Ökumene, deren Themen und Strukturen. Für die Arbeit künftiger
    Pfarrerinnen und Pfarrer in der „Ökumene am Ort“ sind solche Grundkenntnisse unter den heute oft schwierigen ökumenischen Bedingungen unverzichtbar.
  3. Empfohlene Literatur: Reinhard Frieling, Der Weg des ökumenischen Gedankens (Zugänge zur Kirchengeschichte 10), Göttingen 1992 und Konrad
    Raiser, Ernstfall des Glaubens. Kirche sein im 21. Jahrhundert (Bensheimer Hefte 90) Göttingen 1999.
  4. Unbenoteter Schein bei Teilnahme an allen Arbeitseinheiten.
  5. Hinweis: Der erste Block findet in Neuendettelsau statt, der zweite im Konfessionskundlichen Institut in Bensheim; für diese Exkursion müssen nur die Fahrtkosten aufgebracht werden, Privatunterkunft und Verpflegung werden kostenlos gestellt.
     
27. UE Übung zur Bayerischen Kirchengeschichte: Otto von Freising (geblockt) 2 2 Klitzsch
   

Termine:
Mittwoch 28. April 2010 14.00–16.00 Uhr Konstituierende Sitzung
Freitag 28. Mai 2010 14.00–20.00 Uhr
Samstag 29. Mai 2010 08.00–12.00 Uhr, 14.00–16.00 Uhr
Freitag 18. Juni 2010 14.00–18.00 Uhr
Samstag 19. Juni 2010 ca. 8.00–18.00 Uhr Exkursion nach Freising
Ort: Hörsaal II im Wilhelm-von-Pechmann-Haus
Erbeten wird eine formlose Vorabanmeldung per Mail
(iklitzsch@yahoo.de).

  1. Die in zwei Blöcken stattfindenden UE ist für Studierende aller Semester geeignet. Da die lateinischen Quellentexte zweisprachig ediert sind, sind Lateinkenntnisse keine Teilnahmevoraussetzung, bieten aber den Vorteil, zentrale Begriffe bzw. Abschnitte auch im Original wahrnehmen zu können.
    Vorausgesetzt wird die Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen.
    Die geblockte Übung wird anerkannt als eine Veranstaltung im Wahlbereich Kirchengeschichte. Angerechnet werden 2 Leistungspunkte.
  2. Vor kurzem jährte sich zum 850. Mal der Todestag des dem höchsten Reichsadel angehörenden Otto von Freising: Studium im „frühscholastischen“ Gelehrtenzentrum Paris, Eintritt in den noch jungen Zisterzienserorden, Wahl zum Abt des bedeutenden Klosters Morimond und kurz darauf Berufung zum Bischof von Freising, Vermittler im Investiturstreit, Kreuzzugsteilnehmer, Geschichtsschreiber. Diese Stichpunkte machen deutlich: Durch die Beschäftigung mit Otto von Freising werden mit einem „bayerischen
    Fokus“ zentrale Themen mittelalterlicher Kirchen- und Theologiegeschichte greifbar. Von Ottos Werken werden in der Übung insbesondere seine Chronik und seine unvollendeten Taten Friedrichs Berücksichtigung
    finden. In der erstgenannten Quelle schildert Otto unter Aufnahme augustinischen Gedankenguts die Weltgeschichte von der Schöpfung bis ins Jahr
    1146, um dann mit seiner Vision von den letzten Dingen zu enden. Das zweite, für seinen Neffen Kaiser Friedrich Barbarossa verfasste Werk verbindet nicht nur die Hausgeschichte der Staufer mit der Reichsgeschichte,
    sondern setzt auch geschichtstheologisch andere Akzente und porträtiert kirchengeschichtlich bedeutsame Persönlichkeiten. Vertieft werden soll diese Annäherung an Werk und Wirken Ottos durch eine Exkursion nach Freising.
  3. Literaturhinweise:
    Werke:
    Chronica sive historia de duabus civitatibus, lat.-dt. hg. von Walther Lammers (AQDG 16), Darmstadt 1960, 5. Aufl., 1990
    Gesta Frederici, lat.-dt. hg. von Franz-Josef Schmale (AQDG 17), Darmstadt 1965, 4. Aufl., 2000
    Sekundärliteratur:
    Goetz, Hans-Werner: Das Geschichtsbild Ottos von Freising. Ein Beitrag zur historischen Vorstellungswelt und zur Geschichte des 12. Jahrhunderts (BAKG 19), Köln/Wien 1984
    Kirchner-Feyerabend, Cornelia: Otto von Freising als Diözesan- und Reichsbischof (EHS.G 4,413), Frankfurt a. M. 1990
     

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Systematische Theologie und Philosophie

Übersicht Veranstaltungen Systematische Theologie und Philosophie
VL: 28 PS: 30 33 36 UE: 34 35 37 SE: 28 KL: 32 OS: 31
Veranstaltungen Systematische Theologie und Philosophie
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
28. VL Neuere Theologiegeschichte 3 3 Buntfuß
   
  1. Die Vorlesung ist verpflichtender Bestandteil des Basismoduls Systematische Theologie, richtet sich aber auch an Studierende aller Semester. Die Vorlesung kann außer auf das Basismodul Systematische Theologie auch im Wahlpflicht- oder Wahlbereich als systematisch-theologische Veranstaltung mit 3 Leistungspunkten angerechnet werden. Voraussetzung dafür ist die regelmäßige Teilnahme an der gesamten Veranstaltung.
  2. Die Geschichte der neueren protestantischen Theologie seit dem Pietismus und der Aufklärung schließt an die christliche Dogmengeschichte an und vermittelt ein Bewusstsein für die systematisch-theologischen Probleme protestantischer Theologie in der Neuzeit bis zum aktuellen Diskussionsstand.
    In der Vorlesung wird also eine Problemgeschichte der neueren protestantischen Theologie geboten, die für die gegenwärtige systematischtheologische Arbeit von grundlegender Bedeutung ist.
  3. Die Vorlesung besteht aus einem zweistündigen Vortrag und einem einstündigen Kolloquium, in dem Fragen beantwortet und gemeinsam diskutiert werden können.
     
29. SE Paul Tillich: Systematische Theologie 2 3 Buntfuß
   
  1. Keine Zulassungsbedingungen; geeignet für alle Studierenden im Grundstudium; anrechenbar für das Basismodul Systematische Theologie; 3 LP.
  2. Einen der größten Einschnitte in der neueren Geschichte des Protestantismus stellt die von jungen Theologen der „Frontgeneration“ nach dem Ersten Weltkrieg begründete Bewegung dar, die unter dem etwas irreführenden Titel „dialektische Theologie“ firmiert – und die bis heute unter Theologen und Theologinnen polarisierend wirkt. In scharfer Abgrenzung gegenüber den eigenen Lehrern aus der sog. „liberalen Theologie“, denen eine bürgerliche Verharmlosung und ideologische Verfälschung des Christlichen attestiert wurde, forderten die Propheten einer theologischen Revolution die Rückbesinnung auf das „Wort Gottes“ als Grundprinzip einer Gott und Kirche wahrhaft dienenden Theologie.
    Im Proseminar werden zentrale Texte der frühen „dialektischen Theologie“ gelesen (vor allem von Karl Barth, Friedrich Gogarten, Rudolf Bultmann und Emil Brunner) und verschiedene Deutungen der Theologiegeschichte der 1920er Jahre diskutiert. Im Hintergrund wird durchweg die Frage nach Grundbedingungen, Grundfragen und Grundproblemen sowie nach den rechten Prinzipien und Methoden gegenwärtiger Theologie stehen.
  3. Literatur
    Moltmann, J. (Hg.): Anfänge der dialektischen Theologie, 2 Bde.
    Weitere Literatur wird im Seminar bekanntgegeben.
  4. Scheinerwerb: regelmäßige Teilnahme einschließlich intensiver Vorbereitung und Verfassen eines Thesenpapiers (Teilnahmeschein); zusätzlich
    Anfertigung einer Proseminararbeit (benoteter Schein, zusätzlich 5 LP).
     
30. PS Schellings Religionsphilosophie
(s. Nr. 42)
2 3 Buntfuß/
Oesterreich
   
  1. Das Proseminar richtet sich an Studierende, die bereits wissenschaftliche Erfahrungen mit der Lektüre philosophischer und systematisch-theologischer
    Texte gemacht haben sowie an alle religionsphilosophisch und systematisch-
    theologisch Interessierten. Das Proseminar kann
    1. auf das Interdisziplinäre Basismodul (Nr. 38 VL Oesterreich: Romantische Philosophie und Rhetorik [Fichte, Schlegel, Schelling] im SoSe 10 und auf die Nr. 34 UE M. Fritz: Kierkegaardlektüre im WS 2010/11),
    2. auf das philosophische oder systematisch-theologische Basismodul
    3. auf den Wahlpflicht- oder Wahlbereich in einem der beiden Fächer Philosophie/ Systematische Theologie
    mit 3 Leistungspunkten angerechnet werden (aber nur entweder auf das Interdisziplinäre Basismodul oder auf das systematisch-theologische Basismodul).
  2. Die Religionsphilosophie des schwäbischen Pfarrerssohnes, ehemaligen Tübinger ‚Stiftlers‘ (Spitzname: ‚dr Kloi‘ = der Kleine) und idealistischen
    Philosophen Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775–1854) findet bis heute nachdenkliche Leserinnen und Leser. Nach Schelling ist die Religion die unmittelbare Anschauung dessen, was für die philosophische Spekulation den Gipfel- und Höhepunkt darstellt: das Absolute, Unendliche und Unbedingte.
    Religion ist ein Schauen des Unendlichen im Endlichen. Diesen Grundgedanken Schellings wollen wir in dem interdisziplinären Proseminar nachdenken und weiterdenken. Als besonderes Highlight der Veranstaltung ist außerdem die diesjährige TAGUNG DER INTERNATIONALEN SCHELLINGGESELLSCHAFT
    an der Augustana-Hochschule im Juni zu nennen, für
    die wir uns mit diesem Seminar ‚warmlaufen‘ und zu der alle Interessierte herzlich eingeladen sind.
  3. Als Voraussetzung für den Erwerb eines Scheines gelten die regelmäßige Teilnahme und die Übernahme eines Referates. Es besteht die Möglichkeit, eine Proseminararbeit zu schreiben.
     
31. OS Theologisch-philosophische Klassikerlektüre 1 1 Buntfuß/
M. Fritz
   
  1. Das Lektüreseminar richtet sich an alle Studierenden, die zu abendlicher Stunde Interesse an der Lektüre eines klassischen Textes aus dem Bereich Theologie/Philosophie haben und darüber mit Gleichgesinnten in ein angeregtes Gespräch kommen wollen.
  2. Die Literatur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
     
32. KL

Doktoranden- und Habilitandenkolloquium

1   Buntfuß
           
33. PS Die Anfänge der „dialektischen Theologie“ 2 3 M. Fritz
   
  1. Keine Zulassungsbedingungen; geeignet für alle Studierenden im Grundstudium; anrechenbar für das Basismodul Systematische Theologie; 3 LP.
  2. Einen der größten Einschnitte in der neueren Geschichte des Protestantismus stellt die von jungen Theologen der „Frontgeneration“ nach dem Ersten Weltkrieg begründete Bewegung dar, die unter dem etwas irreführenden Titel „dialektische Theologie“ firmiert – und die bis heute unter Theologen und Theologinnen polarisierend wirkt. In scharfer Abgrenzung gegenüber den eigenen Lehrern aus der sog. „liberalen Theologie“, denen eine bürgerliche Verharmlosung und ideologische Verfälschung des Christlichen attestiert wurde, forderten die Propheten einer theologischen Revolution die Rückbesinnung auf das „Wort Gottes“ als Grundprinzip einer Gott und Kirche wahrhaft dienenden Theologie.
    Im Proseminar werden zentrale Texte der frühen „dialektischen Theologie“ gelesen (vor allem von Karl Barth, Friedrich Gogarten, Rudolf Bultmann und Emil Brunner) und verschiedene Deutungen der Theologiegeschichte der 1920er Jahre diskutiert. Im Hintergrund wird durchweg die Frage nach Grundbedingungen, Grundfragen und Grundproblemen sowie nach den rechten Prinzipien und Methoden gegenwärtiger Theologie stehen.
  3. Literatur
    Moltmann, J. (Hg.): Anfänge der dialektischen Theologie, 2 Bde.
    Weitere Literatur wird im Seminar bekanntgegeben.
  4. Scheinerwerb: regelmäßige Teilnahme einschließlich intensiver Vorbereitung und Verfassen eines Thesenpapiers (Teilnahmeschein); zusätzlich
    Anfertigung einer Proseminararbeit (benoteter Schein, zusätzlich 5 LP).
     
34. UE Die Theologie der evangelisch- lutherischen Bekenntnisschriften (s. Nr. 81) 1 1 R. Fritz
   
  1. a) Keine Zulassungsbedingungen (hilfreich: Latinum); geeignet für alle Studierenden im Grundstudium, insbesondere für Pfarrverwalterinnen und Pfarrverwalter;
    anrechenbar für das Basismodul Systematische Theologie; 1 LP.
  2. Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche sind in lutherischen Landeskirchen die Grundlage des Ordinationsbekenntnisses und
    damit in kirchenrechtlicher Hinsicht für Pfarrerinnen und Pfarrer verbindliche Lehrgrundlage. Es gilt daher, eine reflektierte Position zu dieser komplexen Darstellung reformatorischer Theologie zu gewinnen.
    Die Übung wird vor dem Hintergrund der historischen Entstehungsbedingungen die wesentlichen systematischen Gehalte der Bekenntnisschriften
    analysieren. Zudem soll die aktuelle Relevanz der Bekenntnisschriften und der Umgang mit ihnen insbesondere anhand der Confessio Augustana und
    der Katechismen diskutiert werden.
  3. Zur Anschaffung wird empfohlen:
    Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche, hg. im Gedenkjahr der Augsburgischen Konfession, Göttingen 1930 (und Folgeauflagen).

Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, 27. April 2010 und findet 14-tägig jeweils von 14.45–16.15 Uhr statt.

     
35. UE Grundkurs: Wendepunkte der neuzeitlichen Theologiegeschichte 1 1 M. Fritz
   
  1. Keine Zulassungsbedingungen; geeignet für alle Studierenden im Grundstudium; anrechenbar für das Basismodul Systematische Theologie; 1 LP.
  2. Gegenwärtiges systematisch-theologisches Denken findet in ständiger Auseinandersetzung mit der Geschichte des Christentums statt. Eine solide theologie- und geistesgeschichtliche Bildung ist daher unerlässlich, um
    einen Zugang zur Systematischen Theologie zu gewinnen. Das gilt insbesondere für die Zeit seit der Aufklärung, in der sich die Koordinaten des theologischen Denkens etwa gegenüber der Reformation einschneidend
    gewandelt haben. In der gemeinsamen Lektüre und Interpretation von theologischen und philosophischen Schlüsseltexten aus der fraglichen Epoche (Leibniz, Semler, Lessing, Kant, Goethe, Fichte, Schleiermacher
    etc.) soll ein basales Verständnis der Grundbedingungen und -probleme neuzeitlicher Theologie vermittelt werden.
    Die Übung eignet sich gut als Ergänzung zur Vorlesung ‚Neuere Theologiegeschichte‘.
  3. Zur Vorbereitung empfohlen:
    Mühlenberg, E.: Epochen der Kirchengeschichte, Heidelberg 1980 (UTB; evtl. antiquarisch zu erwerben), ab S. 255.
    Die Quellen für die Lektüre werden in der Übung bekanntgegeben.
  4. Scheinerwerb: bei regelmäßiger Teilnahme.

Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, 22. April 2010 und findet 14-tägig jeweils von 14.45–16.15 Uhr statt.

     
36. PS Die Ethik der Kirche: Ausgewählte Denkschriften und Texte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu Themen der Zeit (Wirtschaftsethik, Bioethik, Sterbeethik) 2 3 Dietzfelbinger
   
  1. Das Proseminar richtet sich an alle Studierenden im Fach Ethik, die sich mit kirchlichen Äußerungen zu aktuellen Themen auseinandersetzen und von da aus grundsätzliche Fragen angewandter christlicher Ethik verhandeln wollen. Dem Charakter eines Proseminars folgend, ist die Veranstaltung auch für Studienanfängerinnen und -anfänger geeignet.
  2. Nach einer einführenden Klärung dessen, was der Gegenstand angewandter christlicher Ethik ist, werden wir die neueren Denkschriften und Orientierungshilfen
    der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) betrachten.
    Neben Fragen der Bioethik, der Ethik am Ende des Lebens sowie der Friedensfrage werden vor allem die wirtschaftsethischen Publikationen der zurückliegenden Jahre behandelt. Dabei wird der Fokus darauf gerichtet,
    welche ethischen Argumentationsmuster den Denkschriften jeweils zugrunde liegen, und wie weit diese für eine offene gesellschaftliche Diskussion
    über die Themen kommunikabel sind.
  3. Literatur:
    Fischer, Johannes (u.a.): Grundkurs Ethik. Grundbegriffe philosophischer und theologischer Ethik, Stuttgart u.a., 2. Auflage 2008 (zur Anschaffung empfohlen)
    Knoepffler, Nikolaus: Angewandte Ethik, Köln u.a. 2009
    Körtner, Ulrich: Evangelische Sozialethik, Göttingen, 2. Auflage 2008 (zur Anschaffung empfohlen)
    Zur Vorbereitung können Sie sich bereits verschiedene Denkschriften und Texte der EKD im Internet kostenlos laden (unter: www.ekd.de/EKD-Texte):
    - Wie ein Riss in einer hohen Mauer (EKD-Texte 100)
    - Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive (Denkschrift)
    - Gerechte Teilhabe (Denkschrift)
    - Pro und Contra Mindestlöhne (EKD-Texte 102)
    - Wenn Menschen sterben wollen (EKD-Texte 97)
    - Sterben hat seine Zeit (EKD-Texte 80)
    - Im Geist der Liebe mit dem Leben umgehen (EKD-Texte 71)
    - Umkehr zum Leben (Denkschrift)
    - Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen (Denkschrift)
    - Maße des Menschlichen (Denkschrift)
    - Gewalt gegen Frauen als Thema der Kirche (Denkschrift)
  4. Neben der vorbereitenden Lektüre zum Blockseminar wird die Übernahme eines Referates sowie eines Protokolls je Teilnehmerin und Teilnehmer erwartet
    (Voraussetzung für einen unbenoteten Schein). Eine Proseminararbeit zum Erwerb eines benoteten systematisch-theologischen Scheins kann gerne angefertigt werden (Umfang ca. 15 Seiten). Themen sind mit dem Dozenten abzustimmen.
    Die Referatsthemen, eine Literaturliste sowie ein Reader mit Texten stehen ca. zwei Wochen vor der Vorbesprechung im Apparat bereit.
  5. Termine (geblockt): zweiwöchig, je vier Stunden, Änderungen vorbehalten:
    05.05.; 19.05.; 09.06.; 30.06.; 14.07., 21.07.; jeweils 14.45 Uhr bis 18.00
    Uhr in Hörsaal I des Wilhelm-von-Pechmann-Hauses.
  6. Basismodul Systematik, drei Leistungspunkte bei erfolgreicher Teilnahme
  7. Rückfragen bitte an: dd@daniel-dietzfelbinger.de
     
37.  UE Ethische Herausforderungen im Cyberspace 1 1 Zeilinger
   

Beginn: 21. April, ab da im 14-tägigen Rhythmus mittwochs 18.30–21.30 Uhr
Übung für alle Semester. Grundkenntnisse in systematisch- und praktischtheologischer Theoriebildung erwünscht!

Das Internet stellt die (medien-)ethische Reflexion vor neue Herausforderungen. Zugleich begegnen klassische Themen philosophischer wie christlicher Ethik (Freiheit, Gerechtigkeit, Macht …) in neuem Gewand. Die Übung verschafft einen Überblick zu aktuellen Themen der „Netzethik“:

Digitale Spaltung, Informationsgerechtigkeit (z. B. Macht der Suchmaschinen), informationelle Selbstbestimmung und gesellschaftliches Interesse (Schutz/ Kontrolle, z. B. Computerspiele), Netiquette …
Unter Berücksichtigung der Teilnehmerinteressen werden ausgewählte Fragestellungen exemplarisch vertieft. Ein besonderes Augenmerk wird den mit dem Stichwort „Web 2.0“ bezeichneten interaktiven Möglichkeiten des weltweiten
Webs und den darin zur Debatte stehenden ethischen Aspekten gelten (Privatheit und Öffentlichkeit; Authentizität).
Literatur zur Erstinformation:
Funiok, R.: Medienethik. Verantwortung in der Mediengesellschaft, Stuttgart 2007.
Online-Journal International Review of Information Ethics: http://www.i-r-i-e.net
Online-Plattform des Netzwerks Medienethik: http://www.netzwerk-medienethik.de

     

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Philosophie

Übersicht Veranstaltungen Philosophie
VL: 38 KL: 39 PS: 41 42 UE: 40
Veranstaltungen Philosophie
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
38. VL Romantische Philosophie und Rhetorik (Fichte, Schlegel, Schelling) 2 2 Oesterreich
   

Die Vorlesung gibt eine allgemeine Einführung in das romantische Philosophieren.
Im Mittelpunkt steht dabei mit Fichte, F. Schlegel und Schelling eine prominente Konfiguration der philosophischen Romantik. Unter dem Gesichtspunkt ihrer Romantizität soll dabei in formaler Hinsicht insbesondere die Rhetorizität und Ironizität ihrer Texte expliziert werden. Selbstverständlich werden
auch die typischen inhaltlichen Topoi des früh- und spätromantischen Philosophierens wie das Ich, die Freiheit, das Absolute, die Religion, die Nation, die Geschichte, der Tod, der Teufel und die Geisterwelt zur Sprache kommen.
Teilnahmevoraussetzung ist die regelmäßige Teilnahme. Diese Veranstaltung eignet sich sowohl für das zum Philosophicum führende Philosophiemodul als auch für das zusammen mit der Systematischen Theologie getragene interdisziplinäre Modul.
Zur Vorbereitung können Sie in meine Bücher Philosophie, Mythos, Lebenswelt, Philosophen als politische Lehrer, Das gelehrte Absolute und den zusammen mit H. Traub verfasste Band Der ganze Fichte schauen und in das von H. Schanze hg. Romantik-Handbuch, Stuttgart 22003 sowie den Sammelband
Einheit der Romantik?, hg. v. B. Auerochs / D. v. Petersdorff, Paderborn 2009.

     
39. KL Philosophisches Kolloquium 1 1 Oesterreich
    Das Kolloquium bietet die Gelegenheit zu einem freien Gespräch zu allen philosophischen Themen und Seminararbeiten des laufenden Semesters und gibt die Möglichkeit einer vertiefenden Vorbereitung auf das Philosophicum.      
40. UE Übung zur Philosophie der Rhetorik (geblockt) 2 2 Oesterreich
    Die Übung gibt den Studierenden die Möglichkeit anhand frei gewählter philosophischer Themen ihre persönliche Kompetenz im Denken- und Redenkönnen weiter auszubilden. Dabei sollen im Zentrum dieses Seminars Übungen zur philosophischen Debattierkunst stehen.
Teilnahmevoraussetzungen sind persönliches Engagement und die Freude am Denken und freien Reden.
Die Vorbesprechung mit verbindlicher Anmeldung findet am Mittwoch, den 21. April 2010 um 16.30 Uhr in meinem Dienstzimmer im Seminargebäude statt.
Die Übung findet voraussichtlich vom 23.–25. April 2010 im Seminarraum 3 statt. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt sechs Studierende.
     
41. PS Heidegger: Beiträge zur Philosophie 2 3 Oesterreich
    Sein und Zeit galt in der Forschung lange Zeit als unumstritten Hauptwerk Martin Heidegger. In den letzten sind dagegen seine späteren Beiträge zur Philosophie in den Augen mancher Heidegger-Interpreten gleichsam zu einem‚weiteren Hauptwerk‘ aufgestiegen. Tatsächlich finden sich unter den Beiträgen
zahlreiche aufschlussreiche Texte zum seinsgeschichtlichen und sprachphilosophischen Denken des späteren Heidegger, darunter z. B. zum ‚Ereignis‘, zum ‚Anklang‘, zur ‚Sigetik‘, zum ‚Seyn zum Tode‘ und zum ‚kommenden Gott‘, die Gegenstand des geplanten Textseminars werden sollen.
Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft zur Übernahme eines Referates oder einer Textvorbereitung.
Textgrundlage:
Heidegger, M.: Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis), (= Gesamtausgabe Bd. 65), Frankfurt a. M. 2. Aufl., 1994
     
42. PS Schellings Religionsphilosophie Oesterreich/Buntfuß
2 3 Oesterreich/Buntfuß
    s. Nr. 30      

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Interkulturelle Theologie und Religionswissenschaft

Übersicht Veranstaltungen Interkulturelle Theologie und Religionswissenschaft
VL: 43 UE: 44 KL: 46 SE: 45
Veranstaltungen Interkulturelle Theologie und Religionswissenschaft
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
43. VL Charismatische Bewegung– Fundamentalismus – Esoterik 3 3 Becker
   
  1. Es handelt sich um eine zwischenprüfungs- und examensrelevante Vorlesung für alle Semester, die auch für Eingeschriebene am Studienseminar Pfarrverwalterausbildung geeignet ist. Die Vorlesung wird im Rahmen des modularisierten Grundstudiums im Wahlpflichtbereich mit 3 SWS und 3 LP angerechnet.
  2. In der Vorlesung richten wir das Augenmerk darauf, dass in vielen Teilen der Welt in und außerhalb der traditionellen Kirchen „charismatische“ Gruppen auftreten, die durch „pentekostale“ Elemente wie Zungenreden, Glaubensheilungen und Geisttaufe geprägt sind. Daneben verschaffen sich fundamentalistische Strömungen verschiedenster Couleur immer mehr Gehör. Unter der Bezeichnung „New Age“ etablierte sich zudem eine neue esoterische Bewegung. Viele Kirchen stehen diesen neuen Herausforderungen hilflos gegenüber. – In dieser Vorlesung wollen wir den genannten Erscheinungen
    nachspüren und fragen: Welche Anliegen bewegen die pentekostale und die charismatische Bewegung? Was sind die treibenden Kräfte fundamentalistischen Denkens? Was ist prägend für die neue Esoterik? Wie können Kirche und Theologie auf diese Herausforderungen reagieren? Es wird Gelegenheit sein, den Gottesdienst einer charismatischen Gemeinde zu besuchen und die angesprochenen Fragen im Plenum und eventuell in Gruppen zu diskutieren. Auswärtige Fachkräfte werden Spezialfragen der Heilung erläutern.
  3. Es kann eine Prüfung abgelegt werden, die für die Zwischenprüfung oder die Zulassung zum Ersten Theologischen Examen relevant ist.
  4. Als begleitende Literatur wird empfohlen:
    Hollenweger, Walter J.: Charismatisch-pfingstliches Christentum. Herkunft – Situation – Ökumenische Chancen, Göttingen 1997
    Bochinger, Christoph: „New Age“ und moderne Religion. Religionswissenschaftliche Analysen, Gütersloh 1994
    Riesebrodt, Martin: Die Rückkehr der Religionen, München 2000
     
44. UE Übung zur Vorlesung 2 2 Becker
   
  1. Die Übung wird im Rahmen des modularisierten Grundstudiums im Wahlpflichtbereich mit 2 SWS und 2 LP angerechnet.
  2. Die Veranstaltung soll die Vorlesung ergänzen und vertiefen und führt in ausgewählte Literatur ein. Beginn ist am Mittwoch, dem 21. April, um 16.30 Uhr. Die Lektüre wie auch der Wochentag und die Uhrzeit der weiteren Treffen werden mit den Teilnehmenden in der ersten Sitzung vereinbart.
     
45. SE Seminar für interkulturelle Theologie 2 3 Becker/
Fischer
   
  1. a) Es handelt sich um ein Seminar für Studierende aller Semester, das auch für Eingeschriebene am Studienseminar Pfarrverwalterausbildung geeignet
    ist. Die Teilnahme setzt kein Proseminar voraus. Die Veranstaltung wird im Rahmen des modularisierten Grundstudiums im Wahlpflichtbereich mit 2 SWS und 3 LP angerechnet.
  2. Das Seminar richtet sich an ausländische und deutsche Studierende und schafft für beide einen Raum für wissenschaftliche Begegnung und Austausch. Die Beschäftigung mit ausgewählten „Theologien des Südens“
    kann den Blick schärfen für die Wahrnehmung eigener europäischer Traditionen. Die Teilnahme ist darüber hinaus vor oder nach einem Studienaufenthalt im Ausland empfehlenswert. Es können Berichte von eigenen Forschungsprojekten und Themen aus dem Bereich der interkulturellen Theologie zur gemeinsamen Bearbeitung eingebracht werden. Besonderer Gast ist in diesem Semester Dr. Marcus Grohmann, der in einer Sitzung
    über die Rolle von Kirchen in der Konfliktbewältigung im Ostkongo berichten wird. Beginn 23. April 2010. Die einzelnen Arbeitseinheiten werden in der ersten Woche abgesprochen.
     
46. KL Doktoranden- und Habilitandenkolloquium 2   Becker

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Praktische Theologie

Übersicht Veranstaltungen Praktische Theologie
VL: 47 SE: 50 55 56 PS: 53 KL: 51 UE: 48 49 54
Veranstaltungen Praktische Theologie
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
47. VL Evangelisch Gottesdienst feiern 2 2 Raschzok
   
  1. Die Vorlesung richtet sich an Studierende im Grund- und Hauptstudium und ist ohne Voraussetzungen zu besuchen. Im modularisierten Studium ist sie dem Wahlbereich zugeordnet. Studierenden, die am Homiletischen Seminar (Nr. 50) teilnehmen, wird der parallele Besuch der Vorlesung empfohlen.
  2. ie Vorlesung führt in die Kunst ein, evangelisch Gottesdienst zu feiern. Dazu werden die grundlegenden Modelle des traditionskontinuierlichen Gottesdienstes am Sonntagmorgen ebenso wie neuere Gottesdienstformen vorgestellt, erschließend kritisch kommentiert und in eine umfassende
    Theorie des evangelischen Gottesdienstes eingezeichnet.
  3. Zur Vorbereitung wird neben dem aufmerksamen Besuch von Gottesdiensten jeder Art als Lektüre empfohlen:
    Meyer-Blanck, Michael / Raschzok, Klaus / Schwier, Helmut (Hg.), Gottesdienst
    Feiern. Zur Zukunft der Agendenarbeit in den evangelischen Kirchen, Gütersloh 2009
    Mildenberger, Irene / Raschzok, Klaus / Ratzmann, Wolfgang (Hg.), Gottesdienst
    und Dramaturgie. Liturgiewissenschaft und Theaterwissenschaft im Gespräch, Leipzig 2010
     
48. UE Evangelische Aszetik II 2 2 Raschzok und Team Aszetik-Institut
   
  1. Die auf zwei Semester angelegte, zukünftig regelmäßig angebotene Einführung in die Evangelische Aszetik als derjenigen Teildisziplin der akademischen Praktischen Theologie, die sich mit der Gestalt des persönlich gelebten Glaubens beschäftigt, vermittelt in Verbindung mit der „Praxiswoche evangelische Spiritualität“ ein Grundlagenstudium christlicher Frömmigkeit.
    Die Lehrveranstaltung ist für Studierende aller Semester und auch für Gaststudierende geeignet. Im modularisierten Grundstudium ist sie dem Wahlbereich zugeordnet. Die beiden Teile der Lehrveranstaltung sind so konzipiert, dass sie auch einen Einstieg im Sommersemester zulassen.
  2. Die Lehrveranstaltung wird in Kooperation mit einem Team des Instituts für Evangelische Aszetik an der Augustana-Hochschule verantwortet, dem Prof. Dr. Christel Keller-Wentorf, Prof. Dr. Manfred Seitz, Prof. Dr. Reinhard Thöle, Pfarrer Dr. Gerhard Knodt und Pfarrer Dr. Roland Fritsch angehören.
    In der Lehrveranstaltung werden grundlegende Inhalte, Methoden und Fragestellungen eines geistlichen Lebens in evangelischer Perspektive exemplarisch
    vorgestellt und in den Diskursen der akademischen Theologie verortet. Dabei werden die Studierenden auf persönlicher wie fachwissenschaftlicher Ebene mit der Geschichte und Gegenwart der christlichen Frömmigkeit vertraut gemacht. Sie sollen darüber einen verantworteten eigenen Standort gewinnen und den gelebten Glauben theologisch verorten können. Damit erlernen sie zugleich die wissenschaftlichen Grundlagen für die Reflexion geistlicher Erfahrung in den unterschiedlichen Frömmigkeitsformen und werden mit dem breiten Spektrum des geistlichen
    Lebens der christlichen Kirchen vertraut gemacht.
    Der Schwerpunkt der Übung „Evangelischen Aszetik II“ liegt auf den Themen Mysterium und Sakrament, Discretio (Kunst der Unterscheidung), Glaubensgemeinschaft und den Formen einer Lebensgestaltung aus dem christlichen Glauben.
  3. Als erste Orientierung zum Fach Evangelische Aszetik wird empfohlen:
    Manfred Seitz, Art. Askese, IX. Praktisch-theologisch, in: TRE 4 (1979), 250–259.
  4. Ergänzend zu der zweiteiligen Einführung wird – voraussichtlich im Oktober 2010 – eine Praxiswoche evangelischer Spiritualität angeboten, deren Ort und Termin noch nicht endgültig feststehen. Hingewiesen wird auch auf die Lehrveranstaltung Nr. 52 (Aszetische Studienwoche in Jerusalem), die ebenfalls als Praxiswoche eingebracht werden kann. Über die
    erfolgreiche Teilnahme an allen drei Teilveranstaltungen des Grundlagenstudiums
    Evangelische Aszetik wird ein Zertifikat ausgestellt.
     
49. UE Das Werk des Bildhauers Reinhart Fuchs Raschzok
(11./12.6.2010, geblockt, mit Exkursion)
1 1 Raschzok
   
  1. Die Lehrveranstaltung richtet sich an Studierende im Grund- und Hauptstudium und ist ohne Voraussetzungen zu besuchen. Im modularisierten Grundstudium ist sie dem Wahlbereich zugeordnet.
  2. Die Augustana-Hochschule verdankt dem Bildhauer Reinhart Fuchs (1933–2009) die in den zurückliegenden vier Jahrzehnten kontinuierlich gewachsene künstlerische Ausstattung ihrer Kapelle mit Altarkreuz, Altartisch, Lesepult, Osterleuchter, Taufstein und Taufkanne. Im ersten Teil der
    Lehrveranstaltung am Freitag, 11.6.2010 von 18.00–21.00 Uhr in der Kapelle der Augustana-Hochschule werden diese Arbeiten in den weiteren
    Werk- wie Lebens-Kontext des Künstlers eingezeichnet. Im Rahmen einer Exkursion am darauf folgenden Samstag, 12.6.2010 von 8.30–20.00 Uhr
    werden ausgewählte Arbeiten von Reinhart Fuchs im kirchlichen wie öffentlichen Raum in Neuendettelsau, Gunzenhausen, Weißenburg und Markt Berolzheim besucht und im Gespräch mit Freunden des Künstlers und seinen Auftraggebern vorgestellt. Letzte Station ist Georgensgmünd, der Lebens- und Arbeitsort des Künstlers, mit der Vorstellung von Arbeiten in der evangelisch-lutherischen Pfarrkirche, auf dem örtlichen Friedhof und imöffentlichen Raum sowie ein Besuch des Ateliers des Verstorbenen. Anhand der ausgewählten Arbeiten von Reinhart Fuchs wird auf diese Weise exemplarisch deutlich, wie der christliche Glaube in einem künstlerischen Werk sinnlich anschauliche Gestalt zu gewinnen vermag.
  3. Für die Exkursion ist eine Anmeldung erforderlich. Die Anmeldeliste hängt zu Beginn der Lehrveranstaltungen des Sommersemesters am Schwarzen Brett vor der Mensa aus.
  4. Zur vorbereitenden Lektüre wird empfohlen:
    Raschzok, Klaus: Spiritualität und bildende Kunst der Gegenwart, in: Michael Herbst u.a. (Hg.), Spirituelle Aufbrüche. Perspektiven evangelischer Glaubenspraxis. Festschrift für Manfred Seitz zum 75. Geburtstag, Göttingen 2003, S. 199–211
     
50. SE Homiletisches Hauptseminar: Einführung in die methodisch
verantwortete Praxis der Predigt
4 4 Raschzok/
Kemnitzer
   
  1. Zulassungsvoraussetzungen sind in der Regel die absolvierten Proseminare in den Fächern Altes und Neues Testament sowie Praktische Theologie
    (Homiletisch-Liturgisches Proseminar). Wegen der auf 12 Personen begrenzten Teilnehmerzahl ist eine persönliche Anmeldung erforderlich. Ein entsprechender Aushang hängt in der letzten Lehrveranstaltungswoche des Wintersemesters am Schwarzen Brett vor der Mensa aus. Der parallele
    Besuch der Vorlesung „Evangelisch Gottesdienst feiern“ (Nr. 47) wird empfohlen.
  2. Mit diesem arbeitsintensiven Seminar wird eine persönliche Einführung in die methodisch verantwortete Praxis der Predigt im sonntäglichen Hauptgottesdienst
    vermittelt und in die Grundlagen der Gottesdienstgestaltung eingeführt. Die Studierenden lernen mit Hilfe eines schriftlich vorliegenden
    Arbeitsmodells die einzelnen Schritte der Predigt- und Gottesdienstvorbereitung kennen und vollziehen diese dann am Beispiel ihres ausgewählten biblischen Predigttextes für ihren jeweiligen Gottesdienst durch im Verlauf des Seminars schriftlich abzuliefernde eigene Vorbereitungsschritte nach. Die begleitenden Gesprächsgruppen helfen bei der persönlichen Abklärung und dienen dem gemeinsamen Austausch. Parallel werden wesentliche Texte zur Theorie der Predigt und des Gottesdienstes erarbeitet.
    Die Studierenden gestalten am letzten Sonntag im Monat Juni (27.6.2010) und an den ersten beiden Sonntagen des Monats Juli (4. und 11.7.2010) in
    der Schwanenritterkapelle der Ansbacher St. Gumbertuskirche, an den Gottesdienststationen der Kirchengemeinde Ansbach-St.Johannis, in der
    Ansbacher Heilig-Kreuz-Kirche und im Predigtgottesdienst in Neuendettelsau-
    St.Laurentius die Gemeindegottesdienste. Die eigene Praxiserprobung wird abschließend kritisch reflektiert.
  3. Als vorbereitende und begleitende Literatur wird empfohlen:
    Engemann, Wilfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen und Basel 2002
    Raschzok, Klaus, „Methode der Predigt“. Vom homiletischen Nutzen einer zeitgenössischen Künstlertheorie, in: ZThK 97.2000, S. 110–127
     
51. KL Doktoranden- und Habilitandenkolloqium
(geblockt)
1   Raschzok / v. Heyl
   

Gegenstände des im Sommersemester 2010 in Gestalt von Gruppen- und Einzelgesprächen mit individueller Terminvereinbarung durchgeführten Kolloquiums sind Arbeitsvorhaben des Doktoranden- und Habilitandenkreises am Lehrstuhl für Praktische Theologie, die vorgestellt, diskutiert und kritisch begleitet werden. Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen und werden um persönliche Anmeldung beim Lehrstuhlinhaber bzw. Privatdozent Dr. Andreas von Heyl gebeten.

     
52. UE Aszetische Studienwoche in Jerusalem (Exkursion)
2 2 Raschzok und Team Aszetik-Institut
   
  1. Geeignet für Studierende im Grund- und Hauptstudium. Im modularisierten Grundstudium ist sie dem Wahlbereich zugeordnet. Für Studierende, welche
    die Übungen „Evangelische Aszetik I und II“ besuchen, gilt sie zugleich als für den Erwerb des Zertifikates zum Grundlagenstudium Evangelische Aszetik erforderliche Praxiswoche. Die Teilnahme ist auf 10 Studierende
    beschränkt.
  2. Die vom 12. bis 21. September 2010 in Jerusalem angebotene und von einem Team des Instituts für Evangelische Aszetik an der Augustana-Hochschule (Prof. Dr. Christel Keller-Wentorf und Prof. Dr. Petra Heldt) begleitete Aszetische Studienwoche widmet sich der Lektüre geistlicher Texte aus der alten Kirche zum Thema des Großen Versöhnungstages (Jom Kippur) nach Lev 23,26–32 im Kontext des gegenwärtigen Juden- und Christentums der Heiligen Stadt. Nähere Informationen zur inhaltlichen Gestaltung sowie zur An- und Abreise, zur Unterkunft und zu den entstehenden
    Kosten sind ab Mitte April 2010 einem Aushang am Schwarzen Brett vor der Mensa zu entnehmen.
  3. Für die Teilnahme ist eine persönliche Anmeldung erforderlich (Näheres siehe Aushang). Theologiestudierende der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern können dazu voraussichtlich einen Zuschuss der Kirchlichen Studienbegleitung erhalten.
     
53. PS Religionspädagogisches Proseminar 2 3 Kemnitzer
   
  1. Das Proseminar ist Bestandteil des Basismoduls Praktische Theologie und richtet sich an Studierende im Grundstudium. Es kann ohne Vorkenntnisse besucht werden. Das erfolgreich absolvierte Religionspädagogische Proseminar ist Voraussetzung für den Besuch des Religionspädagogischen Hauptseminars mit Unterrichtspraxis, das regelmäßig im Wintersemester angeboten wird.
  2. „… und lehret sie …“ (Mt 18,18). Pädagogische Fragen zählen zu den Grunddimensionen der Praktischen Theologie. Im Proseminar werden zentrale
    religionspädagogische Theoriebildungen in Geschichte und Gegenwart durchdacht und Wege und Methoden der Religionsdidaktik erarbeitet. Hierbei werden religionspädagogische Herausforderungen, Forschungsfragen und Arbeitsweisen erschlossen. Das Proseminar vermittelt Basiskompetenzen
    für die Reflexion der pädagogischen Dimension christlichen Glaubens, insbesondere für die sachgerechte Beurteilung der Gestaltung von Religionsunterricht. Das Proseminar übt damit zugleich elementare Arbeitsweisen des Faches Praktische Theologie ein.
  3. Zur Vorbereitung kann gelesen werden:
    Feige, Andreas / Dressler, Bernhard: Religion in der Schule, in: Gräb, Wilhelm / Weyel, Birgit (Hg.), Handbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2007, 650-660.
    Ladenthin, Volker: Bildung, in: Gräb, Wilhelm / Weyel, Birgit (Hg.), Handbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2007, 17–28
    Schweitzer, Friedrich: Pädagogik, in: Gräb, Wilhelm / Weyel, Birgit (Hg.), Handbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2007, 760–769
  4. Voraussetzung für den Erwerb eines Proseminarscheines ist die qualifizierte Teilnahme. Diese wird neben der Vor- und Nachbereitung der Sitzungen durch für jede Sitzung anzufertigende Essays dokumentiert.
     
54. UE Kirche und Recht (geblockt) 2 2 Böttcher
   

Termine: jeweils Freitag 30.04.; 07.05.; 21.05.; 04.06.; 11.06.2010, 9.00– 13.00 Uhr
Nach Absprache besteht die Möglichkeit, die letzten beiden Termine auf einen Tag zusammenzulegen.
Ort: Seminarraum 3

  1. Die Vorlesung ist für alle Semester geeignet und bedarf keiner besonderen Vorbereitung. Sie orientiert sich überwiegend an der praktischen Anwendung des Kirchenrechts in Pfarramt und Gemeinde und bringt hierzu zahlreiche Fallbeispiele. Ferner wird eingehend das Verhältnis von Staat und Kirche dargestellt mit seinen Bezügen auf die Gestaltung innerkirchlichen Rechts. Für Rückfragen und vertiefende Ergänzungen bleibt genügend
    Raum. Rechtstexte werden gestellt.
  2. Inhalt:
    Einleitend werden die Aufgabe und die Bedeutung des Kirchenrechts sowie die Unterschiede von katholischem und evangelischem Kirchenrecht dargestellt und herausgearbeitet. Bezogen auf die Evang.-Luth. Kirche in
    Bayern werden deren verfassungsmäßige Wurzeln und Entwicklung sowie ihr struktureller Aufbau und ihre Verfassung im Einzelnen dargestellt (einschließlich
    des Rechts der kirchenleitenden Organe und der kirchlichen Rechtsetzung).
    Im Bereich des innerkirchlichen Rechts werden v. a. das Recht der Kirchengemeinden (Aufgaben und Bedeutung des Kirchenvorstands, Kooperationen zwischen Kirchengemeinden, kirchengemeindliche Mitarbeitende,
    Finanzierung kirchengemeindlicher Arbeit, Aufsicht über Kirchengemeinden) und der Dekanatsbezirke (Organe und deren Aufgaben, neue Strukturen der Dekanatsbezirke) näher behandelt, in Grundzügen das Recht der kirchlichen Mitarbeitenden und das Pfarrerdienstrecht (einschließlich Pfarrstellenbesetzungsrecht) sowie der kirchliche Rechtsschutz. Schwerpunkt der Vorlesung ist das Verhältnis von Staat und Kirche in der Bundesrepublik
    Deutschland und der Europäischen Union (Modelle des Verhältnisses von Staat und Kirche; Grundsätze dieses Verhältnisses nach dem GG und in der Europäischen Union, insbesondere nach dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon; exemplarisch: Fragen des Religionsunterrichts und der Kirchenfinanzierung in der Bundesrepublik Deutschland und im europäischen
    Vergleich).
  3. Literaturempfehlung zur vorbereitenden und begleitenden Lektüre:
    Axel Freiherr von Campenhausen / Heinrich de Wall, Staatskirchenrecht, C. H. Beck Verlag München 2006
    Christoph Link, Kirchliche Rechtsgeschichte, C. H. Beck Verlag München 2009
    Heinrich de Wall / Stefan Muckel, Kirchenrecht, C. H. Beck Verlag München 2009
     
55. UE Diaspora. 150 Jahre Martin-Luther-Verein in Bayern. Seminar mit Prag-Exkursion im September 2010 (s. Nr. 79) 2 3 Eyselein
   
  1. Zielgruppe: Studierende aller Semester; Gast- und Seniorenstudierende. Verwendbarkeit: Wahlbereich
  2. „Arbeitsgemeinschaft der Diasporadienste“ ist an einem unscheinbaren Neuendettelsauer Haus zu lesen. Im 1. Stock befindet sich die kleine Geschäftsstelle des bayerischen Gustav-Adolf-Werks und des Martin-Luther-
    Vereins in Bayern. Für welches Feld aktueller kirchlicher Praxis steht diese Institution, die nicht von ungefähr hier ihren Sitz hat? Was bedeutet es, auf alttestamentlich-jüdischem und neutestamentlich-altkirchlichen Hintergrund von „Diaspora“ zu sprechen? Welche Motive liegen der Entstehung von Diaspora jeweils zugrunde? Wie stellt sich Diaspora heute dar, konfessionell,
    religiös oder ethnisch? Und welche ekklesiologischen und praktischtheologischen Herausforderungen ergeben sich angesichts der damit bezeichneten Realitäten?
    Exemplarisch verfolgen wir anlässlich des 150jährigen Gründungsjubiläums des bayerischen Martin-Luther-Vereins die Genese, Entwicklung und heutige Praxis eines regionalen Diasporawerks im Martin-Luther-Bund in Deutschland.
    Eine Studienreise nach Prag, einem Ort vielfacher Diaspora, wird das Seminar im September vertiefen (mit dem bayerischen Osteuropareferenten Kirchenrat Ulrich Zenker, München; Leitung: Christian Eyselein; Unterkunft
    im Gästehaus der Böhmischen Brüder).
  3. Vorbereitung: Art. Diaspora, TRE VIII (1981), 711–726.
  4. Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und Übernahme von Seminarbeiträgen; benoteter Schein bei Anfertigung einer schriftlichen Arbeit.
  5. Zeit: Dienstag, 16.30 bis 18.00 Uhr
    Beginn: Dienstag, 20.4.2010, 16.30 Uhr
    Ort: Saal DSH, Waldstr. 5, 1. Stock
    Exkursion nach Prag: 20.–23.9.2010 (Linienbusreise ab Nürnberg; Eigenbeitrag für Fahrt, Unterkunft, Frühstück ca. EUR 150,–).
     
56. SE „Seelsorge lernen“ – ein Intensivseminar mit supervidierter eigener Seelsorgetätigkeit in einem Praxisfeld 2 3 v. Heyl / Schweizer
   

Seelsorger/in zu sein ist zwar auch ein Charisma, vor allen Dingen aber ist es ein „Handwerk“, das man lernen kann. Das Seminar bietet erste Schritte hierzu an. Wichtiger Bestandteil sind Seelsorgebesuche auf einer Station im Krankenhaus oder einem Seniorenheim (Aufwand: ca. 2 Stunden pro Woche zusätzlich zu den Seminarsitzungen). Die Reflexion der Besuche geschieht in der Gruppe. Das Seminar orientiert sich an den Zielen und Methoden der Klinischen Seelsorgeausbildung (KSA). Es beinhaltet Methoden wie z.B. Verbatimbesprechung, Rollenspiel, Gruppengespräch, Körperübungen, Selbsterfahrung, Einzelsupervision. Es wird die Anfertigung von zwei Gesprächsprotokollen erwartet.
Das Seminar ist für Studierende aller Semester geeignet. Die Teilnehmer/innenzahl ist auf 10 begrenzt. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Vorgespräch mit der Leitung und das Ausfüllen eines Fragebogens. Die Vorgespräche finden am Nachmittag und Abend des 20.4. und 21.4. statt. Persönliche Anmeldung bis spätestens 16.4. im Sekretariat der Praktischen Theologie
(Eintragung in die Liste der Vorgespräche, Erhalt des Fragebogens).
Termine der Seminarsitzungen:
jeweils mittwochs von 14.45–17.45 Uhr am: 28.4. / 5.5. / 19.5. / 26.5. / 2.6. / 9.6. / 30.6. / 7.7. / 14.7.2010 im Dorothee-Sölle-Haus.

     

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Theologische Frauenforschung / Feministische Theologie

Übersicht Veranstaltungen Theologische Frauenforschung / Feministische Theologie
VL: 57 PS: 59 OS: 58
Veranstaltungen Theologische Frauenforschung / Feministische Theologie
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
57. VL Einführung in die feministische Christologie 2 2 Jost
   
  1. a) Angesprochen sind alle Studierende und interessierte Männer und Frauen.
  2. Die Frauenbewegung hat viel erreicht. Ohne sie gäbe es z. B. keine Pfarrerinnen. Dennoch sind wir noch lange entfernt von dem in Gal 3,28 ausgesprochenen Ziel: „In Christus gibt es weder Herr noch Sklave, weder Mann
    noch Frau.“ Jesus Christus steht im Zentrum unseres Glaubens. In der Jesusbewegung und in der frühen Christenheit spielten Frauen eine dominante Rolle. Dennoch wurde später mit der Männlichkeit Jesu begründet, dass Frauen nicht zum Priestertum zugelassen wurden. Diese Begründung ist in der katholischen Kirche bis heute relevant. Christologien können dazu beitragen, Geschlechterrollen zu zementieren oder sie zu verändern. In der Vorlesung soll dies an ausgewählten Beispielen feministischer Theologien aus aller Welt diskutiert werden.
    Der genaue Vorlesungsplan wird am Anfang mit den TeilnehmerInnen besprochen. Bei Interesse können sie an der Ausarbeitung der einzelnen Vorlesungssitzungen
    beteiligt werden.
  3. Nach der Erstellung des genauen Vorlesungsplans in der ersten Sitzung wird die begleitende Lektüre bekannt gegeben.
  4. In Verbindung mit der Übung zur Vorlesung oder dem Blockseminar kann die Vorlesung auch zur Vorbereitung einer mündlichen Zwischenprüfung besucht werden.
     
58. OS Gender, Sprache und Gewalt
(geblockt: 4.–6. Juni 2010)
2 3 Jost
   

Termin: 4.-6. Juni 2010
Vorbesprechung: Donnerstag, den 6. Mai 2010 um 14:30 Uhr
Ort: Dorothee-Sölle-Haus

  1. Dieses Oberseminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die schon mehrere Veranstaltungen in Feministischer Theologie besucht haben; das
    Interesse an einer Textarbeit, vor allem in Form von Referaten, wird vorausgesetzt; für Gasthörende zugelassen.
  2. Nachdem die Entwicklungen innerhalb der Feministischen Theologie im Zentrum des Oberseminars 2009 (Feministische Theologie. Gestern– Heute – Morgen) standen, soll nun folgende Einzelfrage im Mittelpunkt
    stehen, die auch die Interdisziplinarität Feministischer Theologie deutlich macht: Inwieweit gibt es eine Korrelation von den Phänomenen Gender, Sprache und Gewalt?
    Wie wirkt Sprache, wo ist sie auch im Bezug auf Gender performativ und schafft hier Wirklichkeit? Wie hängen Gender und Sprache zusammen?
    Was sind Eigenheiten einer Feministischen Linguistik? Wo werden mit und durch Sprache Asymmetrien konstituiert? Wann und wie wird und wirkt Sprache verletzend, wo wird Sprache zu Gewalt oder gar einer kommunikativen Waffe? Welche Beobachtungen zeigen sich in Bibeltexten bei den
    Schlagworten Gender, Sprache und Gewalt? Für Gastbeiträge sind Frau Dr. Jutta Hausmann, Professorin für Altes Testament (Budapest), und Dr. Mihály Riszovannij (Studium der Germanistik, Linguistik, Gender Studies und Semiotik; Budapest) angefragt.
  3. Referats- und Vortragsthemen von Studierenden werden in der Vorbesprechung abgesprochen. Es wird darum gebeten, dass schon zur Vorbesprechung Referatsthemen und ein Aufriss über deren Inhalt bereitgestellt werden. Dies ist für externe Studierende ebenfalls per E-Mail möglich (renate.jost@augustana.de).
  4. Zur Vorbereitung werden Texte auf dem Dokumentenserver der Augustana-Hochschule bereit gestellt werden. Schon jetzt seien folgende Literaturhinweise gegeben:
    Grundlegend und vorausgesetzt:
    Austin, John L.: Zur Theorie der Sprechakte (How to do things with Words), 2. Aufl., Stuttgart, 1979 (engl. Original 1962)
    Hornscheidt, Antje: Linguistik, in: von Braun, Christina / Stephan, Inge (Hg.), Gender-Studien. Eine Einführung, Stuttgart/Weimar 2000, 276– 289
    Kroll, Renate: Metzler Lexikon Gender Studies Geschlechterforschung. Ansätze – Personen – Grundbegriffe, Stuttgart 2002 (Art. Frauensprache/
    Männersprache, Frauensprachforschung vor 1945, Linguistische Geschlechterforschung)
    Weiterführend:
    Butler, Judith: Hass spricht. Zur Politik des Performativen, Berlin 1998 (engl. Original 1997)
    Pusch, Luise F.: Das Deutsche als Männersprache, Frankfurt a. M. 1984
     

59.

PS Texte aus dem Richterbuch – Altes Testament für Pfarrverwalterinnen und Pfarrverwalter
(s. Nr. 10 und Nr. 80)
2 3 Jost
   
  1. Für PfarrverwalterInnen ohne Hebraicum.
  2. Das Proseminar soll durch Kennenlernen und exemplarisches Einüben der textwissenschaftlichen und historisch-kritischen Methoden dazu beitragen, dass in einem „Gespräch“ zwischen Text und Rezipierenden der Text zu seinem Recht kommt, aber auch die Diskussion zwischen verschiedenen Auslegungen und Überzeugungen möglich wird. Anhand eines Abschnitts aus dem Richterbuch soll selbstständiges Arbeiten mit alttestamentlichen Texten sowie der ertragreiche Umgang mit der exegetischen Literatur eingeübt werden. Besonders in den Erzählungen des Buches der Richterinnen und Richter lassen sich vielfältige Beobachtungen zur Komposition und Erzähltechnik machen. Die für das Richterbuch zentralen Themen Befreiung und Solidarität,
    verbunden mit dem Verhältnis der Geschlechter, macht deutlich, wie aktuell jene Überlieferungen über die Anfangszeit Israels sind.
  3. Als Grundlage für das Proseminar dient:
    Utzschneider, H. / Nitsche, S.A.: Arbeitsbuch literaturwissenschaftliche Bibelauslegung. Eine Methodenlehre zur Exegese des Alten Testaments,
    Gütersloh 2001
    Zur ersten Orientierung lesen Sie bitte den Abschnitt:
    „Das Buch der Richter“, in: E. Zenger u.a.: Einleitung in das Alte Testament (Kohlhammer-Studienbücher Theologie 1,1), 5. Aufl., Stuttgart u.a. 2004, 213–221
  4. Voraussetzung für den Erwerb eines erfolgreichen bzw. eines benoteten Scheines ist die regelmäßige Teilnahme sowie die Anfertigung einer schriftlichen „Kurzarbeit“.
     

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Sprachen

Übersicht Veranstaltungen Sprachen
SK: 60 61 62 66 69 70 71 UE: 63 64 65 67 RP: 68
Veranstaltungen Sprachen
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
60. SK Latein II 6 12 LP
(bei bestandener
Prüfung)
Mülke
61. SK Griechisch I 6 12 LP
Mülke
62. SK Griechisch II 6 12 LP
(bei bestandener
Prüfung)
Dittmer
63. UE Neutestamentliche Lektüre 1 1 Dittmer
64. UE Griechische Lektüreübung: 1. Clemensbrief 2 2 Mülke
    Der Brief, den Clemens von Rom an die Gemeinde von Korinth verfasste, ist zwar keine Schrift des Neuen Testaments, galt in der Antike jedoch zeitweise als kanonisch. In seiner Authentizität kaum angezweifelt gilt er als eine wichtige Quelle für das Urchristentum, vor allem für seine gemeindlichen Strukturen. Im Mittelpunkt der Übung wird die sprachliche Erarbeitung der Schrift stehen. Kenntnisse der griechischen Sprache (mindestens Griechisch I) werden vorausgesetzt.
Der Text wird in Kopie ausgeteilt werden.
     
65. UE Antike Schwindler, Pseudophilosophen und Lügenpropheten. Der Satiriker Lukian (2. Jh.) als Kritiker religiösen Betrugs im antiken Kontext 2 2 Dittmer
   
  1. Für interessierte Studierende aller Semester (ab Griechisch II!); Wahlbereich, 2 LP.
  2. Der griechische Satiriker Lukian von Samosata (ca. 120–180 n. Chr.), auch als „Voltaire der Antike“ bekannt, und sein Verhältnis zum Neuen Testament sind schon oft gründlich untersucht worden. Seine satirischen Schriften sind in leicht lesbarem, sehr gutem Griechisch verfasst und üben ätzende Kritik an den pseudophilosophischen Zeitgenossen seiner Tage, die glaubten, als Ausweis eines Philosophen genüge ein schäbiger Mantel,
    ein Rucksack und ein Wanderstock. Aber auch religiöse Schwindler und falsche Propheten in dieser Blütezeit des Imperium Romanum (z. B.
    Alexander von Abonuteichos) hat Lukian einer ätzenden Kritik unterzogen, wobei implizit oder explizit auch positiv deutlich wird, welche Form der Lebensgestaltung Lukian selbst für förderlich und richtig hält.
    In der Übung sollen ausgewählte Passagen aus seinen Werken gelesen und besprochen werden – ein bunter Strauß voller Witz und Ironie, aber auch mit den Nebentönen ernsthafter Philosophie; ein Vergleich von Lukians Wertvorstellungen etwa mit den Tugend- und Lasterkatalogen des Neuen Testaments bietet sich an.
  3. Die Texte und weiteres Material werden in der Übung gestellt.
     
66. SK Hebräisch I
(Grundkurs; Abschluss: Hebraicum)
7 12 LP
(bei bestandener
Prüfung)
Seiler
   

 

     
67. UE Hebräische Lektüre 1 1 Seiler
   
  1. An dieser Übung können nur Studierende teilnehmen, die das Hebraicum bereits abgelegt haben.
  2. Die Lehrveranstaltung soll einerseits die Möglichkeit geben, die im Hebräischkurs
    erworbenen Sprachkenntnisse zu festigen und zu vertiefen, aber auch Anreiz und Hilfestellungen bieten, mit dieser Sprache wieder vertraut zu werden. Die zu übersetzenden Texte werden gemeinsam mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen ausgewählt. Im Rahmen der Lektüre werden, wenn nötig, grammatische Fragen wiederholt, aber auch über das im Sprachkurs Besprochene hinaus vertieft. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Syntax gelegt werden. Darüber hinaus werden wir uns
    auch Zeit für exegetische Beobachtungen und theologische Fragen nehmen, die sich aus der Lektüre ergeben.
     
68. RP Hebräisches Repetitorium 2 2 Seiler
   
  1. Die Lehrveranstaltung ist vor allem für Studierende in der Examensvorbereitung und in höheren Semestern bestimmt. Neben der regelmäßigen Teilnahme wird die Bereitschaft erwartet, einen Text für die jeweils nächste
    Sitzung vorzubereiten.
  2. Durch das Repetitorium sollen vorhandene Grundkenntnisse der hebräischen Sprache aufgefrischt bzw. neu eingeübt werden, um beim Erkennen grammatischer Formen und beim Übersetzen (wieder) Sicherheit zu erlangen.
    Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf der Wiederholung der schwachen Verben liegen, auch die Hauptthemen der Syntax werden behandelt. Durch Übungen und Übersetzungseinheiten wird das Erlernte angewendet und gefestigt.
     
69. SK Biblisch-Aramäisch 2 2 Seiler
   
  1. Voraussetzung: Hebräischkenntnisse.
  2. Einige Abschnitte des Alten Testaments, vor allem in den Bücher Daniel und Esra, sind auf Aramäisch überliefert. Es handelt sich dabei um eine Form des sog. „Reichsaramäisch“, das seit dem 5. Jh. v. Chr. international Verbreitung fand. Da die Sprache mit dem Hebräischen nahe verwandt ist, kann bei der Erarbeitung der Grammatik auf die im Hebräischkurs erworbenen Kenntnisse zurückgegriffen werden. Als Lektüre sind die aramäischen Teile des Danielbuches vorgesehen.
  3. Literatur:
    Neef, Heinz-Dieter: Arbeitsbuch Biblisch-Aramäisch: Materialien, Beispiele und Übungen zum Biblisch-Aramäisch, 2. Aufl., Tübingen 2009.
    Rosenthal, Franz: A Grammar of Biblical Aramaic, 7. Aufl., Wiesbaden 2006.
    Segert, Stanislav: Altaramäische Grammatik: mit Bibliographie, Chrestomatie und Glossar, 2. Aufl., Leipzig 1983
     
70. SK Modernes Hebräisch– Einführungskurs II 2 2 Hopf
   
  1. Zulassungsbedingung ist das Hebraicum (sofern nicht durch einen längeren Israelaufenthalt bereits Ivrit-Kenntnisse vorhanden sind). Um sich dem Kurs sinnvoll widmen zu können, ist es hilfreich, „sprachfrei“ zu sein. Ein Neueinstieg in diesem Semester ist denkbar, wenn auch mit eigenen Vorarbeiten verbunden. Es sollte zudem Rücksprache mit dem Dozenten gehalten werden.
    Im Rahmen des modularisierten Studiums gilt der Kurs als Vertiefungsveranstaltung im Modul „Hebräisch“. Die aktive Mitarbeit am Sprachkurs erbringt 2 Leistungspunkte.
  2. Ziel des Kurses ist es, Grundkenntnisse im modernen Hebräischen (Ivrit) zu erlangen. Der Kurs legt damit auch die sprachlichen Grundlagen für eine mögliche Bewerbung beim Studienprogramm „Studium in Israel e.V.“
    (www.studium-in-israel.de), die aber selbstverständlicherweise nicht zwingend
    folgen muss. Hauptaugenmerk ist der aktive Gebrauch der Sprache im Reden, Hören
    und Lesen. Entsprechend sind aktive Verbbildung, Syntax und insbesondere
    Erweiterung des Vokabulars zentrale Inhalte.
    Gearbeitet wird in der Veranstaltung mit der 1. Auflage des Kurses „Ivrit min haHatchala“ (Hebräisch von Beginn an), welches in pdf-Form bei Herrn Hopf erhältlich ist. Kursteilnehmende müssen in Heimarbeit Übungsaufgaben lösen und ggf. verpasste bzw. übersprungene Lektionen nacharbeiten.
  3. Eine zusätzliche Aneignung von Vokabeln mit Hilfe des Werkes „Modernhebräischer
    Mindestwortschatz“ von Fritz Werner ist sinnvoll und hilfreich, aber nicht zwingend nötig.
  4. Auf Wunsch kann im Anschluss an den Kurs eine Übungsklausur geschrieben werden.
     
71. SK Syrisch (n.V.) 2 2 Krämer
    Voraussetzung: Hebräischkenntnisse und die Bereitschaft, sich auf eine weitere semitische Sprache mit anderer/n Schrift(en) einzulassen.
Aramäisch, als nordwestsemitische Sprache dem Hebräischen nahe verwandt, war in seinen verschiedenen Ausprägungen lange Zeit die im vorderen Orient am weitesten verbreitete semitische Sprache. Besonders durch die Bibelübersetzung
(Peschitta) setzte sich seit dem 2. Jh. n. Chr. das Ostaramäisch der Gegend von Edessa (heute Urfa in der Südosttürkei) als „Syrisch“ in den aramäischen
Kirchen bis nach Indien und China durch. Auch als durch die arabischen Eroberungen das Syrische zurücktrat, vermittelten noch jahrhundertelang des Syrischen und des Arabischen Kundige antike Bildung an die arabische Welt und christliche Theologie und Spiritualität an den Islam. Heute nimmt das klassische Syrisch in den weltweit verbreiteten und ökumenisch
sehr aufgeschlossenen syrischen Kirchen etwa die Stellung ein wie in den westlichen Kirchen das Latein, die syrisch-orthodoxe Liturgie (Qurbono) wird in Westeuropa auf Syrisch gefeiert und die Zeitschrift der Syrisch-Orthodoxen Diözese von Mitteleuropa, „Kolo Suryoyo“, besteht zum größten Teil aus syrischsprachigen Beiträgen.
Einführung in die Sprache und Lektüre passen sich Ihren vorhandenen Hebräisch- und evtl. Aramäischkenntnissen, Ihren Interessen und Ihren zeitlichen Möglichkeiten an.
Lehrbücher, Grammatiken und Wörterbücher finden Sie im Lesesaal und im Freihandmagazin unter der Signatur 1 FK Sy.
     

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Kirchenmusik

Übersicht Veranstaltungen Kirchenmusik
UE: 72 73 74 75 76 Kammerorchester : 77
Veranstaltungen Kirchenmusik
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
72. UE Liturgisches Singen und Stimmbildung (n. V.)   1 Wurzer
    Für Studierende aller Semester ohne Vorkenntnisse.
Die Übung soll alle Unsicherheiten, die musikalischen Teile des Gottesdienstes betreffend, in Sicherheit verwandeln. Stimme und Körpersprache und die Wirkung dieser Instrumente auf unsere Kommunikationspartner (Gottesdienstgemeinde oder Einzelgesprächspartner etc.) werden erprobt und ausgebildet.
Wir üben die Gottesdienstordnung (GO) für die bayerische Landeskirche.
     
73. UE Sprecherziehung (n.V.)   1 Wurzer
    Offen für alle Studierenden, die ihre Stimme über das liturgische Singen hinaus noch gründlicher schulen möchten.
Ihre Persönlichkeit (per sonare, das was durchklingt) durch Ihre Stimme zum Klingen bringen – sprechend und singend – ist das Ziel dieser Übung. Atmen, Loslassen, Körpersprache, freie Rede und Wirkung auf das Publikum sind hier die hauptsächlichen Arbeitsbereiche. Es wird keine Vorarbeit vorausgesetzt; aber von Vorteil wird es für Sie sein, wenn Sie Experimentierfreude und Bereitschaft zu Partnerarbeit mitbringen.
Literaturhinweise werden zu Semesterbeginn gegeben.
     
74. UE Chorpädagogik 2 1 Rey
   

Keine Vorkenntnisse erforderlich.
Geeignet für alle Studierende, die gern in einem Chor singen wollen. In einem Kammerchor sollen für den jeweiligen Anlass Werke aus der geistlichen und weltlichen Chorliteratur einstudiert werden.

     
75. UE Chorleitung für Anfänger (n.V.)   1 Rey
   

Keine Vorkenntnisse erforderlich.
Geeignet für alle Studierende, die Grundlagen der Chorleitung erlernen wollen.
Übungen:

  1. Einüben von Gemeindeliedern und Kanons
  2. Wie singe ich einen Chor ein
  3. Schlagtechnik (Dirigieren)
  4. Arbeit mit der Stimmgabel
  5. Literaturkunde
  6. Interpretation, Stilistik
     
76.   Gesangspädagogik (Einzelunterricht; n.V.)   1 Rey
   

Die Stimme ist eine der ureigenen Ausdrucksmöglichkeiten des Menschen. Ein wichtiges Kommunikationsmittel. Eine Visitenkarte:Über die Stimme erreichen Menschen andere Menschen. In ihr schwingt die Seele des Menschen. Dieses Schwingen erlebbar zu machen, soll Ziel der Arbeit sein. Es kann erlernt werden, indem wir die Stimme „gesünder“ gebrauchen und sie in ihrer Vielseitigkeit entfalten.
Inhalte des Unterrichts sind unter anderem:

  1. Gesangstechnik: Atemtechnik, Registerausgleich, Vokalausgleich
  2. Schulung der Musikalität: Intonation, Dynamik, Rhythmus, Stilempfinden
  3. Vom-Blatt-Singen: Erarbeiten von Intervallen und einfachen Tonfolgen
  4. Gestalten von Liedern und Arien, Hilfe bei der Literaturauswahl; hier steht der musikalische und interpretatorische Aspekt im Vordergrund. Vor allem aber soll die Freude am Singen und an der Musik vermittelt werden.
     
77.   Kammerorchester der Hochschule   1 Rey
   

Studierende sind eingeladen, die Freude am gemeinsamen Musizieren wieder oder neu zu entdecken. Darüber hinaus richtet sich die Mitarbeit im „Kammerorchester“ an ProfessorInnen, Dozierende, Mitarbeitende und weitere Musikfreunde aus der Umgebung der Augustana-Hochschule.
Ziel des Angebots ist:

  • das Erarbeiten von Kammermusikliteratur in unterschiedlichen Besetzungen, Schwierigkeitsgraden und Stilrichtungen. Einbezogen werden Werke vom Frühbarock bis zur zeitgenössischen Musik, von der E- bis zur
    U-Musik, von der solistischen bis zur Kammerorchesterbesetzung;
  • die Mitwirkung in Gottesdiensten, Festprogrammen und weiteren wichtigen Ereignissen in der Augustana-Hochschule sowie in Hausmusikabenden, darunter auch gemeinsam mit Gesangssolisten der Hochschule und dem
    Hochschulchor;
  • die theoretische Beschäftigung mit aufführungspraktischen Fragen.

Termine:
Donnerstag 20.00–21.30 Uhr im Hörsaal IV des Wilhelm-von-Pechmann-Hauses.

     

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Lehrveranstaltungen für PfarrverwalterInnen

Übersicht Veranstaltungen PfarrverwalterInnen
KL: 78 SE: 79 PS: 80 UE: 81
Veranstaltungen PfarrverwalterInnen
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
78. KL Kolloquium für Pfarrverwalterinnen und Pfarrverwalter 2 2 Eyselein
   
  1. Kolloquium für alle Studierenden in der Pfarrverwalterausbildung (Teilnahme
    verbindlich).
  2. Das Kolloquium ist das Forum der Pfarrverwaltergruppe an der AHS. Es dient der Kommunikation aktueller Themen, der biographiebezogenen Reflexion des Studiums sowie der Reflexion vereinbarter theologischer Fragestellungen im Horizont von Theologie, Kirche und künftiger pfarramtlicher Tätigkeit.
  3. Das Einbringen von Fragen und Anregungen und die Bereitschaft zur Mitverantwortung und Ausarbeitung von Sitzungsbeiträgen sind Voraussetzungen eines lebendigen Kolloquiums.
  4. Kein Scheinerwerb.
  5. Zeit: Freitag, 8.30 bis 11.00 Uhr;
    Beginn: 23.4.2010
    Ort: Saal DSH, Waldstraße 5, 1. Stock
     
79. SE Diaspora. 150 Jahre Martin-Luther-Verein in Bayern. Mit Prag-Exkursion im September 2010 2 3 Eyselein
    s. Nr. 55      
80. PS Texte aus dem Richterbuch – Altes Testament für Pfarrverwalterinnen und Pfarrverwalter
2 3 Jost
    s. Nr. 59      
81.   Die Theologie der evangelisch-lutherischen Bekenntnisschriften
1 1 R. Fritz
    s. Nr. 34      

Gastlehrveranstaltung

Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
Veranstaltungen PfarrverwalterInnen
  SE Congregational Conflict Management; diagnosis, resolution and prevention (geblockt; in englischer Sprache) 2   Schmalenberger
    Prof. Dr. Jerry Schmalenberger, Praktischer Theologe und ehem. Präsident des Pacific Lutheran Seminary, Berkeley, Ca., wird im Monat Mai an der Augustana-Hochschule als Gastprofessor ein teilweise geblocktes Seminar zur Problematik von gemeindlichen Konflikten und des Umgangs mit ihnen halten. Dabei wird er nicht nur auf Erfahrungen in Gemeinden der USA, sondern seiner weltweiten Tätigkeit – etwa auch in Asien – zurückgreifen. Das Seminar wird in Englisch durchgeführt; die genauen Termine werden rechtzeitig durch Aushang bekannt gegeben.      

 

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