Highlights des Jahres
Der neue Augi ist erschienen
Pünktlich zum Ende des Sommersemesters 2010 ist der neue Augi
erschienen
Ausflug zum Stadtarchiv Ulm des KG Proseminars am 30.1.2010
Wo finde ich eigentlich die Orginalquellen für kirchengeschichtliches Arbeiten? oder In welcher Form liegen uns mittelalterliche Stadtratsprotokolle vor?
Dies waren zwei der Fragestellungen mit denen das Proseminar Kirchengeschichte unter Leitung von Pfarrerin Schenk nach Ulm fuhr. Nach einer dreistündigen Zugfahrt erreichten ca. 30 Studenten kurz nach neun Uhr das Stadtarchiv. Den ersten Punkt bildete eine Einführung in das Archiv, in dessen Funktion und Aufbau durch die Archivarin Frau Dr. Litz. Anschließend mussten die Studierenden zu verschiedenen Fragestellungen „Rund um die Ulmer Reformation“ mögliche Quellen anhand von verschiedenen Katalogen heraussuchen. So musste einer die Signatur für einen Ablassbrief ein anderer die Signatur für einen Beschluss des Stadtrates heraussuchen. Nachdem jeder Student die Signatur seiner Quelle gefunden hatte, ging man in das Magazin des Archives, wo die Quellen aufbewahrt wurden. Zuerst wurden
den Studierenden die Prunkstücke des Archivs gezeigt. Zum Highlight für die neuen Forscher zählten ein original handschriftlicher Lutherbrief und eine Originalurkunde von Kaiser Barbarossa aus dem zwölften Jahrhundert. Danach mussten die Studierenden selbst sich anhand der herausgefundenen Signaturen das passende Archivstück aus den Schränken heraussuchen. Als alle ihre Archivalien gefunden hatten, gab es eine Mittagspause. In dieser Zeit besuchte ein Großteil der Studenten das Ulmer Münster. Durch eine kunsthistorisch / theologische Kirchenführung lernte man die Schönheit und die Besonderheiten des gotischen Kirchenbaus kennen. Nach dieser informativen Pause musste man nun die gefundene Quelle entziffern. Dies stellte sich aufgrund mittelalterlicher ungewohnter Handschriften, andere deutsche Syntax und lateinischer Texte oft schwerer als gedacht heraus. Dank der Unterstützung durch Frau Schenk und Frau Dr. Litz, der Archivarin, konnte man dennoch einen Teil der Quelle verstehen. Spannend war es auch die verschiedenen mittelalterlichen Gattungen, wie zum Beispiel
Brief, Ratsbeschluss oder Chronik nebeneinander zu vergleichen. Nach einer guten Stunde des Forschens stellte jeder sein Ergebnis seiner Quellenarbeit dar. Dies war spannend, da nun durch die zeitgenössischen Texte die Ulmer Stadtgeschichte ein sehr lebendiges Bild bekam. Diese Präsentation bildete einen sehr schönen Abschluss des kirchengeschichtlichen Projekttages.
Zusammenfassend kann man sagen: Dieser Ausflug war ein sehr interessanter erster Einblick in die Archivarbeit. Die neuen Erkenntnisse bilden eine gute Bereicherung für das kirchengeschichtliche Proseminar. Hier wurde Geschichte für die Studierenden sehr lebendig.
Michael Rummel
Exkursion des Missio Proseminars in die DITIB, Türkisch-Islamische Gemeinde zu Ansbach, nach Ansbach am 22.1.2010
Zu einer interreligiösen Begegnung der besonderen Art kam es am 22.1.2010. Das religions- und missionswissenschaftliche Proseminar besuchte zusammen mit dem Seminarleiter, Herrn Dr. Fischer, ein islamisches Freitagmittagsgebet. Nachdem man angekommen war, wurde die Gruppe durch Gemeindemitglieder freundlich begrüßt und zunächst zu einem Tee eingeladen. Danach durften wir alle, auch die Frauen unter uns, am Gebet teilnehmen. Das Gebet war sehr gut besucht. Ihm ging zunächst eine Predigt zu Koranversen voraus, die auch auf Deutsch gehalten wurde. Danach folgte dann das eigentliche Gebet. Es war sehr interessant, die Hingabe, aber auch die klare und strikte Ordnung der Betenden zu sehen. Immer wieder beugten sie sich, warfen sich nieder und standen wieder auf. Nach dem
eigentlichen Gebet, das nur ca. 10 Minuten dauerte, hatten die Exkursionsteilnehmer noch die Möglichkeit, dem Imam Fragen zu stellen. Es folgte eine kleine Führung durch die Räume der Gemeinde, worauf begonnene Gespräche bei Tee und Plätzchen in der Teestube fortgesetzt wurden. Nicht nur die Studierenden, sondern auch die Gemeindemitglieder hatten ein großes Interesse am Gegenüber. Und so wurde man sich bei Fragen nach der Trinität oder der Gottessohnschaft Christi doch auch seiner eigenen Identität neu bewusst. Insgesamt trug der Nachmittag in der türkischen Gemeinde sehr dazu bei, unser Bild vom Islam klarer werden zu lassen und gleichzeitig ein echtes Interesse an der Gemeinde zu zeigen, was den Gemeindemitgliedern spürbar gut tat. Diese so freundliche und herzliche Aufnahme, die wir in der Gemeinde erfuhren, hat mit Sicherheit den einen oder die andere spürbar geprägt.
Daniel Hoffmann
Reformierter Gottesdienst an der augustana!
Anlässlich des Calvinjahres wurde das erste Abendmahl des Wintersemesters 2009/2010 als reformierter Gottesdienst mit Abendmahl gefeiert. Dafür war extra aus Nürnberg Herr Pfarrer Krabbe von der reformierten Gemeinde St. Martha angereist. „Reformiert in Neuendettelsau?“, war zuvor auf den Plakaten auf dem Campus gefragt worden. Die Studierenden kamen aber trotz möglicher Vorbehalte in großer Anzahl und Pfarrer Krabbe führte sie in reformiertes Denken und die Person Calvin im Gottesdienst ein. Die Predigt hielt er über Psalm 1 und schaffte, es die Studierenden mit seiner humorvollen Art und seiner auf den Punkt gebrachten, reformierten Auslegung zu fesseln. Anschließend feierte man zusammen Abendmahl in einem großen Kreis, indem man – gemäß der reformierten Tradition – das Brot und den Wein weitereichte. Zum Abschluss sang man noch den Schütz-Klassiker „Wohl denen, die da wandeln“, die Vertonung des 119. Psalms, begleitet wurde das Lied von Frau Krabbe an der Orgel. Insgesamt fand der Gottesdienst eine sehr positive Resonanz bei den Studierenden.
Man kam nach dem Gottesdienst noch zum Austausch bei Getränken und einem kleinen Imbiss im Pechmannhaus zusammen. „Reformiert in Neuendettelsau?“ – Was vor einigen Jahrzehnten in Neuendettelsau vielleicht noch undenkbar war, an der augustana hat es funktioniert. Die Sicht der Studierenden wird sich dank Pfarrer Krabbe erweitert haben und vorhandene Vorurteile werden nach diesem einzigartigen und erbauenden Gottesdienst mit Sicherheit abgebaut worden sein. Auf die Frage der Plakate gab es somit am Donnerstagabend ein einhelliges und deutliches „Ja!“.
Daniel Hoffmann
Besuch des jüdischen Museums in Fürth
In der dritten Woche des Hebräischferiensprachkurses 2009 machten sich die Teilnehmer zusammen mit ihren Dozenten Herrn Dr. Stefan Seiler auf, die jüdische Geschichte Mittelfrankens kennenzulernen. Dazu fuhren sie nach dem Mittagessen gemeinsam mit dem Zug nach Fürth. Da Fürth bis zu der Shoa eine große jüdische Gemeinde hatte, gibt es dort heute ein großes jüdisches Museum zum Erinnern und Weiterbilden. Dies war deshalb das Ziel des Ausfluges. Dort wurden die Teilnehmer durch das Museum geführt.
Die Führung begann mit einer Besichtigung einer alten Mikve (Jüdisches Ritualbad) im Keller des Hauses. Danach hörten sie noch einiges über die jüdische Geschichte Fürths und der jüdischen Religion im Allgemeinen. An verschiedenen jüdisch-hebräischen Texten probierten die Studenten ihre Hebräischkenntnisse aus. Es war festzustellen, dass ohne die Vokalzeichen, das Lesen sehr viel schwieriger funktioniert, aber dennoch wurde das eine oder andere Wort gefunden und übersetzt. Außerdem lernten die Studenten anhand verschiedener Kultgegenstände viel Neues über die jüdischen Feiertage und Bräuche. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Ausflug eine sehr gute Ergänzung zu dem Hebräisch Unterricht war. Hier bekam eine ansonsten doch trockene Sprache - das Bibelhebräisch - ein lebendiges Gesicht und man gewann Einblick in eine andere Religion.
Michael Rummel
21.07.2009: Der neue Augi ist da!
Der Augi, die Zeitung der Studierendenschaft, für das Sommersemester 2009 ist soeben erschienen und steht hier zum Download
zur Verfügung.
Die Redaktion wünscht viel Spaß bei der Lektüre.
18. - 19.09.09: Münster – Eine Exkusion in die größte Kleinstadt Deutschlands
Am Morgen des 18.9.2009 ging es los. Wir starteten unsere Exkursion ins über 500 km entfernte Münster. Von der textkritischen Übung aus, die Herr Mülke im letzten Semester angeboten hatte, wollten wir das Institut für neutestamentliche Textforschung (Nestle-Aland-Institut) besuchen und uns die Uni und die Stadt etwas anschauen. Und so starteten wir schließlich am 18.9. in Richtung Norden.
Nachmittags bekamen wir dort eine Führung durch das Bibelmuseum des Institutes, in dem die Entstehung der Bibel von den ersten Torarollen bis zu modernen Bibelübersetzungen dokumentiert ist.
Anhand vieler Originalhandschriften führte uns ein Mitarbeiter des Institutes durch die Entstehungsgeschichte der Bibel. Aber auch mit der verbindlichen Festsetzung des Kanons ging die Geschichte der Bibel noch weiter. Ausgestellt waren zahlreiche Übersetzungen und natürlich in der Mitte der Ausstellung dann die Lutherbibel, aber auch andere schon vor Luther ins Deutsche übersetzte Bibeln. Sogar eine originalgetreue Gutenbergdruckpresse war im Museum nachgebaut und zeigte anschaulich wie zur damaligen Zeit gedruckt wurde. Natürlich wurde auch die Entwicklung der kritischen Textausgaben dargestellt, mit dem Nestle-Aland als „Höhepunkt“. Der Führer erzählte uns, dass die Erscheinung der 28. Auflage des Nestle-Alands mit einem stark veränderten Apparat nächstes Jahr erfolgen soll. Am Ende der Ausstellung konnte man dann noch Kinderbibeln in verschiedenen Sprachen bewundern und die verschiedensten Bibelübersetzungen, die heute auf dem Markt sind, von der Bibel in gerechter Sprache bis zu digitalen Bibeln für den PC. Nach der Führung durch das Bibelmuseum wurde uns außerdem noch Einblick in die geheimen Kelleräume des Institutes gewährt, wo wissenschaftliche Mitarbeiter digitalisierte Handschriften auswerten und mit dem Obertext abgleichen. In riesigen Aktenschränken ruhen die Fotografien der zahlreichen Handschriften, alle Handschriften sind aber auch digitalisiert. Heute besitzt das Institut 96% aller neutestamentlichen Handschriften in digitaler Form.
Nach dem sehr spannenden Einblick in das Institut wartete bereits in der theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität ein Vertreter der Fachschaft auf uns. Er führte uns durch die Fakultät und beantworte uns Fragen rund um die Uni Münster. Das Lehrangebot der Uni ist sehr groß, fast alle Lehrstühle sind doppelt besetzt. Besonders gut, so der Student, sei in Münster die Interkulturelle Theologie, ebenfalls besonders sei, dass es einen extra Lehrstuhl für reformierte Theologie gebe. Besonders an der Uni war außerdem, dass überall in den Seminarräumen Bücher der Bibliothek stehen, es sich also um eine Präsenzbibliothek handelt. Ansonsten, so der Vertreter der Fachschaft, sei die Theologische Fakultät trotz der enormen Größe sehr familiär. Die auf Pfarramt studierenden Theologen seien etwa 200, insgesamt würden aber um die 1000 Studenten evangelische Theologie an der Uni studieren.
Nach dem persönlichen Einblick in die Uni bezogen wir zunächst unser Nachtquartier und machten uns dann auf den Weg in das Nachtleben von Münster. Herr Mülke zeigte uns tolle Insider-Tipps und zog mit uns durch die Nachtwelt. Den Abend oder besser gesagt die Nacht ließen wir schließlich bei einer Altbierbowle ausklingen.
Am anderen Morgen dann war vor dem Dom großer Markt, ebenfalls etwas Typisches für die Stadt und dementsprechend voll wurde es auch schnell. Herr Mülke führte uns nun etwas durch die Stadt und zeigte uns den St. Paulus Dom mit der berühmten Christophorus-Statue und der astronomischen Uhr, das Rathaus, in dem 1648 der Westfälische Friede geschlossen wurde, und die Lambertikirche, an deren Turm noch heute die Käfige hängen, in denen die Leichnahme der Anführer der getöteten Wiedertäufer damals zur Schau gestellt wurden.
Gegen Mittag gingen wir in die Mensa der Uni und konnten nach dem guten Mittagessen gut nachvollziehen, warum die Mensa in Münster schon einige Auszeichnungen für ihre sehr guten Mahlzeiten bekommen hat.
Den Nachmittag verbrachten wir bei dem schönen Wetter mit dem besonderen Gast der Exkursion, Laetitia Mülke, am Aa-See, der mitten in Münster liegt.
Insgesamt waren die zwei Tage in Münster eine tolle Zeit und wir alle sind nach wie vor von der Stadt, nicht zuletzt auch durch die informative und amüsante Führung durch Herrn Mülke, begeistert. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle noch mal an ihn und auch an Bastian Müller, der uns die günstige Unterkunft organisiert hat.
Daniel Hoffmann
Institut für neutestamentliche Textforschung:
http://www.uni-muenster.de/NTTextforschung/
Uni Münster, Fachbereich Theologie:
http://egora.uni-muenster.de/fb1/
18.6.2009 - 23.6.2009 Gebetstage – Einfach hin und WEG
Wer in der Zeit vom 18.6.-23.6. in die Kapelle kam, der erlebte einen ungewohnten Anblick. In einer Ecke Matratzen und Kissen, die zum Ausruhen einluden, dann überall Füße an der Wand und vor dem Altar eine große Fläche mit Kerzen. Alles in der Kapelle stand in der Zeit der Gebetstage des Sommersemesters unter dem Motto „Sich auf den Weg machen“. Wer den Weg in die Kapelle wagte, konnte an einer kleinen Klagemauer Sorgen abwerfen, Fürbitte halten, Auswege aus Sackgassen finden, den eigenen Standpunkt bestimmen und zum Schluss sogar einen „Wert“ mitnehmen.
Eröffnet wurden die Gebetstag am Donnerstagabend im Rahmen des internationalen Abendmahls. Von da an luden die Stationen in der Kapelle jeden dazu ein, einmal neu über den eigenen Lebensweg nachzudenken und inne zu halten. Eine besondere Erfahrung machten in dem Zusammenhang auch die Studierenden, die sich am Samstagnachmittag mit auf den Weg zum Pilgern und Schweigen gemacht hatten. Abgeschlossen wurden die Gebetstage mit einer kleinen besinnlichen Andacht am Dienstagabend in der Kapelle. Das Fazit derjenigen, die sich auf den Weg durch die Kapelle machten war auf jeden Fall durchweg gut, denn alle waren hin und weg.
Genießen Sie einige Eindrücke in einer Diaschau.
Genderabend 16. 6. 2009 zum Thema „Gender Mainstreaming“
Der Genderreferent, Simon Wiegand, lud am Dienstagabend zusammen mit der Frauenbeauftragten, Yvonne Renner, dazu ein, sich einmal allgemein mit den Themen „Gender“ und „Gender Mainstreaming“ zu befassen. Es referierte Quirin J. Bauer vom Genderzentrum Augsburg und stellte insbesondere das „Gender Mainstremaing“ im Bereich der Uni vor.
So erklärte Bauer, dass von den Rektoren an deutschen Hochschulen gerade einmal 9, 7% Frauen seien, auch bei den Professoren sehe es mit knapp 17 % nicht viel besser aus. Außerdem würden Männer – auch im Hochschulbereich – immer noch im Durchschnitt 23 % mehr verdienen als Frauen in gleichen Positionen.
Nach einige Zahlen, die deutlich machten wie weit wir noch von einer wirklichen Gleichstellung entfernt sind, definierte Bauer erst einmal Gender Mainstreaming als ein frauen- und geschlechterpolitisches Instrument zur Veränderung von Entscheidungsprozessen in Organisationen. Dieses erhebe dadurch die integrierte Chancengleichheitspolitik zur primären Gemeinschaftsaufgabe aller Beteiligten auf allen Ebenen. Das Ziel von Gender Mainstreaming sei es Chancengleichheitspolitik von der Nebenstraße auf die Hauptstraße zu bringen. Letzten Endes soll es erreicht werden, dass jeder unabhängig seines Geschlechts den Job erreichen kann, den er gern haben möchte. Wichtig dafür sei zum Beispiel eine geschlechtergerechte Sprache.
Konkrete Beispiele für die praktische Umsetzung der Theorie konnte Herr Bauer aus einem Projekt an der Uni Augsburg bringen, an dessen Auswertung er mitarbeitet. Hier wird seit einigen Jahren versucht Chancengleichheit auf allen Sektoren zu verwirklichen und so insbesondere Frauen zu ermutigen, zu promovieren und einen wissenschaftlichen Beruf anzustreben. Denn immer noch sei es so, dass gerade einmal 38% der Frauen, die promovieren wollen, auch die Chance dazu erhalten. Um die Stellung der Frauen zu stärken, führe man deshalb Kinderbetreuungsmodelle ein und motiviere und ermutige insbesondere Frauen, in die wissenschaftliche Forschung einzusteigen. Auch von staatlicher Seite gebe es Anreize, Frauen zu fördern, so erhalte beispielsweise eine Uni eine höhere Förderung vom Staat für eine promovierende Frau als für einen promovierenden Mann.
Nach dem interessanten Vortrag kam es noch zu einer angeregten Diskussion, in der Herr Bauer noch einmal klar stellte, dass Gender Mainstreaming nicht ausschließlich die Förderung von Frauen in Bezug auf ihre Gleichstellung bedeute, sondern es natürlich auch Ziel sei, Männern Berufe mit hohem Frauenanteil zu öffnen (z.B. Veterinärmedizin) oder beispielsweise Männer für die Kinderbetreuung oder Aufgaben im Haushalt zu sensibilisieren.
Nach Vortrag und Diskussion traten dann noch Frauen- und Männerplenum zusammen.
Homepage des Gender Zentrums in Augsburg: http://www.gza.uni-augsburg.de/
LesART-Bar am 8.6.2009
Einen kulturellen Leckerbissen gab es am Montagabend in der Bar. Kulturreferentin Katharina Scherer lud zur LesART-Bar ein und bereits um 21.00 Uhr war eine große Menge von Studierenden versammelt, um den Dozenten, Mitarbeitenden und Studenten zu lauschen, die aus ihren Lieblingsbüchern vorlasen.
Umrahmt wurden die Lesungen von Musik. Herr Dietzfelbinger spielte wieder zahlreiche bekannte Stücke auf dem Klavier der Bar und Christiane Zeisberger und Bastian Müller präsentierten Duettstücke mit Querflöte und Klarinette.

Den Anfang der eigentlichen Lesungen machte Prof. Dr. Oesterreich, der aus dem Skript eines unbekannten Verfassers mit dem Titel „Die Bestwelt“ vorlas. Darin fand sich der Protagonist in einer Traumwelt wieder, in der er an einem traumhaften Strand war und ein hundeähnliches Wesen zu ihm in menschlicher Sprache sprach.
Weniger „traumhaft“ und „abgehoben“ ging es danach in dem Buch zu, aus dem der Senior der Studierendenschaft, Jochen Haas, vorlas. Ganz real schilderte es die Geschichte eines Liebespaares in der DDR und wie schwer es das Paar unter der Obhut der Stasi hatte.
Danach folgte mit Herrn Dittmer eine poetische Abenteuergeschichte. Schon der Titel des Buches „Der fliegende Berg“ von Christoph Ransmayr deutete zum einen die Leichtigkeit, zum anderen aber die Dynamik der Gedanken und den Anspruch der dahinter steckt an. Er las aber begeistert daraus vor und schaffte es, wie auch seine Vorgänger, die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu fesseln.
Zum Schluss schließlich präsentierte noch Frau Graffmann noch einige Irrtümer aus „Dem
Lexikon der Irrtümer“. So erfuhren die Zuhörer, dass Asterix und Obelix eigentlich gar keine Wildschweine gegessen haben, sie vielleicht sogar bei den Galliern heilig waren und die Hinkelsteine auch schon vor Obelix da waren. Und sie erklärte auch noch, dass Dudelsäcke eigentlich gar nicht aus Schottland kommen, sondern schon die alten Griechen Dudelsäcke hatten, später auch die Deutschen, bloß dass sie bei ihnen Sackpfeifen genannt wurden.
Ein schöner Abend neigte sich so dem Ende. Die Kulturreferentin hatte nicht zu viel versprochen und hatte den Studierenden bei einem Glas Wein oder einem guten fränkischen Bier (ausgeschenkt durch das engagierte Bar-Team) so einen interessanten, unvergesslichen Abend beschert, der sicher noch einige Zeit in Erinnerung bleiben wird.
Die vorgestellten Bücher :
- RANSMAYER, Christoph: Der fliegende Berg
- DÜMMEL, Karsten: Nachtstaub und Klopfzeichen oder Die Akte Robert
Die Augustana vom 20 - 24.05.2009 auf dem Kirchentag in Bremen
„Mensch wo bist du?“ – Auf diese Frage gab es im Zeitraum vom 20-24.05.2009 nur eine Antwort: In Bremen. Dort veranstaltete nämlich die EKD den 32. evangelischen Kirchentag.

Auch ein Bus voll Augustanis machte sich am Mittwoch auf in den Norden Deutschlands und kam gerade noch pünktlich an, um die Grüße des Bundespräsidenten Horst Köhler zu hören. Am Abend erkundete man dann Bremen, zog man durch die Stadt und genoss die Nacht der Lichter am Weserufer.

Donnerstag dann starteten die eigentlichen thematischen Veranstaltungen. Viele Prominente (u.a. Bischof Huber, Jörg Zink, Bischof Friedrich, Wim Wenders, Professor Steffensky) luden ein sich mit einem Bibeltext in einer Bibelarbeit näher zu befassen.
Danach konnte man in zahlreichen Podiumsdiskussionen Politikern, Menschenrechtlern oder anderen Wissenschaftlern und sogar der Bundeskanzlerin zuhören.
Oder aber man schlenderte über den Markt der Möglichkeiten in der Messe oder in der Überseestadt. Auch unsere Hochschule war auf dem Markt der Möglichkeiten zusammen mit der KiHo Wuppertal-Bethel an einem Stand vertreten und zeigte Eindrücke vom Studieren an einer KiHo und lud zu Gesprächen mit Studenten und Dozierenden ein. Als Highlight konnte sich jeder ein Namenschild anfertigen lassen.
Aber nicht nur Diskussionen bot der Kirchentag, sondern auch zahlreiche kreative Veranstaltungen, die zum mitmachen einluden und natürlich zahlreiche Konzerte.
Höhepunkt war da wohl am Donnerstagabend das Konzert der Wise Guys, bei dem 65.000 Menschen auf Bremens Bürgerweide waren. Wer es lieber witziger mochte, für den gab Eckhart von Hirschhausen innerhalb eines bunten Abends zum Thema Himmel einige seiner neuen Programmhighlights zum Besten.
Am Freitagabend dann waren alle Kirchentagsbesuchern zum Abendmahl eingeladen, ob als politisches Nachtgebet mit Agapemahl oder einmal auf einem Schiff bei einer kräftigen Brise blieb dem Besucher selbst überlassen. Auch hier bot der Kirchentag mit seinen insgesamt 2500 Veranstaltungen über alle drei Tage eine reiche Auswahl.
So auch am Samstag, der bei besonders schönem Wetter noch einmal neu dazu einlud die schöne Innenstadt Bremens zu genießen. Orgelkonzerte, feministische Veranstaltungen, Bibelarbeiten, Diskussionen, Mitsingkonzerte und abends die Nacht der Lichter mit Brüdern aus Taizee, Bremen bot ein unglaublich vielfältiges Programm.

Und so vergingen die Tage wie im Flug und mit einem mal war es dann schon Sonntag und da hörte man dann von Tausenden von Menschen ein „Hier bin ich!“ als Antwort auf die Frage, die sich der Kirchentag zum Motto gemacht hatte.
Und auch in der Predigt des Abschlussgottesdienstes wurde noch einmal deutlich, was sich den ganzen Kirchentag über gezeigt hatte. Trotz Wirtschaftskrise und den Problemen unserer Zeit muss der Mensch sein Leben aktiv gestalten und darf sich nicht verstecken. Der christliche Glaube kann dem Menschen gerade auch in schweren Zeiten Hoffnung machen. Eine Hoffnung, die in Jesus Christus begründet ist, der durch seinen Sieg über den Tod, dem Menschen Mut machen will, das Licht zu sehen, das nach der dunklen Zeit kommt.
Und so, zwar erschöpft, aber mit vielen neuen Gedanken und Impulsen beladen, kamen auch wir Augustanis am Sonntag wieder in Neuendettelsau an.
Frauenabend am 5.5.2009: Kommunikativ und Kreativ
Am 05.05.2009 lud die Frauenreferentin Yvonne Renner die Frauen unter den Studierenden dazu ein, beim Basteln von Kissenbezügen mit 3-D-Textiltechnik ins Gespräch über Vorurteile, Probleme und sonstige Dinge zum Thema „Gender“ zu kommen.
Bei netten und ungezwungenen Gesprächen entstanden so kleine Kunstwerke.
Neben der Frauenreferentin waren 7 Frauen und der Sozialreferent Julian Knötig anwesend. Immer wieder kamen aber sowohl Männer als auch Frauen vorbei um die Kreativität der Bastelnden zu bewundern.
Insgesamt war man von 20.15 Uhr bis 22.30 Uhr im Clubraum zusammen, und unterhielt sich und malte, damit die Kissenbezüge dann über Nacht trocknen konnten. Am anderen Morgen dann traf man sich erneut, um die Kissen zu backen. Weil die Farbe im Ofen so schön hochging und die Farben noch leuchtender und schöner wurden, war am Ende jeder sehr glücklich über sein Kunstwerk!
Insgesamt waren es ein sehr schöner Abend und Morgen, an denen alle viel Spaß hatten, gute Gespräche geführt wurden und am Ende sogar jeder ein schönes Andenken mitnehmen konnte!
Yvonne R.
Männerabend 5. 5. 2009: Grillen und gute Gespräche
Am 5.5.2009 fand vor und in der Bar ein Männerabend mit etwa 25 Teilnehmern statt. Das gemeinsame Grillen bot dabei Anregung für viele interessante Gespräche, die unter anderem über den Gehalt von Vorurteilen gegenüber Männern als Thema hatten. Die Teilnehmer diskutierten teilweise kontrovers und unverkrampft, so dass jeder neben dem Spaß beim Grillen und dem gemütlichen Beisammensein auch inhaltlich etwas von diesem Abend mitnehmen konnte.
Simon W.
Exkursion des Lehrstuhls für Kirchengeschichte am 29.4. 2009 nach Frankfurt zur Ausstellung der Ottheinrich-Bibel

Am Mittwoch, den 29.April 2009 unternahm der Lehrstuhl für Kirchengeschichte eine Exkursion zur Ausstellung der Ottheinrich- Bibel nach Frankfurt/Main unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Schneider-Ludorff.

Begonnen wurde das Tagesprogramm mit der Besichtigung eines der berühmtesten Bauwerke der Stadt, der Paulskirche.
In ihr tagte vor genau 150 Jahren die erste deutsche Nationalversammlung und sie dient heute als Veranstaltungsort bedeutender Reden und Ausstellungen.

Auf dem Römerberg, dem Rathausplatz der Altstadt, besichtigte die Gruppe anschließend die Alte Nikolaikirche. Hier gestaltete Tobias Jammerthal eine Andacht. Daraufhin machten wir uns zum Frankfurter Bibelhaus auf, das die Ausstellung der Ottheinrich-Bibel beherbergt.
Hier werden die fast 600 Jahre alten Schriftstücke für ein letztes Mal vor ihrer Restaurierung ausgestellt. Dieses handschriftliche Werk galt in Teilen lange als verschollen und konnte erst vor kurzem wieder von der bayerischen Staatsbibliothek erworben werden.Sie gilt auch deshalb als so kostbar, weil diese erste deutsche Übersetzung des Neuen Testaments – noch vor Martin Luther – mit Illustrationen verziert wurde, die in der Kunstgeschichte Deutschlands einmalig sind.
Die Mittagspause verbrachten wir in einer traditionellen „Äppelwoi“- Wirtschaft, wo wir neben hessischen Spezialitäten auch den für diese Region typischen Apfelwein probieren konnten.
Als letzten Programmpunkt stand der Besuch des Städel-Museums an. In einer sehr informationsreichen Führung wurden uns Bilder der Ausstellung „Religion in der Kunst“ gezeigt und erläutert, bevor es wieder auf den Heimweg ging.
Der Link zur Ausstellung:
http://www.ottheinrich-bibel.de/
Bericht: Alexander P.; Bilder: Tobias H.
Pfarrverwalterbar am 28.4.2009

Manche Studentin und mancher Student mag die Pfarrverwalter bisher vielleicht als „die alten Leute, die immer über den Campus laufen und keine Professoren sind“, identifiziert haben, aber seit 28. April 2009 wissen sie es hoffentlich besser.
Dass Pfarrverwalter „so was wie ´ne Sekretärin für den Pfarrer“ sind, glaubt nach der Pfarrverwalter-Piano-Bar hoffentlich niemand der vielen anwesenden Studierenden und Dozierenden mehr. Denn auch wenn sie ein knapperes und konzentrierteres Theologiestudium absolvieren, werden sie im Pfarramt einmal die gleichen Aufgaben haben wie alle Pfarrerinnen und Pfarrer.
An diesem Abend hat die Gruppe der Pfarrverwalter sich nicht nur vorgestellt, sondern gleich zu Beginn einen Strauß voller Missverständnisse ausgeräumt. Helmut Dietzfelbinger sorgte dabei nicht nur für die besondere musikalische Atmosphäre, sondern konnte den Anwesenden als Dozent des früheren Spätberufenen-Seminars auch Einblick in die damalige Ausbildung geben, die jährlich 8-10 Absolventen hervorbrachte.

Da es heute nur noch begrenzte Plätze für das Pfarrverwalterstudium gibt und man sich dafür nicht einfach einschreiben kann, sondern bewerben muss, sollten mittels eines kleinen lustigen Auswahlverfahrens an diesem Abend einige Neue aufgenommen werden.
Beworben hatten sich Frau Müller, die mit ihrem Fußballspiel einmal alle Jugendlichen in der Gemeinde begeistern wird, Herr Mülke, der sich besonders für alte Sprachen interessiert, Frau Graffmann, die endlich Bücher lesen und nicht nur kaufen will, sowie Herr Knötig, der das Pfarramt gemeinsam mit seiner Mutter leiten wird und Herr Stegemann, der ein besonderes Interesse für neutestamentliche Studien mitbringt.
Ein Bibeltest zeigte zwar, dass alle Bewerber im Verlauf des Studiums noch gute Möglichkeiten finden werden, ihr Wissen zu vertiefen, in Sachen Entscheidungsfindung und kreative Problemlösung aber zeigten alle fünf außergewöhnliche Begabungen. Besonders hervorzuheben sind die Bestnoten in Spontaneität und Humor, sodass sich das „Landesküchenamt“ dazu entschloss, ausnahmsweise alle fünf Bewerber anzunehmen.
Annett T.
Eröffnung des Sommersemesters 2009 am 21.4.2009 - Kompromisslos Konsens?
Am Dienstag, den 21. 4. 2009 wurde das Sommersemester offiziell eröffnet. Um 9 Uhr begann der Festakt mit einer Andacht in der Kapelle. Der Posaunechor, unter der Leitung von Herr Neumann, weckte mit seinem kräftigen Vorspiel, auch die letzten der Studenten auf, die von der „Ersti-Bar“ am Abend vorher noch müde waren. Frau Munzert hielt die Predigt, stellte danach den neuen AStA vor und segnete ihn für die vor ihm liegende Arbeit.
Nach dem Gottesdienst versammelten sich Studierende, Dozenten und Mitarbeitende im großen Hörsaal des Pechmannhauses.
Die Eröffnungsfeier wurde mit einem Musikstück für zwei Trompeten und Klavier (Tobias J., Claudia K. – Trompete; Tina S. – Klavier) eingeleitet.
Anschließend betrat Rektorin Jost die Bühne und begann die traditionelle Eröffnungsrede. Zunächst ging sie auf die bevorstehenden baulichen Maßnahmen ein. Welchen Erfolg der Antrag auf die geforderten Maßnahmen haben werde, stehe jedoch noch aus. Rektorin Jost zeigte den Studenten zur Veranschaulichung eine Karte des Kosmologen Kosmas
und stellte überraschender Weise fest, dass der Grundriss, den Kosmas von der Erde nach dem alttestamentlichen Bauplan der Stiftshütte gezeichnet hatte mit dem Augustana übereinstimmt. Die Augustana stelle somit die Wohnung Gottes dar, nicht zu vergessen das Paradies am Rand, dem an der Augustana – natürlich – das Sölle-Haus entsprechen muss. Rektorin Jost hielt es so auch für notwendig, als Konsequenz die Höhe in Neuendettelsau, auf der die Hochschule liegt, in Zionberg umzubenennen. Doch nach diesem kleinen Ausflug in die Wohnung Gottes, blickte sie auf die vorlesungsfreie Zeit zurück, in der Studenten der Augustana eine Studienfahrt nach Rom machten und Studierende aus Bristol nach
Neuendettelsau zu Besuch kamen. Außerdem begrüßte sie als neue Dozenten, Prof. Klessmann (Vertretung für Prof. Raschzok),
Christian Strecker (Vertretung für Prof. Stegemann) und Matthias Hopf als neuen Assistent am Lehrstuhl für Altes Testament.
Aber nicht nur die neuen Dozenten, sondern auch 17 neue Studierende und Zurückgekehrte konnte Rektorin Jost an der Augustana willkommen heißen. Besonders begrüßte sie zwei Gaststudentinnen aus Brasilien. Zum Abschluss wünschte sie allen Studierenden Gottes Segen für das Sommersemester und erklärte es offiziell für eröffnet.
Nun folgte die Rede des neuen Seniors der Studierendenschaft, Jochen Haas. Mit Spannung wurde vor allem die Bekanntgabe des neuen Semestermottos erwartet. Er verkündete es auch gleich zu Beginn: „Kompromisslos Konsens?“ Auch wenn einige fragende Gesichter die Reaktion auf das neue Semestermotto waren, das der AStA auf seiner Klausur beschlossen hatte, machte sich Haas daran, den Anwesenden den tieferen Sinn darin aufzuzeigen. Gerade, dass das Motto nicht eindeutig greifbar sei, sondern anregen solle, zum Gedanken machen, sei die Intention bei der Auswahl gewesen. Jochen Haas stellte die Frage, ob Konsens, den immer alle haben wollen, auch existiert. Er mahnte an, dass es gerade auch an der Augustana oft eine Kultur des „Hinter-dem-Rücken-redens“ gebe. „Konsens um jeden Preis, das ist Nonsens und Scheiß“, so verkündete es der Senior mit Worten einer Punkband. Denn ein gutes Zusammenleben brauche gerade einen guten Konfliktumgang und gute Diskussionen. Und genau
das solle das Motto bewirken, so Haas. Viele gute Diskussionen, gute Kompromisse aber keine faden und eben einfach eine diskutierfreudige Atmosphäre, die einen weiter den Augustana-Charme spüren lasse. Nachdem die meisten der fragenden Gesichter verschwunden waren, beendete Jochen Haas seine Rede und die Studierendenschaft gab kräftigen Applaus.
Sebastian M. präsentierte nun ein Klarinettenstück, anschließend durften sich alle Erstsemester noch in das „Goldene Buch“ der Augustana schreiben, ihr Studienbuch in Empfang nehmen und so offiziell in die „Augustana-Gemeinschaft“ aufgenommen werden.
Semesterabschlussfeier 19.2.2009
Mit einem Festakt im Pechmannhaus wurde das Wintersemester am 19.02.2009 offiziell beendet. Im großen Hörsaal hatten sich zahlreiche Dozenten, Mitarbeiter und Studierende eingefunden. Der Festakt wurde mit einem Klarinettenduett (Sebastian Müller und Jushi Backe) eröffnet. Im Anschluss folgte eine Ansprache von Rektorin Frau Jost.
Sie rief zwar dazu auf, das Semester nicht vor dem Ende zu loben, dennoch ließ sie die wichtigsten und schönsten Ereignisse Revue passieren. So erwähnte sie das Modularisierungskonzept, das vor seinem Abschluss steht und das neue Corporate Design, das die Hochschule in Zukunft besser repräsentieren soll. Besonders hob Frau Jost ebenfalls die von den Studierenden angestoßenen und organisierten Projekte hervor wie die Gebetstage, die integrative Bar, in der die Studierenden mit Behinderten einen Abend in der Bar verbrachten und die Holocaust Gedächtnisandacht. An den Augustana-Ball denke man auch von Seiten der Dozierenden noch gern zurück - er habe einmal wieder erneut unter Beweis gestellt, wie gut an der Augustana gefeiert werde, fuhr Rektorin Jost fort. Sie wies ebenfalls noch auf den 6. Band in der hochschuleigenen Reihe „Theologische Akzente“ hin, der kurz vor der Veröffentlichung stehe. Als besonderer Höhepunkt ihrer Rede, verkündete sie, dass Stefan Gehrig seine Promotion mit „summa cum laude“ abgeschlossen habe und überreichte ihm die Promotionsurkunde.

Außerdem dankte sie ihm für die vier Jahre, in denen er mit vollem Einsatz als Assistent am Alttestamentlichen Lehrstuhl arbeitete und wünschte ihm alles Gute für seine Pfarrstelle in Winkelhaid. Anschließend verabschiedete sie alle Studenten, die nach dem Wintersemester die Augustana verlassen und wünschte besonders den Examenskandidaten viel Erfolg für ihre Prüfungen. Zum Abschluss ihrer Rede dankte Frau Jost noch dem AStA für die hervorragende Zusammenarbeit.
Nach einem Klavierstück mit Gesang (Anne Schott und Birgit Lindemeier) kam die Seniora, Jutta Müller, zu Wort.

Sie knüpfte noch einmal an das Semestermotto – Wohin gehst du? – an, zählte auf wohin der AStA und die Studierenden im vergangen Semester gingen, nämlich u. a. zur Synode um für die Abschaffung der Studiengebühren einzustehen und zu den zahlreichen Veranstaltungen auf dem Campus, wie den Gebetstagen. Die Seniora dankte besonders Rektorin Jost und der Studierendenpfarrerin Susanne Munzert für die gute Zusammenarbeit. Aber sie fragte zum Abschluss ihrer Rede auch, ob die Campusgemeinde tatsächlich in dem liebvollen Umgang lebe, wie es oft gesagt werde oder ob nicht die Realität mit ihren Knoblauchbomben ein anderes Wesen aufzeige. So gab sie nach einem Dank an Herrn Gehrig den Studenten das Bild der Hummel mit auf den Weg. Diese, so sagte sie, könne nach den Gesetzen der
Aerodynamik eigentlich nicht fliegen, aber dennoch schaffe sie es. So forderte Jutta Müller auch die Studierenden auf, nicht nur Träume zu träumen, sondern aktiv zu werden und mit vielen kleinen Schritten sie zu verwirklichen, sodass auch die Campusgemeinschaft es schafft abzuheben und zu fliegen wie die Hummel. Der Spaßchor
unter Leitung von Anne Schott zeigte danach mit dem Lied „The gospel train“ schon an, dass sich der Festakt langsam dem Ende zuneigte und schließlich verabschiedete sich Herr Gehrig noch von allen Dozenten, Mitarbeitern und Studenten.
Er zeigte noch einmal auf, was das besondere an der Augustana ist. Die Kombination von geistigen und akademischen Leben, die geistige und akademische „vita communis“. Gerade das habe er an der Augustana geschätzt, der gute Kontakt zu den Studenten, deren Anteilnahme am persönlichen Leben und die gute Lern- und Arbeitsatmosphäre. Mit den Dank- und Abschiedsworten von und an Herrn Gehrig endete der Festakt zum Semesterabschluss im großen Hörsaal des Pechmannhauses.
Semesterabschlussgottesdienst
Nach dem Festakt im Pechmannhaus fand um 20 Uhr in der Laurentius-Kirche ein Abschlussgottesdienst statt. Herr Gehrig predigte in ihm, anlässlich seines Abschiedes, über Joh. 6, 68. Er griff noch einmal das Semestermotto auf und antwortete auf die Frage „Wohin gehst du?“, mit den Worten von Petrus: „Herr wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens;“ Weiter rief er in seiner Predigt dazu auf, den „Imperativ der Erlebens“, der in unserer heutigen Zeit oft über allem stehe, durch den „Indikativ des Lebens“ zu ersetzen. Außerdem wurde in dem Gottesdienst Herr Rey offiziell in sein Amt als Gesangs- und Musikpädagoge an der Hochschule eingeführt. So erklang natürlich auch den Gottesdienst über vielfältige Musik. Der Posaunenchor unter der Leitung von Herrn Neumann und Christopher Noll an der Orgel begleiteten die Lieder. Besondere Höhepunkte bildeten jedoch die Stücke die Herr Rey mit seinem Kammerorchester und Kammerchor eingeübt hatte. Zu Beginn des Gottesdienstes wurde das „Schluss Hallelujah“ aus Purcells Anthem „Singt, o singt dem Herrn“ aufgeführt.
Während des Abendmahles spielte dann das Kammerorchester aus dem Anfang des Anthems. Zum Abschluss des Gottesdienstes erklang von Felix Mendelssohn Bartholdy die Choralkantate „Verleih uns Frieden gnädiglich“ mit einem Bass-Solo von Toralf Sauerteig.
Frustbar
Nach dem Gottesdienst ging in der Bar erst die eigentliche Feier los. Unter dem Titel Frust-Bar, weil neben der Verabschiedung an diesem Tag auch schriftliche Sprachprüfungen waren, wurde Herr Gehrig noch einmal von den Assistenten der Lehrstühle, dem Mittelbau, verabschiedet. Sie hatten sich ein kleines witziges Programm überlegt und schlüpften dafür in verschieden Rollen, um Eigenschaften Herrn Gehrigs aufzuzeigen und schenkten ihm als Abschiedsgeschenk, eine Dauerkarte für den 1. FCN. Auch von studentischer Seite verabschiedeten die „Merz-Buben“ Herrn Gehrig mit einem selbstgedichteten Lied. Aber auch Herr Gehrig, als leidenschaftlicher Gitarrenspieler und Motorradfahrer, hatte sich etwas überlegt und ein Lied auf eine bekannte Melodie gedichtet und so erklang an diesem Abend in der Bar nicht „Sweet home Alabama“, sondern „Sweet home Augustana“ und zeigte noch einmal, wie viel Herrn Gehrig die Hochschule bedeutet.
Nachdem der „offizielle“ Teil vorbei war, wurde das spendierte Bier getrunken und noch bis in den frühen Morgen hinein gefeiert.
Sprachprüfungen 17.02.-23.02.2009
Erfreuliche Ergebnisse gab es für die Studenten bei den Sprachprüfungen zum Ende des Wintersemesters. Bei den Lateinern bestanden alle, die zur Prüfung angetreten waren. Auch bei den Griechisch-Sprachkursteilnehmern bestanden alle die Prüfungen. Besondere Kreativität bewiesen die Studenten bei den Abschiedsgeschenken für ihre Sprachkurslehrer.
Die Lateiner ließen sich hierfür in der Tracht der römischen Bürger ablichten.
Die Griechen dagegen versuchten sich im ...
... Philosophieren, gemeinsamen Sirtaki tanzen
... oder im Darstellen der guten Eigenschaften ihres Lehrers.

Auch bei den Hebräisch-Sprachkurslern bestanden fast alle. Ob sie jedoch nach den wochenlangen Lern- und Zitterpartien noch Kraft und Lust für ein Abschiedsgeschenk hatten bleibt offen.
Politvesper am 12.2.2009 mit Peter Frör zum Thema Sterbehilfe


Am Donnerstag den 12. Februar fand die von Polit- und Diakoniereferat gemeinsam organisierte Politvesper zum Thema „Tod und Sterbehilfe“ statt. Der Hörsaal I der Augustana war bis auf den letzten Platz gefüllt und es waren Studierende, Dozierende, Gäste aus der Diakonie Neuendettelsau und auch auswärtige Gäste anwesend.
Zunächst berichtete Herr Frör mit Hilfe eines Films und eines Vortrages von seiner Arbeit und seinen Erfahrungen als Krankenhausseelsorger in München. Anschließend berichtete auch die Oberin der Diakonie Erna Biewald von ihren Erfahrungen in der Sterbebegleitung und drei Examis gaben Stellungnahmen zum Thema Sterbehilfe ab. Zum Abschluss gab es dann noch eine spannende Diskussion, in der Meinungen zum Thema Organspende, Sterbehilfe und Sterbebegleitung ausgetauscht wurden. Nach etwa zwei Stunden war dieser spannende und lehrreiche Abend dann auch schon wieder zu Ende.
Simon W.
Links und Literatur zum Vortrag:
- Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung
- Referat von Pfarrer Dr. Traugott Roser zum Thema "Spiritualität in der Palliativversorgung" vom November 2008
- Broschüre „Vorsorge für Unfall, Krankheit und Alter“ des Bayerischen Justizministeriums
- Eine gute Zusammenfassung der ethischen Grundsätze im Umfeld von Sterben, Sterbebegleitung und Sterbehilfe findet man in:
Monika Dorfmüller, Hermann Dietzfelbinger (Hrsg.),
Psychoonkologie - Diagnostik, Methoden, Therapieverfahren
Elsevier Urban & Fischer München - Jena 2008, ISBN 978-3-437-24490-2.
S. 385 - 398.
Exkursion des KG-Proseminars ins Archiv nach Ulm am 7.2.2009

Seit dem Jahre 1500 sind im Ulmer „Haus der Stadtgeschichte“, dem Stadtarchiv, die Protokolle der Stadtratssitzungen der Freien- und Reichsstadt Ulm archiviert, im „Tresor“ tief unter dem Erdboden schlummern Autographen unter anderem von Martin Luther und Philipp Melanchthon, außerdem bergen die Kammern des Archivs Urkunden aus dem 14. Jahrhundert – all das war für das KG-Proseminar des WS 2008/2009 Grund genug, sich einmal etwas intensiver mit dieser Stätte der Geschichte zu befassen.
Aufgebracht wurde die Idee von Mitgliedern des Kurses, die Kursleiterin, Frau Schenk, war schnell einverstanden, und so fuhr man am 7. Februar 2009 nach Ulm. Dort wartete schon die Archivarin, Frau Gudrun Litz. Nicht zuletzt ihrer fachmännischen und Interesse weckenden Art ist es zu verdanken, dass die Exkursion von allen Teilnehmern als krönender Abschluss des Proseminars gesehen wurde.
Anhand von Aufgaben zu Klöstern und Orden in der Reichsstadt führten die Studierenden eine regelrechte Archivrecherche durch: Sie recherchierten die Standortnummern, „hoben“ die Archivalien „aus“ und arbeiteten mit ihnen. Den Abschluss bildete eine kleine Ergebnisdarstellung.
Tobias J.

