Lehrangebot WS 2010/2011

Abkürzungen
VL = Vorlesung PS = Proseminar SE = Seminar
UE = Übung RP = Repetitorium SK = Sprachkurs
OS = Oberseminar SO = Sozietät KL = Kolloquium

Für ausländische Studierende können Credit Points berechnet werden (zur Anerkennung von Lehrveranstaltungen im Herkunftsland).

Allgemeine Veranstaltungen
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
1. UE Zugänge zur Theologie. Wochenende für Studierende im ersten und zweiten Semester 1 1 Munzert und Team
   
  1. Das Wochenende ist für alle, die im ersten oder zweiten Semester sind.
  2. Der Beginn des Theologiestudiums bedeutet den Anfang eines neuen Weges.
    An diesem Wochenende wollen wir uns Zeit nehmen, uns diesen Weg etwas näher anzusehen. Dabei soll besonders die Frage nach dem Verhältnis des/meines eigenen Glaubens und der wissenschaftlichen Theologie im Mittelpunkt stehen.
    Die Chance des Wochenendes besteht vor allem darin, sich abseits von Sprachen und Campus „out-of-Wohnheim“ zu unterhalten und theologisch zu diskutieren, neue Perspektiven und Ansichten kennen zu lernen und auch diejenigen zu fragen, die auf dem Weg des Studiums schon weiter sind oder ihn bereits hinter sich haben.
  3. Termin: 21.–23. Januar 2011
    Ort: Freizeitheim Ostheim
    Kosten: Unkostenbeitrag


Die angesprochenen Studierenden erhalten am Anfang des Semesters noch einmal eine schriftliche Einladung Anmeldung bitte bei: Susanne Munzert
(Tel.: 09874/509-430; E-Mail: studierendenpfarramt@augustana.de)

     
2. UE Einführung in das Studium der ev. Theologie (in Teilen geblockt) 2 3 Schenk
   

Konstituierende Sitzung:
12. November 2010, 14.45 Uhr, Hörsaal I
Weitere Termine werden in dieser Sitzung bekannt gegeben.
Besondere Blocktermine: 28. Januar 2011 und 11. Februar 2011, jeweils von 13.45–18.00 Uhr.

  1. Für Studierende in der Studieneingangsphase. Keine Voraussetzungen. Die Veranstaltung ist im Sinne von § 7 (1), Nr. 3 der Zwischenprüfungsordnung (ZPO) der Augustana-Hochschule obligatorisch.
  2. Ziel der Übung ist es, grundlegende Formen und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens, besonders im Hinblick auf die Anfertigung einer (Pro-)Seminararbeit (Annäherung an ein Thema, Literaturfindung und -beschaffung, Erarbeitung von Literatur, Strukturierung eines Themas und Gliederung einer Arbeit, Zitieren und Bibliographieren, Abfassen eines wissenschaftlichen Textes) vorzustellen bzw. zu rekapitulieren und exemplarisch einzuüben. Weitere mögliche Themen, auf die nach Absprache eingegangen werden kann, sind selbstverantwortliches Lernen/Zeitmanagement, Diskussion/Moderation von Diskussionen.
     
3. UE Internet und bibliographische Recherche. Grundlagen der Informationskompetenz (geblockt) 1 1 Bibliotheksteam
   

Termin: Wird durch Aushang bekannt gegeben.

  1. Die Übung richtet sich an alle Hochschulangehörigen. Einzige Vorkenntnis, die vorausgesetzt wird, ist der Umgang mit einem Internet-Browser. Die Übung ergänzt die Lehrveranstaltung „Einführung in das Studium der ev. Theologie“ (Nr. 2).
  2. Informationskompetenz ist sowohl eine Schlüsselqualifikation für Studium, Forschung und Lehre als auch für das spätere Berufsleben. Es ist zur Kernaufgabe von Bibliotheken geworden, Studierende und Wissenschaftler/ innen beim Erwerb von Informationskompetenz zu unterstützen.
    Informationskompetenz bezeichnet die Fähigkeiten, einen Informationsbedarf zu erkennen und zu benennen, eine Suchstrategie zu entwickeln, die geeigneten Informationsquellen zu identifizieren und zu nutzen, die Informationen schließlich zu beschaffen, zu evaluieren und weiter zu verarbeiten.
    Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der erfolgreichen Nutzung bibliographischer Datenbanken.
     
4. UE Bibelkunde des AT 
(+ 4 LP bei bestandener Prüfung)
2 2 Seiler
   
  1. Für StudienanfängerInnen. Grundlagenmodul. Zwischenprüfungsrelevant.
  2. Ziel der Übung ist es, Strukturen und zentrale Inhalte, aber auch theologische Schwerpunkte und Hauptlinien der alttestamentlichen Schriften kennenzulernen. Ihre Erschließung soll mit Hilfe von Übersichten, aber auch durch die Besprechung exemplarischer Texte geschehen. Dabei wird die Behandlung des Pentateuch und der prophetischen Schriften im Vordergrund stehen. Um den gesamtbiblischen Rahmen im Blick zu behalten, soll besonders auf Querverbindungen zwischen den besprochenen Texten, aber auch zum Neuen Testament hingewiesen werden.
  3. Die Bibelkundeprüfung besteht aus zwei Teilprüfungen im Alten und Neuen Testament, die voneinander getrennt oder auch an einem Termin abgelegt werden können. Sie findet in der Regel als schriftliche Prüfung statt.
  4. Als Arbeitsbuch wird zur Anschaffung empfohlen:
    Rösel, Martin: Bibelkunde des Alten Testaments, 6. Aufl., Neukirchen- Vluyn 2008
     

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Altes Testament

Übersicht Veranstaltungen Altes Testament
VL: 5 PS: 8 SE: 7 UE: 6 9
Veranstaltungen Altes Testament
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
5. VL Einführung ins AT: Tora 3 3 Krispenz
   
  1. Die Vorlesung ist Pflichtteil des Basismoduls AT; sie bereitet auf die Klausur der Zwischenprüfung sowie auf Studienprüfungen im Pfarrverwalterstudiengang vor und ist unabhängig davon für HörerInnen aller Semester sowie für PfarrverwalterInnen geeignet. Hebräischkenntnisse sind nicht Bedingung, aber von Nutzen. Es ist sinnvoll, das Proseminar vor der Vorlesung oder parallel dazu zu besuchen. Kontinuierliche Mitarbeit wird erwartet, Anwesenheit ist Voraussetzung für die Anerkennung der Vorlesung als Teil des Basismoduls AT. Die Übung „Texte und Literatur zur Vorlesung“ wird dringend empfohlen soweit sie nicht ohnedies Pflichtveranstaltung im Rahmen des Basismoduls AT ist.
  2. Gegenstand der Vorlesung ist der erste Teil der Hebräischen Bibel.
    Behandelt werden: die Bedeutung der Tora in den Auslegungsgemeinschaften Judentum, Christentum und wissenschaftliche Exegese, die Bücher der Tora in ihrer literarischen Eigenart, ihre Textsorten, kompositorische Zusammenhänge, theologische Themen in der Tora, historischer Hintergrund, alte und neue Pentateuchtheorien. Wert gelegt wird auf die unmittelbare Begegnung mit atl. Texten (auch zweisprachig hebräisch – deutsch) in Form von Lektüre und Auslegung. In ihren Erzählungen spannt die Tora einen Bogen von der Erschaffung der Welt bis zur Landnahme Israels nach dem Exodus. Sie ist für die jüdische Theologie von zentraler Bedeutung, aber auch die christliche Theologie hat sich von Anfang unter dem Stichwort „Gesetz“ immer wieder auf diesen Teil der Bibel bezogen, sowohl rezipierend als auch abgrenzend.
  3. Als vorbereitende und begleitende Literatur (und u. U. auch zur Anschaffung) wird empfohlen:
    Kaiser, O.: Grundriß der Einleitung in die kanonischen und deuterokanonischen Schriften des Alten Testaments. Band 1: Die erzählenden Werke,
    Gütersloh 1992, 47–99
    Zenger, E. u.a.: Einleitung in das Alte Testament, 4. Aufl. Stuttgart 2001, 66–176
    Ska, J.-L.: Introduction to Reading the Pentateuch, Winona Lake 2006
    Gertz, J. C. (Hg.): Grundinformation Altes Testament, 3. Aufl. Tübingen 2009, 193–285
     
6. UE Texte und Literatur zur Vorlesung 1 1 Krispenz
   
  1. Vgl. zur Vorlesung.
  2. Die Übung soll die Vorlesung ergänzen und vertiefen. Dazu werden wichtige atl. Texte gemeinsam gelesen und ausgelegt sowie grundlegende Sekundärliteratur gelesen und besprochen.
  3. Vgl. zur Vorlesung.
     
7. SE Schöpfung 2 3 Krispenz
   
  1. Hebraicum und atl. Proseminar werden in der Regel vorausgesetzt; Ausnahmen sind nach Rücksprache mit der Seminarleiterin möglich.
  2. Das Thema Schöpfung ist wie wenige andere Themen des AT in den aktuellen Diskussionen präsent, in theologisch interessierten Gruppen der Gesellschaft ebenso wie auch in solchen, die Kirche und selbst Religion kritisch betrachten. Es gehört zu denjenigen genuin theologischen Themen, denen politische und gesellschaftliche Relevanz zugesprochen wird.
    Innerhalb des AT begegnet das Thema – außer in den bekannten beiden Schöpfungsberichten der Genesis – auch in einer ganzen Reihe von Psalmen, in prophetischen und weisheitlichen Texten, es ist damit in allen Textbereichen des AT präsent.
    Das Seminar will mit dieser Vielfalt der Texte vertraut machen und dabei auch analoge altorientalische Texte zum Vergleich heranziehen, es will auf diesem Wege helfen, die aktuellen Diskussionen an ihre Textgrundlagen zurück zu binden.
  3. Literatur:
    Rad, G. v.: Das theologische Problem des alttestamentlichen Schöpfungsglaubens, in: Ders., Gesammelte Studien zum Alten Testament, München 1971, 136–147
    Jeremias, J.: Schöpfung in Poesie und Prosa des Alten Testaments. Gen 1–3 im Vergleich mit anderen Schöpfungstexten des Alten Testaments, JBTh 5 (1990), 11–36
     
8. PS Einführung in die Methoden alttestamentlicher Exegese: Texte aus den Erzelternerzählungen
(+5 LP bei Anfertigung einer schriftlichen Proseminar-Arbeit)
2 3 Hopf
   
  1. Voraussetzung: Hebraicum. Für Studierende in den Anfangssemestern. Zwischenprüfungsrelevant. Das Proseminar ist im Rahmen des modularisierten Studiums Bestandteil des Basismoduls „Altes Testament“. Die aktive Mitarbeit am Seminar erbringt 3 Leistungspunkte, die Anfertigung einer schriftlichen Proseminar-Arbeit weitere 5 Leistungspunkte.
  2. Texte sprechen – man muss nur genau hinhören. Das Problem ist allerdings: Sie sprechen in den seltensten Fällen mit einer Stimme. Und das gilt für die Texte des Alten Testaments um so mehr, als in der langen Geschichte ihrer Entstehung viele Stimmen den „Klang“ des Textes zu einer wahren Symphonie angereichert haben. So heißt es ja schon in Ps 62 :„Eines hat Gott geredet, ein Zweifaches habe ich gehört.“ Um aber den „Gesamtklang“ in seiner Vielfalt und Elaboriertheit wirklich wertschätzen und verstehen zu können, bedarf es eines Instrumentariums. Dieses Instrumentarium steht uns für das Alte Testament in Gestalt der Werkzeuge der alttestamentlichen Exegese zur Verfügung. Entsprechend soll das Proseminar durch das Kennenlernen und Einüben von textwissenschaftlichen und historisch-kritischen Methoden an einem konkreten alttestamentlichen Text dazu beitragen, in einen Dialog mit und über diesen Text in seiner Vielgestaltigkeit intensiver einzutreten und ihn somit neu zum Klingen zu bringen.
  3. Als Grundlage des Proseminars dient:
    H. Utzschneider / S. A. Nitsche: Arbeitsbuch literaturwissenschaftliche Bibelauslegung.
    Eine Methodenlehre zur Exegese des Alten Testaments,
    Gütersloh 3. Aufl. 2008 (zur Anschaffung empfohlen)
    Als Vorbereitung bitte ich zu lesen:
    Den Beginn des Buches Jesaja (Jes 1,1–9,6) in einer deutschen Übersetzung
  4. Voraussetzung für den Erwerb eines Scheines ist die regelmäßige Teilnahme sowie für
    – den Erwerb eines Teilnahmescheines: Anfertigung einer Kurzarbeit (i. d. R. ein exegetischer Schritt);
    – den Erwerb eines benoteten Scheins: Anfertigung einer schriftlichen Arbeit, die gegebenenfalls bereits im Semester begonnen werden kann;
    – den Erwerb eines benoteten Scheines in der ‚Frist von sechs Wochen‘: Anfertigen einer schriftlichen Arbeit im Anschluss an das Proseminar.
     
9. UE Bibelkunde des AT
(+ 4 LP bei bestandener Prüfung)
2 2 Seiler
    siehe Nr. 4      

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Neues Testament

Übersicht Veranstaltungen Neues Testament
VL: 10 PS: 17 SE: 12 OS: 14 KL: 16 UE: 11 13 19 20 SO: 15 RP: 18
Veranstaltungen Neues Testament
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
10. VL Neutestamentliche Vorlesung 3 3 NN
           
11. UE Übung zur Vorlesung 1 1 NN
   

 

     
12. SE Neutestamentliches Seminar 2 3 NN
           
13. UE Neutestamentliche Übung 1 1 NN
           
14. OS Träume in der Bibel (geblockt) 2   Stegemann
   

Termin: 17.–18. Dezember 2010 im Seminarraum 3, Wilhelm-Andersen- Haus
Beginn: 17. Dezember 2010 um 13.00 Uhr
Anmeldung: Bis zum 1. Dezember 2010 bei Frau Siebert, Rektorat, 1. Stock, Tel.: 280 oder E-Mail: andrea.siebert@augustana.de

  1. Die Teilnahme setzt ein exegetisches Proseminar voraus.
  2. Ziel des Seminars ist es, wichtige alttestamentliche und neutestamentliche Textbeispiele gemeinsam zu analysieren (etwa Jakobs Traum in Genesis 28, Träume der Josefsgeschichte, Träume im Matthäusevangelium, Traumgesichte in der Apostelgeschichte [etwa Apg 10+11], ihre „Traumtheorien“ zu eruieren und im Kontext anderer antiker (Artemidor, Tertullian) und moderner (Freud u.a.)Traumtheorien zu diskutieren. Die Form des Blockseminars gibt einen gewissen Arbeitsstil vor: kurze Informationsinputs, Erarbeitung einzelner Texte in Arbeitsgruppen oder im Plenum.
  3. Zur Vorbereitung empfehle ich einen Überblick über die antike Traumdeutung zu lesen:
    Walde, Christine: Antike Traumdeutung und moderne Traumforschung, Düsseldorf 2001
  4. Die Teilnahme wird bescheinigt; ein benoteter Seminarschein setzt die Abfassung einer Seminararbeit zum Thema des Oberseminars voraus.
     
15. SO Diakoniewissenschaftliche Sozietät: Spiritualität in der Diakonie 2 2 Stegemann
   

Vgl. die Ankündigung unter Nr. 58 sowie die entsprechenden Aushänge während des Semesters mit den Hinweisen zu den öffentlichen Vorträgen.

     
16. KL Doktoranden- und Habilitandenkolloquium 1   Stegemann/ NN
   

 

     
17. PS

Einführung in die Methoden der ntl. Exegese

2 3 Neumann
   
  1. Voraussetzung: Graecum. Für Studierende in den Anfangssemestern. Zwischenprüfungsrelevant.
    Die Veranstaltung ist im Rahmen des modularisierten Studiums Teil des Basismoduls Neues Testament (3 LP, zusätzlich 5 LP bei Anfertigung einer benoteten Proseminararbeit).
  2. Das Proseminar führt in die Methoden der historisch-kritischen Arbeit am Neuen Testament ein, dabei liegt der Schwerpunkt auf den synoptischen Evangelien.
  3. Erforderliche Arbeitsmittel:
    Unerlässlich ist ein griechisches NT. Die wissenschaftliche Standardausgabe ist:
    Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece (aktuelle Ausgabe: 27. Aufl., 9. korr. u. erw. Druck, Stuttgart 2007)
    Grundsätzlich empfehlenswert (leider nicht ganz billig) ist auch die Anschaffung einer griechischen Evangeliensynopse:
    Aland, Kurt: Synopsis Quattuor Evangeliorum (aktuelle Ausgabe: 15. Aufl., 3. korr. u. erw. Druck, Stuttgart 2001)
    Dem Proseminar wird als begleitende Literatur zu Grunde gelegt:
    Schnelle, Udo: Einführung in die neutestamentliche Exegese (UTB 1253), 7., durchges. und erg. Aufl., Göttingen 2008 (zur eigenen Anschaffung empfohlen)
    Weitere Literatur, die ergänzend herangezogen wird, wird im Proseminar bekanntgegeben.
  4. Voraussetzung für den Erwerb einer Teilnahmebescheinigung ist die regelmäßige Teilnahme einschließlich vor- und nachbereitender Lektüre sowie die Bearbeitung von Aufgaben in einer Arbeitsgruppe. Ein benoteter Schein setzt darüber hinaus die Anfertigung einer exegetischen Arbeit voraus.
     
18. RP

Neutestamentliches Repetitorium

3   Neumann
   
  1. Für Studierende in der Examensvorbereitung. Im Rahmen des modularisierten Grundstudiums kann die Veranstaltung nicht besucht werden.
  2. Das Repetitorium dient der Auffrischung und Vertiefung der vorhandenen Grundkenntnisse im Fach Neues Testament (Bereiche Synoptiker, Johannes, Paulus, „historischer Jesus“), soll aber keine „Wiederholungsvorlesung“ sein. Kursplanung und Schwerpunktsetzung im Einzelnen werden in der 1. Sitzung entsprechend den Bedürfnissen der Teilnehmer/innen festgelegt. Es empfiehlt sich, eine Einleitung ins NT bereits vorher durchzuarbeiten und zu den wichtigsten Punkten (Einleitungsfragen, Theologie einzelner Autoren/Schriften, theologische Querschnittthemen) eigene Exzerpte anzulegen. Die gemeinsamen Sitzungen könnten dann vornehmlich der Bündelung und Aktivierung des Grundwissens – auch unter prüfungsnahen Bedingungen – dienen. Von allen Teilnehmer/innen wird die Bereitschaft erwartet, sich der mündlichen Prüfungssituation über einen jeweils begrenzten Stoff auszusetzen. Möglich ist es auch, das eigene Schwerpunktthema zu präsentieren und zu diskutieren. Vorbereitende Materialien werden den Teilnehmer/innen auf dem Dokumentenserver der AHS zugänglich sein.
  3. Literaturempfehlungen:
    Hahn, Ferdinand: Theologie des Neuen Testaments, 2 Bde., 2., durchges. u. erg. Aufl., Tübingen 2005
    Schnelle, Udo: Einleitung in das Neue Testament (UTB 1830), 6., neu bearb. Aufl., Göttingen 2007
    Schnelle, Udo: Theologie des Neuen Testaments (UTB 2917), Göttingen 2007
    Schnelle, Udo: Paulus. Leben und Denken, Berlin / New York / Göttingen 2003
    Theißen, Gerd / Merz, Annette: Der historische Jesus. Ein Lehrbuch, 3., durchges. u. um Literaturnachtr. erg. Aufl., Göttingen 2001
    Wischmeyer, Oda (Hg.): Paulus. Leben – Umwelt – Werk – Briefe (UTB 2767), Tübingen/Basel 2006
    Weitere Literatur wird im Verlauf des Repetitoriums bekanntgegeben.
  4. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft zu einer zeitintensiven Vor- und Nacharbeit sowie zur aktiven Mitarbeit in den einzelnen Sitzungen in der unter b) beschriebenen Weise. Bewährt hat sich die verlängerte Dauer der einzelnen Sitzungen von 120 Minuten. Zusätzlich werden für Kandidat/innen, die im Examen eine Klausur zu schreiben haben, zwei Exegesetage (Synoptikerexegese und Paulus- oder Johannesexegese) angeboten.
     
19. UE Lektüre ausgewählter Abschnitte des Midrasch Rabba (n.V.) 2   Krämer
    Voraussetzung: Hebräischkenntnisse.
Der Midrasch Rabba gibt teils kurze Erklärungen, teils auch ausführlichere erzählende Deutungen der Hebräischen Bibel, und damit Einblick in Denken und Frömmigkeit des rabbinischen Judentums, die bis heute lebendig geblieben sind. Die Sprache ist weitgehend das einfache aber plastische Hebräisch der Mischna.
Die beste, wenn auch sehr komprimierte Einführung bieten die entsprechenden Abschnitte von Günter Stemberger: Einleitung in Talmud und Midrasch, 8., neu bearbeitete Aufl., München 1992.
     
20. UE Judentum konkret
Blockseminar in Berlin und Potsdam
2 2 Eberhardt
   

Termin: 13.–16. Oktober 2010

  1. Die Veranstaltung richtet sich an Studierende aller Semester.
  2. Ein gemeinsamer Studientag mit Rabbinatsstudierenden des Abraham- Geiger-Kollegs (AGK), dem ersten Rabbinerseminar in Zentraleuropa nach der Schoa, zum Thema „Halacha und Ethik“ am Donnerstag bildet den Schwerpunkt des Blockseminars. Als Referenten wirken dabei Prof. Dr. Admiel Kosman und Rabbiner Dr. Tovia Ben-Chorin (Abraham-Geiger- Kolleg) sowie von christlicher Seite der Alttestamentler Prof. em. Dr. Frank Crüsemann mit. Der Freitag dient der Begegnung mit jüdischen Gemeinden und Institutionen. Geplant sind unter anderem Besuche in der konservativen Synagoge in der Rykestraße, im Centrum Judaicum und in der Synagoge in der Oranienburgerstraße (einschließlich Kabbalat-Schabbat-Gottesdienst am Freitagabend).
    Die Teilnehmenden der Übung treffen sich am Mittwoch, 13. Oktober 2010, um 18 Uhr im Gästehaus „Im Zentrum“ der Berliner Stadtmission (Lehrter Straße 68, 10557 Berlin) in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs. Die Unterbringung erfolgt in Drei- und Vierbettzimmern. Nach dem Abendessen findet eine einführende Einheit statt. Ende des Blockseminars ist am Samstag, 16. Oktober 2010, nach dem Frühstück.
    Das Blockseminar wird bezuschusst. Die im Rahmen des Seminars anfallenden Kosten in Berlin und Potsdam (Unterkunft, Verpflegung, Fahrten, Eintrittsgelder etc.) werden von BCJ.Bayern übernommen. Die Hin- und Rückreise nach Berlin organisieren und finanzieren die Teilnehmenden individuell selbst.
    Schriftliche Anmeldung bis 15. August 2010 an:
    Pfrin. Barbara Eberhardt, BCJ.Bayern, Marsstraße 19, 80335 München mail: barbara.eberhardt@elkb.de.
  3. Weitere Informationen und konkrete Literatur zur Vorbereitung werden im August per e-mail bzw. Post bekannt gegeben. Empfehlungen für diejenigen, die sich vorab mit dem Thema beschäftigen wollen:
    http://www.abraham-geiger-kolleg.de
    Friedrich, Volker / Bechtold, Andreas: Jüdische Jugend heute in Deutschland, Konstanz 2006
    Zemer, Moshe: Jüdisches Religionsgesetz heute. Progressive Halacha, Neukirchen-Vluyn 1999.
     

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Kirchen-, Dogmen- und Theologiegeschichte

Übersicht Veranstaltungen Kirchen-, Dogmen- und Theologiegeschichte
VL: 21 PS: 23 26 UE: 22 27 SE: 25 KL: 24
Veranstaltungen Kirchen-, Dogmen- und Theologiegeschichte
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
21. VL KG IV: Christentumsgeschichte in der Neuzeit und Neuesten Zeit 3 3 Schneider-Ludorff
   
  1. Die Vorlesung ist im Rahmen des modularisierten Studiums verpflichtender Bestandteil des Basismoduls Kirchen- und Dogmengeschichte oder kann als Veranstaltung im Wahlpflichtbereich belegt werden. Sie ist als Überblicksvorlesung im Sinne der Zwischenprüfungsordnung konzipiert und für Hörerinnen und Hörer aller Semester geeignet.
  2. Die Vorlesung bietet einen Überblick über die gesellschaftspolitischen Umbrüche und kirchen- und frömmigkeitsgeschichtlichen Weichenstellungen seit dem Westfälischen Frieden 1648 bis zum Wendejahr 1989, die das heutige Europa geprägt haben und z. T. immer noch prägen. Dabei geht sie den zentralen theologischen Antworten auf die Herausforderungen der Moderne nach, wie sie in Orthodoxie, Pietismus und Aufklärung zum Ausdruck kamen, wendet sich den Reaktionen des Protestantismus auf die„Soziale Frage“ im 19. Jahrhundert zu, berücksichtigt u. a. Entwürfe Wilhelm Löhes, Johann Hinrich Wicherns und Theodor Fliedners und zeigt das kirchenpolitische Engagement von Frauen dieser Zeit auf. Die Rolle der Kirchen in der Weimarer Republik und im „Dritten Reich“ wird ebenso beleuchtet wie die Zeit nach 1945 und das Engagement der Kirchen im geteilten Deutschland. Anliegen der Vorlesung ist es, die vielfältigen Phänomene möglichst quellennah und verständlich zu erarbeiten und auch die Situation in den europäischen Nachbarländern und darüber hinaus zu berücksichtigen.
  3. Literatur:
    Greschat, Martin (Hg.): Vom Konfessionalismus zur Moderne (KTGQ 4), Neukirchen-Vluyn 1997.
    Ders. u.a. (Hg.): Das Zeitalter der Weltkriege und Revolutionen (KTGQ 5), Neukirchen-Vluyn 1999.
    Ders.: Die evangelische Christenheit und die deutsche Geschichte nach 1945, Stuttgart 2002.
    Nowak, Kurt: Geschichte des Christentums in Deutschland, München 1995.
     
22. UE Übung zur Vorlesung 1 2 Schneider-Ludorff
   

Die Übung dient der Vertiefung der Vorlesung anhand der Lektüre von Quellentexten und Literatur und orientiert sich an den jeweiligen Kapiteln der Vorlesung. Neben der Begegnung mit den Texten können hier Anfragen und Problemstellungen aus der Vorlesung ausführlich diskutiert werden. Ein Übungsschein wird bei regelmäßiger Teilnahme ausgestellt.

     
23. PS Martin Luther. Einführung in Leben und Werk 2 3 Schneider-Ludorff
   
  1. Studierende im Grundstudium; zwischenprüfungsrelevant. Voraussetzung Latinum, Besuch des Grundkurses „Wendepunkte der KG“ und die Bereitschaft zu kontinuierlicher Mitarbeit und zur Übernahme eines Referates. Das Proseminar ist im Rahmen des modularisierten Studiums Bestandteil des Basismoduls „Kirchen- und Dogmengeschichte“. Die aktive Mitarbeit am Seminar erbringt 3 Leistungspunkte, die Anfertigung einer schriftlichen Proseminar-Arbeit weitere 5 Leistungspunkte.
  2. Martin Luther ist uns allen als eine zentrale Gestalt der Reformation bekannt – und doch bieten sein Leben und Werk manch Spielraum für unterschiedliche Deutungen, wie nicht zuletzt der Streit um den „Thesenanschlag“ gezeigt hat. Wir werden im PS wichtige Stationen seines Lebens betrachten und die Entwicklung von Luthers Theologie anhand zentraler Schriften nachvollziehen. Dabei werden wir Methoden kirchengeschichtlichen Arbeitens kennen lernen und einüben.
  3. Zur Anschaffung empfohlen:
    Markschies, Christoph: Arbeitsbuch Kirchengeschichte, Tübingen 1995.
    Leppin, Volker: Martin Luther, Darmstadt 2006.
  4. Ein Nachweis über erfolgreiche Teilnahme am Proseminar wird gegen Vorlage eines schriftlich ausgearbeiteten Referates, ein benoteter Proseminarschein gegen Vorlage einer schriftlichen Proseminararbeit ausgestellt.
     
24. KL Doktorandenkolloquium 1   Schneider-Ludorff
   

Das Forschungskolloquium dient zum einen der Besprechung laufender Dissertationen, zum anderen der Vertiefung des kirchenhistorischen Methodengesprächs. Das Kolloquium findet einmal im Monat statt. Zusätzlich ist ein Wochenendblockseminar vorgesehen. Zur Teilnahme ist die persönliche Anmeldung erforderlich.

     
25. SE Frauen in der Mission
Blockseminar in Zusammenarbeit mit dem Referat „Mission Interkulturell“ des Centrums Mission EineWelt, 07.–18.03.2011
4 4 Becker /
Schneider-Ludorff /
Jahnel
   

Siehe Nr. 43.

     
26. PS Anselm von Canterbury 2 3 Schenk
   
  1. Studierende im Grundstudium; Zwischenprüfungsrelevant. Voraussetzung: Latinum, Besuch des Grundkurses „Wendepunkte der KG“ und die Bereitschaft zu kontinuierlicher Mitarbeit und zur Übernahme eines Referates. Das Proseminar ist im Rahmen des modularisierten Studiums Bestandteil
    des Basismoduls „Kirchen- und Dogmengeschichte“. Die aktive Mitarbeit am Seminar erbringt 3 Leistungspunkte, die Anfertigung einer schriftlichen Proseminar-Arbeit weitere 5 Leistungspunkte.
  2. Anselm (1033–1009), zunächst Klosterbruder und Abt des Klosters Bec in der Normandie, dann Erzbischof von Canterbury, ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Kirchen- und Dogmengeschichte des Hochmittelalters. Neben seinen großen theologischen Werken ist von ihm auch eine umfangreiche Briefsammlung erhalten. Diese Briefe bieten einen Zugang zu Leben und Denken Anselms und sie zeigen, wie große kirchengeschichtliche Themen der Zeit – Kirchenreform, Investiturstreit, Kreuzzug, Konsolidierung der Normannenherrschaft in England – sich auswirken auf die Lebenssituation einzelner Männer und Frauen am Hofe und im Kloster. Im Proseminar werden wir ausgewählte Briefe und weitere Quellentexte zu Person und Zeit Anselms lesen und dabei Methoden kirchengeschichtlichen Arbeitens kennen lernen und einüben.
  3. Zur Anschaffung empfohlen:
    Markschies, Christoph: Arbeitsbuch Kirchengeschichte, Tübingen 1995.
  4. Ein Nachweis über erfolgreiche Teilnahme am Proseminar wird gegen Vorlage eines schriftlich ausgearbeiteten Referates, ein benoteter Proseminarschein gegen Vorlage einer schriftlichen Proseminararbeit ausgestellt.
     
27. UE Grundkurs: Wendepunkte der KG (geblockt) 1 1 Schenk
   

Blocktermin: 14./15. Januar 2010.
Konstituierende Sitzung: 12. November 2010, 13.45 Uhr, Hörsaal I.
Zeit: Freitag, 13.45–19.30 Uhr; Samstag, 8.30–11.30 Uhr.
Ort: Hörsaal I im Wilhelm-von-Pechmann-Haus

  1. Der Grundkurs ist Bestandteil des Basismoduls Kirchen- und Dogmengeschichte und richtet sich an Studierende im Grundstudium. Er kann ohne Vorkenntnisse besucht werden.
  2. 2000 Jahre Christentum – das ist: Glaube, Theologie und Kirche unter vielfältigen historischen Bedingungen. Der Grundkurs bietet einen Überblick: mit Sieben-Meilen-Stiefeln durchschreitet er die Epochen der Kirchengeschichte, verweilt bei zentralen theologischen Entscheidungen, zeigt kirchenhistorische Wendepunkte auf. Damit schlägt er Schneisen ins Dickicht historischer Daten und Fakten und vermittelt Ihnen für Ihr Studium grundlegendes Wissen über die Geschichte des Christentums.
  3. Zur Anschaffung empfohlen:
    Moeller, Bernd: Geschichte des Christentums in Grundzügen, 8. Aufl., Göttingen 2004.
     

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Systematische Theologie und Philosophie

Übersicht Veranstaltungen Systematische Theologie und Philosophie
VL: 28 PS: 31 UE: 32 34 SE: 29 35 KL: 30 RP: 33 36
Veranstaltungen Systematische Theologie und Philosophie
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
28. VL Prolegomena und Gotteslehre 3 3 Buntfuß
   
  1. Die Vorlesung ist verpflichtender Bestandteil des Basismoduls Systematische Theologie, richtet sich aber auch an Studierende aller Semester. Die Vorlesung kann außer auf das Basismodul Systematische Theologie auch im Wahlpflicht- oder Wahlbereich als systematisch-theologische Veranstaltung mit 3 Leistungspunkten angerechnet werden. Voraussetzung dafür ist die regelmäßige Teilnahme an der gesamten Veranstaltung.
  2. Die Vorlesung bildet den ersten Teil eines dreisemestrigen Zyklus, in dessen Verlauf der gesamte dogmatische Stoff problemorientiert vermittelt wird. Dabei wird zunächst die jeweilige Lehrentwicklung im Vordergrund stehen, bevor die spezifisch neuzeitliche Problemstellung behandelt sowie der aktuelle Diskussionsstand besprochen wird. Im 1. Teil werden die Grundlegungsfragen (Theologie als Wissenschaft? Verhältnis von Offenbarung und Erfahrung) und die Gotteslehre (Gottes Wesen und Eigenschaften, Schöpfungslehre, Trinitätslehre) behandelt.
  3. Die Vorlesung besteht aus einem zweistündigen Vortrag und einem einstündigen Kolloquium, in dem Fragen beantwortet und gemeinsam diskutiert werden können.
     
29. SE Die Theologie Albert Schweitzers 2 3 Buntfuß
   
  1. Das Seminar richtet sich an alle Studierenden, die mit Erfolg ein systematisch- theologisches Proseminar besucht haben. Das Seminar kann als systematisch-theologische Veranstaltung im Wahlpflicht- oder Wahlbereich mit 3 Leistungspunkten angerechnet werden.
  2. Albert Schweitzer (1875–1965) ist in der Theologie vor allem als Autor einer epochemachenden Geschichte der Leben-Jesu-Forschung bekannt. Außerdem war er ein exzellenter Kenner und Interpret der Musik Johann Sebastian Bachs, Mediziner und Urwaldarzt, sowie Friedensnobelpreisträger. Dass Schweitzer auch für die Systematische Theologie, insbesondere die Ethik, einschlägige Schriften verfasst hat, ist weniger bekannt. Wir wollen uns deshalb mit seiner Theologie und Kulturphilosophie beschäftigen und Albert Schweitzer als einen liberalen Theologen und einflussreichen Ethiker kennenlernen.
  3. Als Voraussetzung für den Erwerb eines Scheines gelten die regelmäßige Teilnahme und die Übernahme eines Referates. Es besteht die Möglichkeit, eine Hauptseminararbeit zu schreiben.
  4. Im Rahmen des Seminars ist eine Exkursion vom 28.–30.01.2011 nach Marburg geplant, wo mein Kollege Prof. Dr. Jörg Lauster im Wintersemester ebenfalls ein Schweitzer-Seminar veranstalten wird. Wir werden uns mit den dortigen Seminarteilnehmenden treffen und ein Wochenende gemeinsamüber Schweitzers Theologie sprechen. Die Erstattung der Fahrt- und Übernachtungskosten wird beantragt.
     
30. KL Doktoranden- und Habilitandenkolloquium 1   Buntfuß
           
31. PS Gerhard Ebeling: Texte zur hermeneutischen Theologie 2 3 R. Fritz
   
  1. Keine Voraussetzungen, geeignet für alle Studierenden im Grundstudium, anrechenbar für das Basismodul Systematische Theologie, 3 LP
  2. „Aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“ So drückt sich in Mt 8,8b das Vertrauen auf Gottes heilsame Nähe im Wort aus. Um eben diesen für den christlichen Glauben zentralen Zusammenhang kreiste die Theologie eines der prominentesten Theologen des 20. Jahrhunderts: Gerhard Ebeling (1912–2001). Die Frage, die Ebelings gesamtes Werk durchzieht, lautete: „Wie [ist] Christus durch sein Wort gegenwärtig?“ Um die sprachlich vermittelte Präsenz Gottes im Glauben dem theologischen Denken zu erschließen, arbeitete Ebeling sowohl kirchenhistorisch wie auch systematisch. Zum einen widmete er sich intensiv dem Studium Luthers und entwickelte maßgebliche Interpretationen reformatorischer Theologie. Zum anderen ist sein Name eng mit dem Begriff der Hermeneutik, der Lehre des Verstehens, verbunden, die er im Anschluss an seinen Lehrer Rudolf Bultmann für seine Frage nach dem Zusammenhang von „Wort und Glaube“ fruchtbar machte.
    Das Proseminar führt anhand ausgewählter Texte in die unterschiedlichen Aspekte des Werks von Gerhard Ebeling ein. Dabei werden zudem Grundlagen Systematischer Theologie vermittelt sowie deren Arbeitsweisen eingeübt.
  3. Eine erste Annäherung zu Ebeling bieten seine autobiographischen Ausführungen „Mein theologischer Weg“, die zugänglich sind unter www.uzh.ch/hermes/dokumente/ihr_hbl_s06_ebeling.pdf.
    Basislektüre im Seminar ist: Ebeling, Gerhard: Das Wesen des christlichen Glaubens, Tübingen 1959 und Folgeauflagen. Zur Anschaffung empfohlen!
    Weitere Literatur wird in der konstituierenden Sitzung bekannt gegeben.
  4. Scheinerwerb: regelmäßige Teilnahme inklusive intensiver Vorbereitung und Verfassen eines Essays; zusätzlich Proseminararbeit möglich
     
32. UE

Theologisch-philosophische Klassikerlektüre

1 1 R. u. M. Fritz
   
  1. Zulassungsbedingung: systematisch-theologisches Proseminar; anrechenbar für den Wahlbereich; 1 LP.
  2. Die Lektüreübung richtet sich an alle Studierenden, die Interesse an der Lektüre eines klassischen Textes aus dem Bereich Systematische Theologie/Philosophie haben und darüber zu abendlicher Stunde in ein angeregtes und anregendes Gespräch kommen wollen.
  3. Die Literatur wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.
  4. Scheinerwerb: bei regelmäßiger Teilnahme.
     
33. RP Dogmatik 2   M. Fritz
   
  1. Die Veranstaltung richtet sich an Studierende in der Examensvorbereitung.
  2. Das dogmatische Repetitorium kann das gründliche Studium der Dogmatik nicht ersetzen, sondern dient der gemeinsamen Wiederholung des dogmatischen Stoffes sowie der systematisch-theologischen Urteilsbildung. Orientiert am heilsgeschichtlichen Themenaufriss der protestantischen „Normaldogmatik“ werden die einzelnen Loci durchgearbeitet und die systematischen Kernprobleme besprochen. Das Repetitorium leistet damit auch einen Beitrag zur Erlangung derjenigen theologischen Kompetenz, die nicht nur zum Bestehen des Examens, sondern auch zur Berufsausübung erforderlich ist.
  3. Literatur wird im Seminar bekanntgegeben. Zur Vorbereitung und zur begleitenden Lektüre ist geeignet:
    Leonhardt, R.: Grundinformation Dogmatik, 4. (oder ältere) Aufl., Göttingen 2009 (zur Anschaffung empfohlen).
    Trillhaas, W.: Dogmatik, Berlin 1962 (trotz des Alters in vieler Hinsicht unüberholt).
     
34. UE Kierkegaardlektüre 1 1 M. Fritz
   
  1. Keine Zulassungsbedingungen; geeignet für alle Studierenden im Grundstudium; anrechenbar für das Basismodul Systematische Theologie; 1 LP.
  2. Der dänische Philosoph Søren Kierkegaard (1813–1855) hat auf die Theologie insbesondere des 20. Jahrhunderts maßgeblichen Einfluss ausgeübt. Besonders der revolutionäre Aufbruch nach dem Ersten Weltkrieg, der unter dem Titel „dialektische Theologie“ in die Geschichte eingegangen ist, hat von Kierkegaard wesentliche Impulse erhalten. Auch heute noch geht von seinen zwischen Schwermut und Enthusiasmus changierenden Texten eine anhaltende Faszination aus, der wir uns in der Übung aussetzen wollen.
  3. Die Texte werden in der Übung bekanntgegeben.
  4. Scheinerwerb: bei regelmäßiger Teilnahme.

Die Veranstaltung findet 14-tägig statt (jeweils zwei Stunden).

     
35. SE Der theologische Ort der Menschenrechte (14-tägig) 2 2 Schürger
   

Zulassungsbedingung
Systematisches Proseminar.

Inhalt
Die Menschenrechte sind in der Diskussion: Seit Jahren streiten die USA und China über das Verhältnis von kollektiven (Recht auf Arbeit) und individuellen (Recht auf freie Meinungsäußerung) Menschenrechten. Kritik an der Stellung der Frau im Islam – aber auch in der römisch-katholischen Kirche wird mit der in den Menschenrechten garantierten Gleichheit von Mann und Frau begründet. Lesben und Schwule in den osteuropäischen Ländern berufen sich ebenfalls auf die Menschenrechte, wenn sie gegen Diskriminierung in ihren Heimatländern auf die Straße gehen. In dem Seminar erarbeiten wir die Geschichte der Menschenrechte und reflektieren das Verhältnis der Kirchen zu diesen Rechten der Freiheit: Stehen die Menschenrechte in der christlichen Tradition oder sind sie „zügellose Freiheitslehren“, die der christlichen Tradition widersprechen (Leo XIII.)? Wir gehen der Frage nach, inwieweit die Menschenrechte als universale Rechte theologisch begründbar sind bzw. einer theologisch-ethischen Konkretisierung bedürfen.
Die Universalität der Menschenrechte und die Partikularität der Religionen werden dabei kritisch diskutiert werden.

Lektüre
Hintergrund (fakultativ)
Wolfgang Huber: Art. Menschenrechte/Menschenwürde, TRE 22, 577–602.
Udo Steiner / Hubert Cancik / Rotraud Wieland / Reinhold Mokrosch: Art. Menschenrechte, RGG, 4. Aufl., Bd. 5, 1088–1098.

Vorbereitung zur ersten Sitzung (verbindlich)
Martin Honecker: Grundriß der Sozialethik, Berlin / New York 1995, 342–353.
Johannes Paul II: Für einen gemeinsamen ethischen Code der Menschheit, Conc 37 (2001), 396–399.
Aram I: Die Notwendigkeit einer globalen Ethik, Conc 37 (2001), 399–402.
Konrad Raiser: Weltordung und Weltethos, Conc 37 (2001), 403–409.
Maureen Junker-Kenny: Braucht der Begriff der Menschenwürde eine theologische Begründung?, Conc 39 (2003), 181–189.

Besondere Informationen
Das Seminar findet 14-tägig vierstündig statt (Donnerstag, 14.45–18.00 Uhr):
Termine: 11.11., 25.11., 9.12., 16.12.2010, 13.1. und 27.1.2011
Seminarschein bei regelmäßiger Teilnahme und Referat, benoteter Schein nur nach Seminararbeit.

     
36. RP Ethik 2   Dietzfelbinger
   
  1. Die Veranstaltung richtet sich an Examenskandidatinnen und -kandidaten bzw. an Fortgeschrittene in Sachen Ethik. Ziel der Veranstaltung ist die Vorbereitung auf das erste theologische Examen. Dabei werden die wichtigsten Themen theologischer Ethik (Begriffe, Themen, Personen) sowie Anwendungsfragen der Ethik wiederholt und zusammengefasst. Wir werden uns auch Klausurthemen der vergangenen Jahre ansehen und besprechen.
    Die Arbeitsformen wechseln zwischen Referaten, Gruppenarbeiten sowie Diskussionen. Vorausgesetzt werden Ethik-Kenntnisse. Die Übernahme je eines Referates und eines Protokolls wird erwartet.
  2. Das detaillierte Programm wird in der ersten Sitzung zusammen mit den Teilnehmenden festgelegt.
  3. Literaturempfehlung:
    grundlegend:
    Fischer, Johannes: Grundkurs Ethik. Grundbegriffe philosophischer und theologischer Ethik, 2. Auflage, Stuttgart u. a. 2009
    Honecker, Martin: Einführung in die Theologische Ethik, Berlin u. a. 2002
    Körtner, Ulrich: Evangelische Sozialethik, 2. Auflage, Göttingen 2008
    Lienemann, Wolfgang: Grundinformationen Theologische Ethik, Göttingen 2008
    Rendtorff, Trutz: Ethik VII, in: Theologische Realenzyklopädie (TRE), Band 10, 481–517
    Weitere Literatur wird zu Beginn der Veranstaltung vorgestellt. Ein Apparat mit ausführlicher Literaturliste und Referatsthemen sowie weiteren Materialien steht ca. zwei Wochen vor Beginn des Seminars bereit.
  4. Neben der vorbereitenden Lektüre zu jeder Sitzung wird die Übernahme eines Referates und eines Protokolls je Teilnehmerin und Teilnehmer erwartet.
  5. Termine (geblockt) (kurzfristige Änderung möglich, bitte Aushänge und Internet beachten!):
    jeweils Donnerstag, 14.45 Uhr bis 18.00 Uhr:
    18. November 2010; 2. Dezember 2010; 16. Dezember 2010; 13. Januar 2011; 27. Januar 2011; 10. Februar 2011
    Ort: Hörsaal III im Wilhelm-von-Pechmann-Haus
  6. Rückfragen bitte an: dd@daniel-dietzfelbinger.de
     

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Philosophie

Übersicht Veranstaltungen Philosophie
VL: 37 SE: 39 PS: 38 UE: 40
Veranstaltungen Philosophie
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
37. VL Neue Darstellung der Philosophie der Rhetorik 3 3 Oesterreich
   

Die philosophische Fundamentalrhetorik gibt eine neue Antwort auf die alte Frage: „Was ist der Mensch?“ Ihr theoretischer Kern ist die Homo-rhetoricus- Anthropologie, dergemäß der Mensch und seine kulturelle Lebenswelt durch das Prinzip der persuasiven Rede bestimmt ist. Die Vorlesung will nun unter Berücksichtigung der neueren Forschungen auf dem Gebiet der rhetorischen Anthropologie eine erweiterte Darstellung der Fundamentalrhetorik geben. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den in der Gegenwart kontrovers diskutierten Themen der ‚internen Rhetorik‘, dem Begriff der ‚rhetorischen Subjektivität‘ und dem Universalitätsanspruch des neuen rhetorischen Menschenbildes gewidmet.

Die Veranstaltung ist Teil des Philosophie-Moduls und eignet sich für das Philosophicum.

Literatur:
Oesterreich, P. L.: Fundamentalrhetorik, Hamburg 1990;
Oesterreich, P. L.: Philosophie der Rhetorik, Bamberg 2003
Oesterreich, P. L.: „Anthropologische Rhetorik“, in: Rhetorik und Stilistik / Rhetoric and Stylistics, hg. v. U. Fix u.a., Berlin/New York 2008, 869–880.

     
38. PS Schelling: Philosophie der Freiheit 2 3 Oesterreich
   

Wie lässt sich die menschliche Freiheit mit der Geschöpflichkeit und Abhängigkeit von Gott gedanklich vereinbaren? Ist die menschliche Freiheit nur ein Vermögen zum Guten oder auch eine Quelle des Bösen? Ruht alle Persönlichkeit des Menschen auf einem ‚dunklen Grunde‘? Ist das Böse in der Geschichte nur ein Mangel an Gutem oder eine aktive Macht? Diesen Fragen geht Schellings Untersuchung ‚Über das Wesen der menschlichen Freiheit‘ nach, die eines der bedeutendsten Werke der spätromantischen Philosophie darstellt.

Das Textseminar kann als Teil des Philosophie-Moduls gewählt werden und eignet sich für das Philosophicum.

Textgrundlage:
F. W. J. Schelling, Über das Wesen der menschlichen Freiheit (= Reclam 8913)

     
39. SE Friedrich Schlegel 2 3 Oesterreich
   

Was ist eigentlich ‚Romantik‘? Ist die deutsche Romantik nur eine literarischkünstlerische Bewegung oder hat sie auch einen eigenständigen Stil des Philosophierens hervorgebracht? Wie ist die Doppeldeutigkeit der philosophischen Romantik, die zwischen kritisch-ironischem Denken und der universellen Erneuerung der christlichen Religion zu schwanken scheint, zu erklären? Diesen Fragen will das Seminar im Blick auf F. Schlegel, dem neben Fichte und Schelling wohl bedeutendsten Vertreter der philosophischen Romantik, nachgehen.

Das Seminar eignet sich besonders zur vertiefenden Vorbereitung auf das Philosophicum.

     
40. UE Übung zur Philosophie der Rhetorik (geblockt) 2 2 Oesterreich
   

Die Übung zur Philosophie der Rhetorik widmet sich in diesem Semester einem von der Forschung bisher kaum erschlossenen Kapitel philosophischer Rhetorik. Gemeint sind die frühen Predigten des jungen Johann Gottlieb Fichte, die dieser im Vorfeld der Erfindung seiner epochemachenden ‚Wissenschaftslehre‘ gehalten hat. Es ist geplant, dieses Kompaktseminar in der Form einer kleinen Lektüretagung zum Thema ‚Fichte predigt. Zur homiletischen Genese der Wissenschaftslehre‘ abzuhalten.

Diese Übung kann als Teil des Philosophie-Moduls gewählt werden und richtet sich an alle Studierenden, die ein besonderes Interesse an der lebendigen Verbindung von Forschung und Lehre besitzen.

Termin des Kompaktseminars: 19.–20. November 2010.
Konstitutive Sitzung und Vorbesprechung: Dienstag, 9. November 2010, 10.00 Uhr.
Ort: Seminarraum 3.

     

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Interkulturelle Theologie und Religionswissenschaft

Übersicht Veranstaltungen Interkulturelle Theologie und Religionswissenschaft
VL: 41 UE: 42 KL: 46 SE: 43 44 OS: 45
Veranstaltungen Interkulturelle Theologie und Religionswissenschaft
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
41. VL Migrationskirchen als Form des Christentums zwischen Fundamentalismus und Erneuerung 2 2 Fischer /
Becker
   
  1. Es handelt sich um eine zwischenprüfungs- und examensrelevante Vorlesung für alle Semester, die auch für Eingeschriebene am Studienseminar Pfarrverwalterausbildung geeignet ist. Die Vorlesung wird im Rahmen des modularisierten Grundstudiums im Wahlpflichtbereich mit 2 SWS und 2 LP angerechnet.
  2. In der Vorlesung gilt die interkulturell-theologische Konzentration insbesondere Menschen „anderer Sprache und Herkunft“, die aus der südlichen Hemisphäre stammen. Sie suchen als Christen und Christinnen nicht nur in sozialer, politischer und ökonomischer Hinsicht eine neue Heimat. Einige vernetzen sich sehr schnell vor Ort auf regionaler, nationaler, aber auch auf internationaler, transkontinentaler Ebene bis hin „zurück“ in ihre Herkunftsländer. Sie sind teils dem charismatischen Flügel der historischen Kirchen verbunden, teils dem Evangelikalismus oder der Pfingstbewegung angeschlossenen. Es geht um Zusammenhänge zwischen Globalisierung, Migration und religiöser Ausbreitungsbewegung. Speziell die migratorischen Süd-Nord-Ströme sind es, welche die strukturellen wie die inhaltlichen Voraussetzungen für eine anscheinend ganz neu geartete „transkulturelle Missionsbewegung“ geben. Es fragt sich: Was bedeutet ihr Hiersein in missionstheologischer, gesellschaftlicher sowie ekklesiologischer Hinsicht für uns? Mit der Frage nach dem missionarischen Selbstverständnis von diesen Gemeinden gilt es, kritisch und sensibel die fundamentalistischen Züge dieser Bewegung zu erkennen. Dabei kommen auch die ambivalenten Konsequenzen in den Blick, welche die Schwerpunktverlagerung der Christenheit von Nord nach Süd unter dem Stichwort der „reversiven Mission“ für den Norden selbst hat.
  3. Es kann eine Prüfung abgelegt werden, die für die Zwischenprüfung oder die Zulassung zum Ersten Theologischen Examen relevant ist.
  4. Als begleitende Lektüre wird empfohlen:
    Bergunder, Michael / Jörg Haustein: Migration und Identität. Pfingstlichcharismatische Migrationsgemeinden in Deutschland (Beiheft der Zeitschrift für Mission 8), Frankfurt a. M. 2006
    Dahling-Sander, Christoph / Funkschmidt, Kai M. / Mielke, Vera (Hg.): Pfingstkirchen und Ökumene in Bewegung (Beiheft zur Ökumenischen Rundschau 71), Frankfurt a. M. 2001
    Hock, Klaus: Neu Denken und Um-Denken. Die Relevanz der Afrikanischen Diaspora für Religionswissenschaft und Missionswissenschaft, in: Roswith Gerloff, Das schwarze Lächeln Gottes. Afrikanische Diaspora in Theologie und Kirche (hg. v. Gisela Egler und Paul Löffler), Frankfurt a. M. 2005, 341–351
     
42. UE Übung zur Vorlesung mit Exkursion 2 2 Fischer
   
  1. Die Übung wird im Rahmen des modularisierten Grundstudiums im Wahlpflichtbereich mit 2 SWS und 2 LP angerechnet.
  2. Einige Verantwortliche aus Gemeinden anderer Sprache und internationaler Herkunft, kirchliche Verantwortungsträger aus Deutschland und in der theologischen Wissenschaft und Forschung Tätige werden diese Übung partiell mitgestalten. So besuchen wir auf Exkursionen solche Gemeinden anderer Sprache und Herkunft oder es werden „ressource persons“ aus dem genannten Personenkreis unsere Gäste sein. Die an der Übung bzw. der Vorlesung Teilnehmenden sollen Gelegenheit erhalten, Fragen und eigene Erfahrungen einzubringen.
  3. Die Veranstaltung soll die Vorlesung ergänzend vertiefen und führt in ausgewählte Literatur ein. Die Lektüre wie auch ein möglicher anderer Wochentag und die Uhrzeit der weiteren Treffen werden mit den Teilnehmenden in der ersten Sitzung vereinbart.
     
43. SE Frauen in der Mission
Blockseminar in Zusammenarbeit mit dem Referat „Mission Interkulturell“ des Centrums Mission EineWelt
4 4 Becker /
Schneider-Ludorff/
Jahnel
   

Termin: 7.–18. März 2011

  1. „… die Sehnsucht nach Afrika zu dem nie gesehenen, aber dennoch geliebten Bräutigam“ – Frauen hinterließen Briefe, Tagebücher, Fotografien– subjektive Quellen aus Privatbesitz. Was bewegte diese Frauen, ihre Heimat und ihr soziales Umfeld zu verlassen und – oft für immer – sich auf ein unbekanntes Leben in der Fremde einzulassen? In dem Seminar geht es um ein dichtes, lebendiges und facettenreiches Bild der Lebens- und Missionsgeschichte im Kontext von Biographie, Kultur und Alltag. – Ein Informationsblatt mit genauen Erläuterungen wird im Wintersemester in der Hochschule ausliegen.
  2. Es handelt sich um eine zwischenprüfungsrelevante Lehrveranstaltung, bei der eine vorgezogene mündliche Prüfungsleistung im Fach Interkulturelle Theologie und Religionswissenschaft in Ersatz eines exegetischen Faches erbracht werden kann. Es besteht auch die Möglichkeit, an einer abschließenden mündlichen Prüfung oder Klausur zum Erwerb eines benoteten Seminarscheins bzw. zum „Nachweis der Beschäftigung mit einer lebendigen nicht-christlichen Religion“ (§ 5 h der neuen bayer. Prüfungsordnung) teilzunehmen. Die Veranstaltung ist auch für Eingeschriebene am Studienseminar Pfarrverwalterausbildung geeignet.
     
44. SE Kolleg für interkulturelle Theologie 2 2 Becker / Nehring
   
  1. Es handelt sich um ein Seminar für Studierende aller Semester, das auch für Eingeschriebene am Studienseminar Pfarrverwalterausbildung geeignet ist. Die Teilnahme setzt kein Proseminar voraus. Die Veranstaltung wird im Rahmen des modularisierten Grundstudiums im Wahlpflichtbereich mit 2 SWS und 2 LP angerechnet.
  2. Das Seminar richtet sich an ausländische und deutsche Studierende und schafft für beide einen Raum für wissenschaftliche Begegnung und Austausch. Die Beschäftigung mit ausgewählten „Theologien des Südens“ kann den Blick schärfen für die Wahrnehmung eigener europäischer Traditionen. Die Teilnahme ist darüber hinaus vor oder nach einem Studienaufenthalt im Ausland empfehlenswert. Es können Berichte von eigenen Forschungsprojekten und Themen aus dem Bereich der interkulturellen Theologie zur gemeinsamen Bearbeitung eingebracht werden.
  3. Das Seminar wird in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Andreas Nehring an je einem Wochenende (Freitagnachmittag und Samstag) in Erlangen und im Centrum Mission EineWelt in Neuendettelsau durchgeführt. Die erste Sitzung findet am 12. November 2010 um 9:30 Uhr in Raum 2 des Wilhelm- Andersen-Hauses statt. Die einzelnen Arbeitseinheiten werden in der ersten Woche abgesprochen.
     
45. OS Probleme von Cross-Cultural Encounter Klassiker 2 2 Becker
   

Zu Beginn des Wintersemesters wird eine Liste aushängen, auf der sich Interessierte eintragen können. Ort und Zeit der Veranstaltung wird dann in Absprache gemeinsam festgelegt.

     
46. KL Doktoranden- und Habilitandenkolloquium 2   Becker

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Praktische Theologie

Übersicht Veranstaltungen Praktische Theologie
VL: 47 60 SE: 57 PS: 53 KL: 52 UE: 49 50 54 55 56 61 SO: 51 58 RP: 48
Veranstaltungen Praktische Theologie
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
47. VL Einführung in die Praktische Theologie 2 2 Raschzok
   
  1. Die Einführungsvorlesung ist Bestandteil des Basismoduls Praktische Theologie und richtet sich an Studierende im Grundstudium. Sie kann ohne Vorkenntnisse besucht werden.
  2. In der Vorlesung wird eine Einführung in die Methodik und in die grundlegenden Inhalte des Faches Praktische Theologie und seiner Teildisziplinen (Gottesdienst- und Predigtlehre, Seelsorgelehre, Kirchentheorie, Religionspädagogik, Diakoniewissenschaft usw.) vermittelt. Praktische Theologie wird dabei als eine kulturwissenschaftlich perspektivierte Disziplin der akademischen Theologie vorgestellt, die sich mit der Gestalt des christlichen Glaubens in Kirche, persönlicher Lebensgestaltung und Gesellschaft beschäftigt und dazu inter- wie transdisziplinär gesprächsfähige Modellvorstellungen entwickelt. Neben der Geschichte des Faches werden dabei auch gegenwärtig relevante Grundpositionen und Anliegen vorgestellt und in ihrer jeweiligen Bedeutung für die aktuelle Praxis des christlichen Glaubens skizziert.
  3. Als vorbereitende Lektüre wird empfohlen:
    Gräb, Wilhelm / Weyel, Birgit (Hg.): Handbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2007 (in Auswahl).
    Lämmlin, Georg / Scholpp, Stefan (Hg.): Praktische Theologie der Gegenwart in Selbstdarstellungen, Tübingen und Basel 2001
  4. Die erfolgreiche Teilnahme wird durch dokumentierte Anwesenheit nachgewiesen. In Kombination mit im Selbststudium zu erarbeitender weiterer grundlegender Fachliteratur, die in der Vorlesung vereinbart wird, kann zum Abschluss eine vorgezogene mündliche Prüfung im Rahmen der Zwischenprüfung abgenommen werden.
     
48. RP Repetitorium Praktische Theologie 2   Raschzok
   
  1. Das Repetitorium richtet sich an Examenskandidatinnen und Examenskandidaten.
  2. Im Repetitorium wird der Versuch einer Strukturierung des für die Klausur und die mündliche Prüfung im Fach Praktische Theologie bei der Theologischen Aufnahmeprüfung (Erstes Theologisches Examen) erforderlichen Grundwissens unternommen. Die Anleitung zur persönlichen Durcharbeitung des Stoffes erfolgt anhand der gängigen Lehr- und Arbeitsbücher des Faches und orientiert sich vor allem am Arbeitsbuch von Martin Nicol. Neben der Diskussion des von den Teilnehmern erarbeiteten Stoffes werden Klausurthemen aus früheren Examensjahrgängen besprochen und das mündliche Prüfungsgespräch im Rollenspiel erprobt. Außerdem werden Hilfen zur Erschließung von Spezial- und Schwerpunktgebieten für die mündliche Prüfung gegeben und allgemein Strategien einer zielorientierten und effektiven Prüfungsvorbereitung entwickelt.
  3. Im Repetitorium werden folgende Lehr- und Arbeitsbücher benutzt:
    Meyer-Blanck, Michael / Weyel, Birgit: Studien- und Arbeitsbuch Praktische Theologie, Göttingen 2008
    Nicol, Martin: Grundwissen Praktische Theologie, Stuttgart 2000
    Rössler, Dietrich: Grundriß der Praktischen Theologie, Berlin 2. Aufl. 1994
    Steck, Wolfgang: Praktische Theologie, Bd. I, Stuttgart 2000
    Winkler, Eberhard: Praktische Theologie elementar, Neukirchen-Vluyn 1997
     
49. UE Evangelische Aszetik I 2 2 Raschzok mit Team Aszetik-Institut
   
  1. Die Einführung in die Evangelische Aszetik als derjenigen Teildisziplin der akademischen Praktischen Theologie, die sich mit der Gestalt des persönlich gelebten Glaubens beschäftigt, ist auf zwei Semester angelegt und vermittelt in Verbindung mit der „Praxiswoche evangelische Spiritualität“ ein Grundlagenstudium christlicher Frömmigkeit. Die Lehrveranstaltung ist für Studierende aller Semester und auch für Gaststudierende geeignet. Im modularisierten Grundstudium ist sie dem Wahlbereich zugeordnet.
  2. Die Lehrveranstaltung wird in Kooperation mit einem Team des Instituts für Evangelische Aszetik an der Augustana-Hochschule verantwortet, dem Prof. Dr. Christel Keller-Wentorf (Mainz), Prof. Dr. Manfred Seitz (Erlangen), Prof. Dr. Reinhard Thöle (Bensheim), Pfarrer Dr. Gerhard Knodt (Neuendettelsau), Pfarrerin Dr. Petra Heldt (Jerusalem) und Pfarrer Dr. Roland Fritsch (München) angehören.
    In der Lehrveranstaltung werden grundlegende Inhalte, Methoden und Fragestellungen eines geistlichen Lebens in evangelischer Perspektive exemplarisch vorgestellt und in den Diskursen der akademischen Theologie verortet. Dabei werden die Studierenden auf persönlicher wie fachwissenschaftlicher Ebene mit der Geschichte und Gegenwart der christlichen Frömmigkeit vertraut gemacht. Sie sollen darüber einen verantworteten eigenen Standort gewinnen und den gelebten Glauben theologisch verorten können. Damit erlernen sie zugleich die wissenschaftlichen Grundlagen für die Reflexion geistlicher Erfahrung in den unterschiedlichen Frömmigkeitsformen und werden mit dem breiten Spektrum des geistlichen Lebens der christlichen Kirchen vertraut gemacht.
  3. Als erste Orientierung zum Fach Evangelische Aszetik wird empfohlen:
    Seitz, Manfred: Art. Askese, IX. Praktisch-theologisch, in: TRE 4 (1979), 250–259
    Innerhalb der Lehrveranstaltung wird vorwiegend mit Quellentexten aus einer von den Institutsmitgliedern gegenwärtig zur Publikation vorbereiteten Sammlung zur evangelischen Aszetik gearbeitet.
  4. Ergänzend zu der zweiteiligen Einführung im Wintersemester 2010/2011 und im Sommersemester 2011 wird voraussichtlich im Herbst 2011 eine „Praxiswoche evangelische Spiritualität“ angeboten. Über die erfolgreiche Teilnahme an allen drei Teilveranstaltungen des Grundlagenstudiums Evangelische Aszetik wird ein Zertifikat ausgestellt.
     
50. UE Evangelische Paramentik 2 2 Raschzok/
Baberske-Krohs
   
  1. Die Lehrveranstaltung richtet sich an Studierende im Grund- wie im Hauptstudium. Sie kann ohne Vorkenntnisse besucht werden und ist im modularisierten Grundstudium dem Wahlbereich zugeordnet.
  2. In der Lehrveranstaltung wird in die Evangelische Paramentik als der Lehre vom Umgang mit dem Kirchenraum und seinen Ausstattungsgegenständen einschließlich der Liturgischen Gewänder und der Vasa sacra (Abendmahls- und Taufgeräte) eingeführt und die Bedeutung der künstlerischen Gestaltung für das Glaubensleben erarbeitet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der textilkünstlerischen Gestaltung von Kirchenräumen und Liturgischen Gewändern. Mittels grundlegender Literatur, Praxisbeispielen und einem Besuch in der Paramentik-Werkstatt der Diakonie Neuendettelsau als der vor über 150 Jahren eröffneten weltweit ersten evangelischen Paramentenwerkstätte erhalten die Studierenden einen Einblick in die Grundfragen des kirchlichen Raumes und seiner sachgerechten Gestaltung. Die Lehrveranstaltung selbst lebt vom Dialog zwischen Praktischer Theologie und angewandter Kunst, repräsentiert durch die beiden Lehrenden. Diplom-Designerin (FH) Beate Baberske-Krohs ist Leiterin der Paramentik der Diakonie Neuendettelsau und 2. Vorsitzende der Marienberger Vereinigung für evangelische Paramentik e.V.
  3. Als vorbereitende Lektüre wird empfohlen:
    Löhe, Wilhelm: Vom Schmuck der heiligen Orte (1857/58). Kommentiert und bearbeitet von Beate Baberske-Krohs und Klaus Raschzok, Leipzig 2008
     
51. SO Diakoniewissenschaftliche Sozietät: Spiritualität in der Diakonie 2 2 Raschzok
   

Vgl. die Ankündigung unter Nr. 58 sowie die entsprechenden Aushänge während des Semesters mit den Hinweisen zu den öffentlichen Vorträgen.

     
52. KL Doktoranden- und Habilitandenkolloqium 1   Raschzok /
v. Heyl
   

Gegenstände des sowohl als Blockveranstaltung am 22. und 23.10.2010 wie in Gestalt von Dreier-Team-Sitzungen und Einzelgesprächen an der Augustana- Hochschule durchgeführten Kolloquiums sind Arbeitsvorhaben des DoktorandInnen- und HabilitandInnenkreises am Lehrstuhl für Praktische Theologie sowie weitere wissenschaftliche Projekte und Fragestellungen im Fach, die vorgestellt, diskutiert und kritisch begleitet werden. Neue (auch studentische) Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen und werden um Rücksprache mit dem Lehrstuhlinhaber gebeten.

     
53. PS Einführung in die Lehre vom Gottesdienst (Homiletik und Liturgik) 2 3 Kemnitzer
   
  1. Das Proseminar ist Bestandteil des Basismoduls Praktische Theologie und richtet sich an Studierende im Grundstudium. Es kann ohne Vorkenntnisse besucht werden.
  2. Das ist Gottesdienst, „dass nichts anderes geschehe, als dass unser lieber Herr selbst mit uns rede durch sein heiliges Wort und wir wiederum mit ihm reden durch unser Gebet und Lobgesang“ (Martin Luther, Predigt zu Torgau, 1524). Im Proseminar werden grundlegende Theoriebildungen zu Gottesdienst und Verkündigung erarbeitet. Dazu werden zentrale Modellvorstellungen und Gestaltungsansätze besprochen und auch im Blick auf das praktische Gottesdienst-Erleben der Teilnehmenden reflektiert. Dies vermittelt Basiskompetenzen für die sachgerechte Beurteilung der Predigt und Gottesdienstgestaltung und übt damit zugleich grundlegende Arbeitsweisen des Faches Praktische Theologie ein.
  3. Zur Vorbereitung wird empfohlen:
    Albrecht, Christoph: Einführung in die Liturgik, Göttingen 1995 (5. Aufl.)
    Rat der EKD: Der Gottesdienst: eine Orientierungshilfe zu Verständnis und Praxis des Gottesdienstes in der evangelischen Kirche, Gütersloh 2009
  4. Voraussetzung für den Erwerb eines Proseminarscheines ist die qualifizierte Teilnahme. Diese wird neben der Vor- und Nachbereitung der Sitzungen durch für jede Sitzung anzufertigende Essays dokumentiert.
     
54. UE Bibliodrama. „Anvertrautes einsetzen?! Mt 25,14–30 zu Semesterbeginn“ (geblockt) 1 1 Kemnitzer
   
  1. Die Übung ist Bestandteil des Wahlbereichs Praktische Theologie und richtet sich an Studierende aller Semester. Sie kann ohne Vorkenntnisse besucht werden.
  2. „Bibliodrama ist das inszenierte Abenteuer der Begegnung zwischen einer oder mehrerer Personen und dem biblischen Text …“ (Wolfgang Teichert, Wenn die Zwischenräume tanzen. Theologie des Bibliodramas, Stuttgart 2001). Die Übung gibt einen Einblick in die besondere Weise des Bibliodramas, Lebens- und Bibeltexträume miteinander ins Spiel zu bringen. Neben theoretischen Informationen steht das Ausprobieren und Erleben eines eigenen Bibliodramas zu Mt 25,14–30 im Vordergrund.
  3. Termin: 12. November 2010: 16.30–21.00 Uhr und 13. November 2010: 9.00–16.00 Uhr.
    Ort: Seminarraum Praktische Theologie.
    Teilnehmerzahl begrenzt auf 12.
    Anmeldung per Aushang ab Feriensprachkurs.
  4. Vorausgesetzt wird Interesse, Neugier und Lust auf die lebendigen, spielerischen Formen des Bibliodramas.
     
55. UE Pfarrberuf – Generationen im Gespräch 2 2 Kemnitzer
   
  1. Die Übung ist Bestandteil des Wahlbereichs Praktische Theologie und richtet sich an Studierende aller Semester. Sie kann ohne Vorkenntnisse besucht werden.
  2. „Ein Nachdenken über das Amt des evangelischen Pfarrers / der Pfarrerin hat es immer gegeben – seit es diesen Beruf gibt. … Gegenwärtig wird die Diskussion allerdings mit besonderer Intensität und Dringlichkeit geführt“ (Birgit Weyel, Pfarrberuf, in: Wilhelm Gräb / Birgit Weyel [Hg.], Handbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2007, 639–649, hier: 640). Die Übung bietet eine Einführung in das Fach „Pastoraltheologie“. Neben der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Texten finden Begegnungen mit Pfarrerinnen und Pfarrern unterschiedlicher Jahrgänge und Profile statt.
  3. Zur Vorbereitung kann gelesen werden:
    Weyel, Birgit: Pfarrberuf, in: Wilhelm Gräb / Birgit Weyel (Hg.), Handbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2007, 639–649
    Raschzok, Klaus: Gefragt, nötig und präsent. Zur Diskussion um den Pfarrberuf, in: Korrespondenzblatt 123.2008, 81–91
  4. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme und zur Übernahme einer kurzen Präsentation eines pastoraltheologischen Textes.
     
56. UE Die Predigt an den Höhepunkten des Kirchenjahres 2 2 Hoffmann
   
  1. Die Übung ist bewusst auf Studierende aller Semester, insbesondere auch Studienanfänger/innen ausgerichtet.
  2. Predigen an Weihnachten, Karfreitag, Ostern und Pfingsten, aber auch in der Friedensdekade oder am Missionssonntag – das sind Anlässe, die die christliche Verkündigung herausfordern. Was lässt sich unter säkularen Bedingungen noch überzeugend formulieren?
    Wie etwa ist die Opfervorstellung des Todes Jesu zu verstehen? Welche Möglichkeiten gibt es, von Auferstehung zu reden? Wie ist eine christliche Friedensvorstellung mit der politischen Situation zu vereinbaren? Mit solchen Fragen können sich Studienanfänger Grundschneisen der Theologie erschließen und für Abschlusssemester können die homiletischen Fragen helfen, eine eigene theologische Position in dogmatischen und ethischen Grundfragen zu erarbeiten.
  3. Begleitende Lektüre wird zu Beginn der Übung und jeweils fortlaufend bekannt gegeben. Grundlegend sind:
    Josuttis, Manfred: Feste in der Predigtarbeit. Homiletische Studien 3, Gütersloh 2002
    Mildenberger, Karl: Kleine Predigtlehre, Stuttgart 1984
    Lachmann, Rainer / Adam, Gottfried / Ritter, Werner H.: Theologische Schlüsselbegriffe. Biblisch – systematisch – didaktisch (Theologie für Lehrerinnen und Lehrer, Bd. 1), 2. Aufl. Göttingen 2004
    Lachmann, R. / Adam, G. / Rothgangel, M.: Ethische Schlüsselprobleme. Lebensweltlich – theologisch – didaktisch (Theologie für Lehrerinnen und Lehrer, Bd. 4), Göttingen 2006
     
57. SE Religionspädagogisches Seminar 4 3 Wild
   

Das Seminar findet montags von 9.15 Uhr bis 13.00 Uhr an der Wilhelm-Löhe- Schule, Hauptschule, in der Deutschherrnstraße 10 in 90429 Nürnberg statt.

  1. Das Seminar ist für Studierende ab der Endphase des Grundstudiums geeignet.
  2. Religionspädagogik spielt in der Arbeit von Pfarrerinnen und Pfarrern eine zentrale Rolle. In Gemeinde und Schule werden sie stark in ihrer Aufgabe als Pädagogen, die kompetent evangelische Religion vermitteln, gefordert.
    Mit dem Seminar wird das Ziel verfolgt, die Studierenden auf ihre Aufgabe als Religionspädagogen in der Schule vorzubereiten. Am Beispiel der bayerischen Hauptschule sollen die Seminarteilnehmenden grundlegende Ziele, Inhalte und Methoden des evangelischen Religionsunterrichts erarbeiten. Um diese Themen praxisnah erfahren zu können, dienen zwei der vier Seminarstunden der Hospitation in einer Hauptschulreligionsgruppe an der Hauptschule der Wilhelm-Löhe-Schule Nürnberg. Die Studierenden beobachten hier zunächst die unterrichtliche Arbeit des Lehrbeauftragten und lernen die Jugendlichen der Religionsgruppe kennen. Die beiden verbleibenden Stunden sollen zunächst Raum zur Besprechung der Unterrichtsbeobachtungen bieten. In dieser Zeit erhalten die Studierenden weiterhin die Gelegenheit, die Vor- und Nachbereitungsarbeit der Religionslehrkraft kennenzulernen. Zur vertiefenden Auseinandersetzung mit ausgewählten Zielen, Inhalten und Methoden des evangelischen Religionsunterrichts an der Hauptschule wird im weiteren Seminarverlauf der Unterricht für die Praktikumsklasse gemeinsam vorbereitet. Nach einer längeren Phase des Beobachtens und Reflektierens sollen die Studierenden die gemeinschaftlich konzipierten Stunden im Religionsunterricht umsetzen und nachbereiten. Neben den Aufgaben als Religionslehrer sollen die Seminarteilnehmenden auch ihre Rolle als Teil eines Kollegiums kennen lernen. Grundzüge innerer Schulentwicklung werden an dieser Stelle der Seminararbeit in ihrer Bedeutung für Fachlehrkräfte thematisiert.
  3. Zur Vorbereitung auf das Seminar wird die Lektüre der folgenden Publikation empfohlen:
    Adam, G. / Lachmann, R. (Hrsg.): Religionspädagogisches Kompendium, 6. Aufl. Göttingen 2003
    Während des Seminars werden Methoden des Religionsunterrichts behandelt, die sich in Aufsätzen im folgenden zweibändigen Werk wiederfinden:
    Adam, G. / Lachmann, R. (Hrsg.): Methodisches Kompendium für den Religionsunterricht, Band 1 und 2, Göttingen 2002.
  4. Voraussetzungen für den Erwerb eines Scheines sind aktive Mitarbeit im Seminar, das Vorbereiten, Durchführen und Nachbereiten eines Unterrichtsversuchs sowie die schriftliche Dokumentation des Versuchs.
     
58. SO Diakoniewissenschaftliche Sozietät: Spiritualität im Sozial- und Gesundheitswesen 2 2 Schoenauer / Stegemann / Raschzok
    Die Diakoniewissenschaftliche Sozietät veranstaltet im Wintersemester wieder eine öffentliche Vortragsreihe. Diesmal befassen wir uns mit dem Thema „Spiritualität im Sozial- und Gesundheitswesen“. Es geht dabei um Möglichkeiten und Gestaltungen geistlicher Begleitung und geistlichen Lebens in verschiedenen Erfahrungsräumen des Sozial- und Gesundheitswesens: z.B. die Rolle der geistlichen und seelsorgerlichen Begleitung in Krankenhäusern. Dabei soll eigens zur Geltung kommen, dass die Erwartungen spiritueller Begleitung im Sozial- und Gesundheitswesen sich nicht nur an die Geistlichen (PfarrerInnen), sondern grundsätzlich an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter richten. Deshalb muss der Spiritualität gerade auch in der Ausbildung zu pflegerischen Berufen hohe Bedeutung zukommen. In diesem Zusammenhang wird auch das Modell des „Diakonats“ der Diakonie Neuendettelsau thematisiert werden. Ebenso werden die besonderen Anforderungen an eine spirituelle Begleitung im Grenzbereich menschlichen Lebens (in der Pflege und Begleitung unheilbar Kranker und Sterbender) zur Sprache kommen.
Die Vorträge werden voraussichtlich am 24. November 2010, 15. Dezember 2010; 12. Januar 2011 und 9. Februar 2011, jeweils 19.30 Uhr im Hörsaal IV des Wilhelm-von-Pechmann-Hauses der Augustana-Hochschule stattfinden.
Das genaue Veranstaltungsprogramm wird zu Beginn des Wintersemesters 2010/11 durch Aushang bekannt gegeben.
     
59.   Prakt.-theol. Theorieseminar zum Landgemeindepraktikum für Theologiestudierende 2 5 Eyselein
   

Seminarblock I: Einführungstagung 28.2.–2.3.2011
Seminarblock II: Auswertungstagung 13.–15.4.2011

  1. Das vom Evang. Bildungszentrum Hesselberg und dem Arbeitskreis „Kirche im ländlichen Raum“ angebotene Landgemeindepraktikum lädt ein zu einem Perspektivwechsel während des Studiums: Es ermöglicht das intensive Kennenlernen einer Gemeinde im ländlichen Raum, viele Gespräche mit einem Pfarrer / einer Pfarrerin als Mentor/in, das Mitwohnen im Pfarrhaus mit Blick hinter die Kulissen und je nach Mut und Semesterzahl eigene praktische Versuche ohne Langzeitrisiko. In jeder Studienphase kann eine Teilnahme sinnvoll sein.
  2. Aufbau: Das Praktikum beginnt mit Seminarblock I, einer dreitägigen Einführungstagung in der Evang.-Luth. Volkshochschule auf dem Hesselberg vom 28. Februar bis 2. März 2011, die der Interessenklärung, der praktisch- theologischen Einführung in das Praktikum und ersten konkreten Begegnungen mit ländlichen Situationen dient. – Es folgt die Praktikumsphase von vier Wochen, in der die Praktikanten/Praktikantinnen im Pfarrhaus mitleben. – Seminarblock II, die Auswertungstagung vom 13.–15. April 2011 auf dem Hesselberg, dient der praktisch-theologischen Reflexion des Praktikums in der Gruppe und abschließend der Weiterarbeit an einem gemeinderelevanten Thema gemeinsam mit den Mentoren und Mentorinnen.
  3. Nach Vorlage eines abschließenden Praktikumsberichts werden ein prakt.- theol. Seminarschein sowie ein Teilnahmezeugnis zur Vorlage beim landeskirchlichen Prüfungsamt ausgestellt. Die Praktikums-, Tagungs- und Fahrtkosten werden im Rahmen landeskirchlicher Regelungen erstattet.
  4. Anmeldeprospekte liegen ab November an der Hochschule aus und sind auch unter www.studienbegleitung-elkb.de (Gemeindepraktika) zu finden. Weitere Informationen persönlich jederzeit bei PD Dr. Christian Eyselein, Tel. 09874/509-450 oder 09874/9-2102, privat: 09871/705544; Mail: pfarrverwalter@augustana.de
  5. Anmeldung bis 14. Januar 2011 mit Formular aus Prospekt oder von der Homepage der Kirchlichen Studienbegleitung bei:
    Evang.-Luth. Volkshochschule Hesselberg, z. H. Frau Wiedemann, Hesselbergstraße 26, 91726 Gerolfingen.
     
60. VL/
UE
Einführung in die seelsorgerliche Kommunikation - Vorlesung mit Übung 2 2 v. Heyl
   

Termin:
Jeweils mittwochs von 14.45–16.15 Uhr im Dorothee Sölle-Haus ab 10. November 2010 (keine Vorlesung am 17. November 2010 und 1. Dezember 2010. Ende der Vorlesungen am 16. Februar 2010).

Geeignet für alle Semester / auf Wunsch kann ein Schein erworben werden (Referat).

Begleitlektüre:
Schulz von Thun, Friedemann: Miteinander Reden, Bd. 1, Reinbek 1981
Ziemer, Jürgen, Seelsorgelehre, Göttingen 2004
Die Vorlesung führt ein in die Grundlagen der Kommunikationspsychologie und des seelsorgerlichen Handelns. Es wird u. a. hilfreiches Gesprächsverhalten in seelsorgerlichen Situationen geübt.

     
61. UE Der Protestantismus in Printmedien, Funk und Fernsehen 2 2 Joisten
   

Zweistündig, alle 14 Tage, ab 10. November 2010, 14.45 – 16.30; zusätzlich eine ganztägige Exkursion zu einem Medienbetrieb und ein Studientag am Freitag, 28. Januar 2011 in Erlangen in Kooperation mit der Abteilung für Christliche Publizistik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Termin und Ziel der Exkursion werden noch festgelegt.
Teilnehmerinnen/Teilnehmer: mindestens 5, höchstens 15

  1. Die Lehrveranstaltung ist zulassungsfrei, nicht zwischenprüfungsrelevant und sowohl für Studierende im Grund- wie im Hauptstudium geeignet, sie gehört in den Wahlbereich des Basismoduls Praktische Theologie und ist mit 2 LP Punkten bewertet.
  2. Was ist EIKON? Wer verbirgt sich hinter dem Kürzel epd? Und warum hat die Kirche eigene Sendungen in Hörfunk und Fernsehen? Die Übung beantwortet nicht nur diese Fragen, sondern zeigt auch an ausgewählten Beispielen, wie der Protestantismus medial präsent ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts: in Tages- und Wochenzeitungen, in Radio- und Fernsehprogrammen, mit eigenen Angeboten wie in Sendungen oder Artikeln, in denen unabhängige Journalisten über evangelische Themen berichten. Im Mittelpunkt eines Studientages steht Robert Geisendörfer, der „Vater der evangelischen Publizistik“, der am 1. September 2010 vor 100 Jahren geboren wurde. Geplant ist außerdem, im Rahmen einer Exkursion einen Blick hinter die Kulissen eines Medienbetriebes zu werfen.
  3. Literatur:
    Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (Hg.): Mandat und Markt. Perspektiven Evangelischer Publizistik. Publizistisches Gesamtkonzept 1997, Hannover 1997
    Schneider, Wolf / Raue, Paul-Josef: Das neue Handbuch des Journalismus, Reinbeck 2009 (5. Auflage)
  4. Regelmäßige Teilnahme, Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferates.
     

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Theologische Frauenforschung / Feministische Theologie

Übersicht Veranstaltungen Theologische Frauenforschung / Feministische Theologie
VL: 62 SE: 63 64
Veranstaltungen Theologische Frauenforschung / Feministische Theologie
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
62. VL Feministische Perspektiven Ritueller Seelsorge am Beispiel von Ritualen der Vergebung (Buße, Beichte) (geblockt) 2 2 Enzner-Probst

63.

SE

Seminar zur Vorlesung (geblockt)

2

3

Enzner-Probst
   

Die Lehrveranstaltungen Nr. 62 VL und Nr. 63 SE finden als gemeinsame Blockveranstaltungen statt.

Rituelle Seelsorge – was ist das?
Die seelsorgerliche Begleitung von Menschen durch Symbole und Rituale wird gegenwärtig neu diskutiert. Feministische Seelsorge-Konzeptionen haben daran einen entscheidenden Anteil. Wie lassen sich in Fortführung traditioneller Beicht-Rituale situativ-performative Entlastungs-Rituale gestalten, die auch entkirchlichten Menschen hilfreiche Schritte ermöglichen?
In den Blocksitzungen, in denen sich Vorlesungs- und Seminareinheiten abwechseln, wird die Geschichte Ritueller Seelsorge unter besonderer Berücksichtigung der Beicht- und Bußpraxis an ausgewählten Beispielen erarbeitet. Konfrontiert mit Fallbeispielen aus der Praxis feministischer Seelsorge heute kommen Möglichkeiten und Grenzen traditioneller und performativer Ritualisierung in den Blick. Ziel ist die Erarbeitung eines frei gestalteten Rituals zum Thema „Entlastung/ Vergebung“ im Kontext eines Krankenhaus-Gottesdienstes.

Literatur zur Vorbereitung
Ein thematischer Überblick findet sich in
Enzner-Probst, Brigitte: Rituelle Seelsorge. Zur Bedeutung der rituellen Dimension für die seelsorgerliche Begleitung, in: Pth 98, 4, 2009, 187–209
dies., Rituale in der Begleitung sterbender und schwerkranker Menschen, in: Lebendige Seelsorge 4, 2009, 237–243.

Zu feministischen Seelsorge-Konzeptionen ist grundlegend
Riedel-Pfäfflin, Ursula / Strecker, Julia: Flügel trotz allem, Feministische Seelsorge und Beratung, 2. Auflage Gütersloh 1999
Schibler, Gina: Kreativ-emanzipierende Seelsorge. Konzepte der intermedialen Kunsttherapien und der feministischen Hermeneutik als Herausforderung an die kirchliche Praxis, Stuttgart 1999
Weitere Literatur wird in den Apparat eingestellt.

Voraussetzung für den Erwerb eines Scheines
Bei regelmäßiger und aktiver Mitarbeit wird ein Schein mit 3 Punkten vergeben. Bei der Verfassung eines 10-seitigen Essays können – vorausgesetzt des Senatsbeschlusses am 16. Juli 2010 – zusätzlich 2 weitere Punkte vergeben werden. Wird dieses Referat in Aufnahme der Seminardiskussion weiter ausgearbeitet und zu einer Seminararbeit verschriftlicht, werden 5 Punkte gegeben. Wird die Lehrveranstaltung als Ganze besucht, ist sie zwischenprüfungsrelevant. Am Schluss der letzten Blocksitzung kann eine mündliche Zwischenprüfung abgelegt werden, die als Ersatz für eine exegetische Prüfung gilt. Die Blockveranstaltung kann für den Wahlpflichtbereich oder Wahlbereich verwendet werden.

Konstituierende Sitzung Vorlesung und Seminar:
Donnerstag, 11. November 2010, 14.45–18.00 Uhr, Dorothee-Sölle-Haus
Termine der einzelnen Blöcke:
Block I 26./27. November 2010
Block II 10./11. Dezember 2010
Block III 21./22. Januar 2011
Block IV 11./12. Februar 2011
Zeit:
Freitag: 13.00–19.30 Uhr
Samstag: 09.00–13.00 Uhr
Ort:
Dorothee-Sölle-Haus

     
64. SE Feministische Hermeneutik und Exegese
(geblockt; Termin: 14.–15.01.2011)
2 3 Schüssler Fiorenza
   

Beginn: Freitag, 14. Januar 2011, 15.00 Uhr
Ort: Dorothee-Sölle-Haus, Waldstraße 5, 91564 Neuendettelsau
Anmeldung: Andrea Siebert, Tel. 09874/509-280; E-Mail: andrea.siebert@augustana.de

In diesem Seminar wird Elisabeth Schüssler Fiorenza eine Einführung in feministische Bibelinterpretation geben. Die sieben Interpretationsstrategien ihres hermeneutischen Tanzes, die Bibel kritisch konstruktiv zu lesen, werden in Gruppen erarbeitet, die vorher gebildet werden.

  1. Teilnehmen können Studierende aller Semester. Gäste melden sich bitte bei Andrea Siebert an. (auf 20–25 TeilnehmerInnen begrenzt)
  2. Für ihre Teilnahme und aktive Mitarbeit erhalten Studierende 3 LP.
  3. Es findet eine Vorbesprechung statt, die von Sarah Henke und Selina Moll (Mitarbeiterinnen im Fach Theologische Frauenforschung / Feministische Theologie) organisiert werden wird. Das genaue Datum wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.
  4. Zur Vorbereitung wird die Lektüre folgender Bücher erwartet (1) und empfohlen (2):
    1. Elisabeth Schüssler Fiorenza, Weisheitswege: Eine Einführung in feministische Bibelinterpretation, Stuttgart 2005
    2. Elisabeth Schüssler Fiorenza, Rhetorik und Ethik, Luzern 2010
    Elisabeth Schüssler Fiorenza, Zu ihrem Gedächtnis. Eine feministischtheologische Rekonstruktion der christlichen Ursprünge, Gütersloh 1993
    Elisabeth Schüssler Fiorenza, Gerecht ist das Wort der Weisheit. Historisch- politische Kontexte feministischer Bibelinterpretation, Luzern 2008
    Elisabeth Schüssler Fiorenza, Democratizing Biblical Studies. Toward an Emancipatory Educational Space, Westminster 2009
     

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Sprachen

Übersicht Veranstaltungen Sprachen
SK: 60 61 62 66 69 70 71 UE: 63 64 65 67 RP: 68
Veranstaltungen Sprachen
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
65. SK Latein I 6 12 Dittmer
66. SK Latein II 6 12
(bei bestandener
Prüfung)
Mülke
67. SK Griechisch I 6 12 Mülke
68. SK Griechisch II 6 12
(bei bestandener
Prüfung)
Dittmer
69. UE Neutestamentliche Lektüre 1 1 Dittmer
70. UE Pagane Kritik am frühen Christentum (in Auswahl) 2 2 Mülke
   
  1. Zulassungsbedingungen: Griechisch I
    Verwendbarkeit modularisiertes Grundstudium: Wahlbereich
    Leistungspunkte: 2 LP
  2. Ziel, Stoff, Verlauf:
    Das frühe Christentum musste sich stets gegen Kritik seiner antiken Umwelt verteidigen. Gemeinhin bekannt sind die Christenverfolgungen des römischen Staats; daneben argumentierten jedoch schon bald auch hochgelehrte Theologen und Philosophen gegen die aufkommende neue Religion, darunter bedeutende Persönlichkeiten wie Porphyrios oder Kaiser Julian. Aus der oftmals nur fragmentarisch und in christlichen Autoren überlieferten Hinterlassenschaft dieser Kritiker sollen in der Übung einzelne Stücke gelesen werden, die einerseits allgemein verbreitete Vorbehalte zum Ausdruck bringen, andererseits sich, auffallend modern, zum Vergleich mit heutigen Debatten anbieten. Die Veranstaltung dient der Wiederholung und Festigung griechischer Sprachkenntnisse. Teilnehmen können gern auch Studierende, die den Kurs Griechisch I bereits besucht, das Graecum aber noch vor sich haben. Die Textauswahl wird während der Veranstaltung in Kopie ausgegeben.
  3. Voraussetzung für den Erwerb eines Scheines: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und Mitarbeit.
     
71. UE Griechisch III: Die Hirten des Dionysos 2 2 Dittmer
   
  1. Für interessierte Studierende aller Semester (ab Griechisch II!); Wahlbereich, 2 LP
  2. Goethe war entzückt und sprach davon, dass man ihn „alle Jahre einmal“ lesen müsse: den in einem eleganten Griechisch verfassten, später von Marc Chagall wunderbar illustrierten Hirtenroman „Daphnis und Chloe“ des Longos aus der Blütezeit der römischen Antike (2. Jh.).
    Doch dieses Werk bietet nicht nur eine höchst vergnügliche Lektüre. Es liefert darüber hinaus religionsgeschichtlich hochinteressante Einblicke in die so genannten Dionysosmysterien, die nach den Forschungen von Reinhold Merkelbach den Subtext bilden zu der an der Oberfläche so naivheiter daherkommenden Geschichte vom Leben und Lieben der beiden Findelkinder Daphnis und Chloe, die im Hirtenmilieu aufwachsen …
    In der Übung werden wir ausgewählte Texte des Romans übersetzen und grammatikalisch sowie inhaltlich erschließen; daraus wird sich ein Eindruck vom gesamten Handlungsverlauf des Romans und seiner Aussageabsicht ergeben. Neben der sprachlichen Arbeit, die im Vordergrund steht, wird es darum gehen, bei der inhaltlichen Erschließung die (mehr oder weniger) verdeckten Anspielungen auf den Dionysoskult ausfindig zu machen sowie das Phänomen der Dionysosmysterien im Speziellen und der antiken Mysterienkulte im Allgemeinen genauer zu untersuchen.
  3. Die Texte und weiteres Material werden in der Übung gestellt.
    Literatur zur Vorbereitung oder Begleitung:
    Giebel, Marion: Das Geheimnis der Mysterien. Antike Kulte in Griechenland, Rom und Ägypten, 3. Aufl. 2003
     
72. SK Hebräisch I
(Grundkurs; Abschluss: Hebraicum)
7 12 Seiler
73. SK Hebräisch II
(Aufbaukurs nach dem Hebraicum)
2 2 Seiler
   
  1. Voraussetzung: Hebraicum
  2. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, die im Sprachkurs Hebräisch I erworbenen Grundkenntnisse zu vertiefen. Dabei soll ein besonderer Schwerpunkt auf die Syntax gelegt werden. Auch weiterführende Fragen der Nominalgrammatik und des hebräischen Tempussystems werden erörtert. Ein Teil der Lehrveranstaltung ist der Lektüre hebräischer Texte gewidmet, die sich nicht allein auf das Alte Testament beschränkt; dabei sollen u. a. Texte aus Qumran, hebräische Inschriften oder Auszüge aus Mischnatraktaten gelesen werden. Neben der regelmäßigen Teilnahme wird die Bereitschaft erwartet, einen Text für die jeweils nächste Sitzung vorzubereiten.
  3. Literatur:
    Brockelmann, Carl: Hebräische Syntax. Neukirchen 1956
    Michel, Diethelm: Grundlegung einer hebräischen Syntax, Tl. 1 u. 2, Neukirchen- Vluyn 2. Aufl. 2004 (Tl. 1) / 1. Aufl. 2004 (Tl. 2)
     
74. UE Hebräische Lektüre 1 1 Seiler
   
  1. Voraussetzung: Hebraicum.
  2. Die Lehrveranstaltung soll einerseits die Möglichkeit geben, die im Hebräischkurs erworbenen Sprachkenntnisse zu festigen und zu vertiefen, aber auch Anreiz und Hilfestellungen bieten, mit dieser Sprache wieder vertraut zu werden. Die zu übersetzenden Texte werden gemeinsam mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen ausgewählt. Im Rahmen der Lektüre werden, wenn nötig, grammatische Fragen wiederholt, aber auch über das im Sprachkurs Besprochene hinaus vertieft. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Syntax gelegt werden. Darüber hinaus werden wir uns auch Zeit für exegetische Beobachtungen und theologische Fragen nehmen, die sich aus der Lektüre ergeben.
     
75. SK Modernes Hebräisch – Einführungskurs 1 2 2 Hopf
   
  1. Zulassungsbedingung ist das Hebraicum (sofern nicht durch einen längeren Israelaufenthalt bereits Ivrit-Kenntnisse vorhanden sind). Um sich dem Kurs sinnvoll widmen zu können, ist es hilfreich, „sprachfrei“ zu sein. Im Rahmen des modularisierten Studiums gilt der Kurs als Vertiefungsveranstaltung im Modul „Hebräisch“. Die aktive Mitarbeit am Sprachkurs erbringt 2 Leistungspunkte.
  2. Ziel des Kurses ist es, Grundkenntnisse im modernen Hebräischen (Ivrit) zu erlangen. Der Kurs legt damit auch die sprachlichen Grundlagen für eine mögliche Bewerbung beim Studienprogramm „Studium in Israel e.V.“ (www.studium-in-israel.de), die aber Selbstverständlicherweise nicht zwingend folgen muss. Hauptaugenmerk ist der aktive Gebrauch der Sprache im Reden, Hören und Lesen. Entsprechend sind aktive Verbbildung, Syntax und insbesondere Erweiterung des Vokabulars zentrale Inhalte.
    Gearbeitet wird in der Veranstaltung mit dem Lehrwerk „Ivrit min haHatchala“ (Hebräisch von Beginn an), welches zusammen mit anderen Lehrmaterialien bei Herrn Hopf erhältlich ist. Bitte treten Sie im Vorfeld an den Dozenten heran, damit diese Materialien in der ersten Sitzung im Semester vorliegen. Kursteilnehmende müssen in Heimarbeit Übungsaufgaben lösen und ggf. verpasste bzw. übersprungene Lektionen nacharbeiten.
  3. Eine zusätzliche Aneignung von Vokabeln mit Hilfe des Werkes „Modernhebräischer Mindestwortschatz“ von Fritz Werner ist sinnvoll und hilfreich, aber nicht zwingend nötig
  4. Auf Wunsch kann im Anschluss an den Kurs eine Übungsklausur geschrieben werden.
     
76. SK Syrisch (n.V.) 2 2 Krämer
    Voraussetzung: Hebräischkenntnisse und die Bereitschaft, sich auf eine weitere semitische Sprache mit anderer/n Schrift(en) einzulassen.
Aramäisch, als nordwestsemitische Sprache dem Hebräischen nahe verwandt, war in seinen verschiedenen Ausprägungen lange Zeit die im vorderen Orient am weitesten verbreitete semitische Sprache. Besonders durch die Bibelübersetzung (Peschitta) setzte sich seit dem 2. Jh. n. Chr. das Ostaramäisch der Gegend von Edessa (heute Urfa in der Südosttürkei) als „Syrisch“ in den aramäischen Kirchen bis nach Indien und China durch. Auch als durch die arabischen Eroberungen das Syrische zurücktrat, vermittelten noch jahrhundertelang des Syrischen und des Arabischen Kundige antike Bildung an die arabische Welt und christliche Theologie und Spiritualität an den Islam. Heute nimmt das klassische Syrisch in den weltweit verbreiteten und ökumenisch sehr aufgeschlossenen syrischen Kirchen etwa die Stellung ein wie in den westlichen Kirchen das Latein, die syrisch-orthodoxe Liturgie (Qurbono) wird in Westeuropa auf Syrisch gefeiert und die Zeitschrift der Syrisch-Orthodoxen Diözese von Mitteleuropa, „Kolo Suryoyo“, besteht zum größten Teil aus syrischsprachigen Beiträgen.
Einführung in die Sprache und Lektüre passen sich Ihren vorhandenen Hebräisch- und evtl. Aramäischkenntnissen, Ihren Interessen und Ihren zeitlichen Möglichkeiten an.
Lehrbücher, Grammatiken und Wörterbücher finden Sie im Lesesaal und im Freihandmagazin unter der Signatur 1 FK Sy.
     

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Kirchenmusik

Übersicht Veranstaltungen Kirchenmusik
UE: 77 78 79 80 81 Kammerorchester : 82
Veranstaltungen Kirchenmusik
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
77. UE Liturgisches Singen und Stimmbildung (n. V.)   1 Wurzer
    Für Studierende aller Semester ohne Vorkenntnisse.
Die Übung soll alle Unsicherheiten, die musikalischen Teile des Gottesdienstes betreffend, in Sicherheit verwandeln. Stimme und Körpersprache und die Wirkung dieser Instrumente auf unsere Kommunikationspartner (Gottesdienstgemeinde oder Einzelgesprächspartner etc.) werden erprobt und ausgebildet.
Wir üben die Gottesdienstordnung (GO) für die bayerische Landeskirche.
     
78. UE Sprecherziehung (n.V.)   1 Wurzer
    Offen für alle Studierenden, die ihre Stimme über das liturgische Singen hinaus noch gründlicher schulen möchten.
Ihre Persönlichkeit (per sonare, das was durchklingt) durch Ihre Stimme zum Klingen bringen – sprechend und singend – ist das Ziel dieser Übung. Atmen, Loslassen, Körpersprache, freie Rede und Wirkung auf das Publikum sind hier die hauptsächlichen Arbeitsbereiche. Es wird keine Vorarbeit vorausgesetzt; aber von Vorteil wird es für Sie sein, wenn Sie Experimentierfreude und Bereitschaft zu Partnerarbeit mitbringen.
Literaturhinweise werden zu Semesterbeginn gegeben.
     
79. UE Chorpädagogik 2 1 Rey
   

Keine Vorkenntnisse erforderlich.
Geeignet für alle Studierende, die gern in einem Chor singen wollen. In einem Kammerchor sollen für den jeweiligen Anlass Werke aus der geistlichen und weltlichen Chorliteratur einstudiert werden.

     
80. UE Chorleitung für Anfänger (n.V.)   1 Rey
   

Keine Vorkenntnisse erforderlich.
Geeignet für alle Studierende, die Grundlagen der Chorleitung erlernen wollen.
Übungen:

  1. Einüben von Gemeindeliedern und Kanons
  2. Wie singe ich einen Chor ein
  3. Schlagtechnik (Dirigieren)
  4. Arbeit mit der Stimmgabel
  5. Literaturkunde
  6. Interpretation, Stilistik
     
81. UE Gesangspädagogik (Einzelunterricht; n.V.)   1 Rey
   

Die Stimme ist eine der ureigenen Ausdrucksmöglichkeiten des Menschen. Ein wichtiges Kommunikationsmittel. Eine Visitenkarte:Über die Stimme erreichen Menschen andere Menschen. In ihr schwingt die Seele des Menschen. Dieses Schwingen erlebbar zu machen, soll Ziel der Arbeit sein. Es kann erlernt werden, indem wir die Stimme „gesünder“ gebrauchen und sie in ihrer Vielseitigkeit entfalten.
Inhalte des Unterrichts sind unter anderem:

  1. Gesangstechnik: Atemtechnik, Registerausgleich, Vokalausgleich
  2. Schulung der Musikalität: Intonation, Dynamik, Rhythmus, Stilempfinden
  3. Vom-Blatt-Singen: Erarbeiten von Intervallen und einfachen Tonfolgen
  4. Gestalten von Liedern und Arien, Hilfe bei der Literaturauswahl; hier steht der musikalische und interpretatorische Aspekt im Vordergrund.

Vor allem aber soll die Freude am Singen und an der Musik vermittelt werden.

     
82.   Kammerorchester der Hochschule   1 Rey
   

Studierende sind eingeladen, die Freude am gemeinsamen Musizieren wieder oder neu zu entdecken. Darüber hinaus richtet sich die Mitarbeit im „Kammerorchester“ an ProfessorInnen, Dozierende, Mitarbeitende und weitere Musikfreunde aus der Umgebung der Augustana-Hochschule.
Ziel des Angebots ist:

  • das Erarbeiten von Kammermusikliteratur in unterschiedlichen Besetzungen, Schwierigkeitsgraden und Stilrichtungen. Einbezogen werden Werke vom Frühbarock bis zur zeitgenössischen Musik, von der E- bis zur U-Musik, von der solistischen bis zur Kammerorchesterbesetzung;
  • die Mitwirkung in Gottesdiensten, Festprogrammen und weiteren wichtigen Ereignissen in der Augustana-Hochschule sowie in Hausmusikabenden, darunter auch gemeinsam mit Gesangssolisten der Hochschule und dem Hochschulchor;
  • die theoretische Beschäftigung mit aufführungspraktischen Fragen.

Termine:
Donnerstag 20.00–21.30 Uhr im Hörsaal IV des Wilhelm-von-Pechmann-Hauses.

     

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Lehrveranstaltungen für PfarrverwalterInnen

Übersicht Veranstaltungen PfarrverwalterInnen
KL: 83
Veranstaltungen PfarrverwalterInnen
Nr. Art Titel und Beschreibung Stunden LP Lehrender
83. KL Kolloquium für Pfarrverwalterinnen und Pfarrverwalter 2 2 Eyselein
   
  1. Seminar für alle Studierenden in der Pfarrverwalterinnen- und Pfarrverwalterausbildung (Teilnahme verbindlich).
  2. Das Studienbegleitseminar ist das spezielle Forum der Pfarrverwaltergruppe an der AHS und arbeitet jeweils an einem praktisch-theologischen Semesterthema.
  3. Das Einbringen von Fragen und Anregungen und die Bereitschaft zur inhaltlichen Mitverantwortung sind Voraussetzungen für einen lebendigen Seminarprozess.
  4. Zeit: Freitag, 13.30 bis 17.00 Uhr;
    Beginn: Blockseminar vom 12.–14.11.2010 im Evang. Bildungszentrum Hesselberg
    Ort: Saal DSH, Waldstraße 5, 1. Stock
     
84.   Praktikum: Landgemeindepraktikum 2011 für Theologiestudierende 2 5 Eyselein
    siehe Nr. 59      

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